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Der Telebasel News Beitrag vom 2. August 2019.

Basel

Fast alles neu im Löwenzorn

Es soll wieder Leben einkehren im Löwenzorn in der Grossbasler Innerstadt. Karim und Anwar Frick wollen das Lokal zusammen mit Livio Giambonini revolutionieren.

Schlechtes Essen, Touristenfalle, Cliquen, die nicht mehr zum Essen bleiben. Die Traditionsbeiz Löwenzorn hatte in den letzten Jahren einen schlechten Ruf. Jetzt soll alles anders werden. Die Gebrüder Karim und Anwar Frick haben gestern nach eimonatiger Bauzeit den neuen Löwenzorn aufgemacht.

Zusammen mit ihrem Partner Livio Giambonini wollen die ehemaligen Fischerstube-Beizer der Traditionsbeiz zu altem Glanz verhelfen. «Wir haben ein Potenzial, wir haben 48 verschiedene Vereine, Zünfte und Studentenverbindungen hier. Das Potenzial ist schon einmal ein Grundstock», so Karim Frick.

Über 400’000 Franken investiert

Über 400’000 Franke hat die Eigentümerschaft des Hauses in die Hand genommen, um den Aussenbereich neu zu gestalten. Neue Bar, neuer Boden und jetzt kommt noch ein Segel, das den ganzen Hof bei Rege überdacht. Auch von aussen sieht man, dass in die Aufmachung investiert wurde. «Von finanzieller Seite ist grundsätzlich ein Druck da. Unabhängig davon, ob investiert wurde oder nicht für uns als Betreiber. Wir müssen einfach schauen, dass wir unsere Umsätze machen», so Frick. Zum Beispiel mit anderen Öffnungszeiten. Sieben Tage in der Woche wird der Löwenzorn offen haben, mit Essen bis elf Uhr abends.

Innereien als Spezialität

Zuständig für das gastronomische Konzept ist Anwar Frick. Er setzt auf altbekannte Speisen in einem neuen Mantel. Spezialität sollen die Innereien sein. «Es gibt Kutteln, es gibt Milkenragout, wir haben Kutteln-Knsuperli. Die werden ein Renner denke ich. Wir haben Nierli, Läberli und Markbeine.» In den letzten Jahren hat sich die Gastronomie immer wie mehr vom Gross- ins Kleibasel verlegt. Der Rheintourimus macht den alteingesessenen Lokalen zu schaffen. Darum wollen die neuen Löwenzorn-Betreiber die Kräfte bündeln und versuchen mit anderen Gastronomen im Umfeld zusammenzuarbeiten.

Jetzt konzentriert sich der Löwenzorn aber erst einmal auf seinen Neuanfang. Am 15. August ist dann die offizielle «Yydringgede», bei der sich die alte Traditionsbeiz im neuen Kleid der Stadt wird präsentieren.

2 Kommentare

  1. Wenn jetzt alles neu umgebaut wurde, ist da auch an Menschen mit einem Rollstuhl gedacht worden, oder dürfen wir, wie es leider öffter der Fall ist, wieder draussen bleiben?Report

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