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Der Telebasel News-Beitrag vom 3. August 2019.

Basel

«Basel ist halt eine Fussballstadt»

Die traditionelle Sportart Wasserfahren kämpft in Basel mit Nachwuchsproblemen. Dafür gibt es laut Philipp Neuenschwander verschiedene Gründe.

Mit ihren Weidlingen rudern sie den Rhein auf und ab, die langen Boote schaufeln sich durchs Wasser, angetrieben von den Armen der Wasserfahrer. Die traditionelle Sportart, in Basel seit dem 19. Jahrhundert ausgeübt, kämpft heute mit Nachwuchsproblemen. «Es hat vor rund acht Jahren angefangen. Immer weniger Junge rücken in unserem Sport nach», sagt Philipp Neuenschwander vom Wasserfahrverein Rhenania St. Johann gegenüber Telebasel.

Von E-Sports bis zu realem Fussball

Die Gründe dafür vermutet Neuenschwander im digitalen Zeitalter und dem damit veränderten Freizeitverhalten der jungen Generationen. «Mit E-Sports ist vermehrt das Digitale in den Vordergrund gerückt.» Das geht auf Kosten anderer Freizeitaktivitäten, wie dem Wasserfahren.

Wasserfahrer Peter Neuenschwander im Interview. (Video: Telebasel)

Aber nicht nur die Beschäftigung am Bildschirm trägt zum Aderlass bei der Wassersportart bei, wie Neuenschwander vermutet: «Basel ist halt eine Fussballstadt. Das bevorzugen viele Leute».

Schwimmen ist die einzige Voraussetzung

Um neue Mitglieder anzuwerben, setzt der Wasserfahrverein Rhenania St. Johann ebenfalls aufs Digitale. Informieren können sich Interessierte auf der Vereins-Website. Auf Facebook und Instagram bleibt man zudem auf dem Laufenden, was gerade läuft. Und jeden Mittwoch um 18 Uhr gibt es die Gelegenheit, bei den Wasserfahrern vorbeizuschauen.

Philipp Neuenschwander selbst ist seit 21 Jahren als Wasserfahrer aktiv. Um die Sportart auszuüben, müsse man einzig schwimmen können, betont er. Der Rest komme dann mit dem Training. «Wasserfahren ist kein gefährlicher Sport», so Neuenschwander.

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