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Schweiz

Maurers Lob für die Schweiz an der Bundesfeier am Winzerfest

Heute feiert die Schweiz den Nationalfeiertag. Am 1. August stehen im ganzen Land Anlässe, Reden und Festivitäten auf dem Programm. Hier verpassen Sie nichts.
EU und Umwelt Themen am Redemarathon der Bundesräte

Die EU und der Umweltschutz haben die bundesrätlichen Ansprachen zum Nationalfeiertag beherrscht. Alle Regierungsmitglieder sind öffentlich aufgetreten, und sie haben die Gelegenheit auch genutzt, für «ihre» Geschäfte zu werben.

Tausende Zuhörerinnen und Zuhörer hatte Bundespräsident Ueli Maurer am Donnerstag am Winzerfestes in Vevey. Es gebe eine Wahl «zwischen Freiheit und Abhängigkeit», sagte er in seiner auf Französisch gehaltenen Rede. Gewisse Leute wollten dem «riesigen Gebilde», dem die Schweiz gegenüberstehe, Kompetenzen abtreten.

«Brauchen Zeit»

Maurer erklärte sich bereit, mit Kritikern der Schweiz und jenen, die Druck auf das Land ausübten, ein Glas Weissen zu trinken. Aber nicht dazu, auf das zu verzichten, was die Stärke der Schweiz ausmache: Bescheidenheit und Bewusstsein für den eigenen Wert.

In einem Gespräch mit dem Schweizer Fernsehen SRF sagte Maurer am Mittwochabend, er erwarte nicht, dass beim Rahmenabkommen mit der EU bis zum Ende der Amtszeit der derzeitigen EU-Kommission Ende Oktober eine Lösung gefunden werden könne.

Justizministerin Karin Keller-Sutter forderte am Mittwoch in Rorschach SG, dass die Schweiz müsse ihre Interessen konsequent verteidigen im Verhältnis zur EU. Sie verwahrte sich dagegen, dass die Schweiz den Zugang zum EU-Markt mit der Begrenzungsinitiative aufgibt, indem sie die Personenfreizügigkeit kündigt.

Ob der bewährte bilaterale Weg mit einem langfristigen Rahmenabkommen zu sichern ist, sei eine andere Frage, sagte Keller-Sutter. Der Bundesrat werde das Abkommen nur unterzeichnen, wenn die offenen Fragen im Interesse der Schweiz gelöst seien.

Symbiose von Bürger und Staat

Wirtschaftsminister Guy Parmelin, der am am Mittwoch und am Donnerstag vier Auftritte auf dem Solothurner Hausberg Weissenstein sowie in den Kantonen Freiburg und Waadt hatte, bezeichnete die Schweiz laut Redetext als Symbiose von Bürger und Staat. Die Schweiz erlaube es den Bewohnern, aufzublühen, und die Bewohner liessen im Gegenzug die Schweiz aufblühen.

Aussenminister Ignazio Cassis besuchte drei Sprachregionen und trat in Krauchthal BE, auf einer Alp in L’Etivaz VD und in Chiasso auf. Die Schweiz müsse sich international selbstbewusst einbringen, forderte er.

Den Festgemeinden erläuterte er seine Vision der Aussenpolitik 2028, die er jüngst präsentiert hatte. Darin sei keine Rede von einer Schweiz als Kleinstaat. Im Gegenteil, der Bericht sei voller Gestaltungswillen und Selbstbewusstsein.

Schutz der Menschen

Verteidigungsministerin Viola Amherd nutzte in Münster VS ihre erste Rede als Bundesrätin für ein Plädoyer für die Kampfjet-Beschaffung. Die Schweiz schaffe die Jets nicht fürs Militär an, sondern für die Bevölkerung.

Dabei gehe es um den Schutz von Menschen, den Schutz von Land, Wirtschaft und Infrastruktur, erklärte Amherd. Immer mehr Menschen würden sich bewusst, dass man der Umwelt Sorge tragen müssen, fuhr sie fort. Münster und weitere Gommer Gemeinden könnten nach mehrfachen Unwetterschäden ein Lied davon singen.

Umweltministerin Simonetta Sommaruga plädierte in Greyerz FR für Massnahmen gegen die globale Erwärmung. Ihre Aufgabe als Vorsteherin des Uvek sei nicht nur, Infrastruktur zu bauen und zu verbessern. Man müsse auch die Folgen dieser Entwicklung in Bezug auf die Natur beachten, gerade in Zeiten, da sich das Klima erwärme.

«Die Öffentlichkeit erwartet von uns Politikerinnen und Politikern, dass wir konkrete und wirksame Massnahmen gegen die globale Erwärmung ergreifen», sagte sie.

Respekt und Solidarität

Innenminister Alain Berset sagte in Yverdon VD, dass gegenseitiger Respekt und Solidarität sowie Kompromisse die Schweiz zu einem stabilen Land machten und Grundlage für den Wohlstand seien. Die direkte Demokratie stütze sich auf in langen Debatten geschmiedete Kompromisse.

Als Beispiele nannte Berset den Vorschlag der Sozialpartner für eine Reform der beruflichen Vorsorge, den finanziellen Zustupf für ältere Arbeitslose, die trotz Bemühungen keine Stelle mehr finden, und den AHV-Steuer-Deal. Diese Vorlage hatte das Stimmvolk im Mai genehmigt. (sda)

Ueli Maurer an der Fête des Vignerons

Bundesfeier und Winzerfest in Vevey an einem Tag: Bundespräsident Ueli Maurer hat am Donnerstag vor der fast vollbesetzten Arena bei schönstem Wetter die 1.-August-Ansprache gehalten. Er sei stolz, Schweizer zu sein, sagte er.

Maurer lobte in seiner auf Französisch gehaltenen kurzen Rede die Traditionen, Werte und Wurzeln der Schweiz. Die Arbeit in den Reben sei Sinnbild dafür.

(Video:  Laurent Darbellay)

«Das ist die Schweiz»

Auch auf das Verhältnis zwischen der Schweiz und der EU ging er ein und fragte sich, welchen Weg die Schweiz einschlagen müsse. Es gebe eine Wahl «zwischen Freiheit und Abhängigkeit». Gewisse Leute wollten dem «riesigen Gebilde», dem die Schweiz gegenüberstehe, Kompetenzen abtreten.

Maurer erklärte sich bereit, mit Kritikern der Schweiz und jenen, die Druck auf das Land ausübten, ein Glas Weissen zu trinken. Aber nicht dazu, auf das zu verzichten, was die Stärke der Schweiz ausmache: Bescheidenheit und Bewusstsein für den eigenen Wert. An der Urne habe das Volk stets seine Verbundenheit mit der Freiheit bezeugt.

Wenn man ihn im Ausland frage, was den Erfolg der Schweiz ausmache gebe er jeweils als Beispiel das Nein von 2012 zur Initiative, die statt wie heute vier sechs Ferienwochen verlangte. «Das ist die Schweiz», sagte er, und das zeuge von Verantwortungsbewusstsein, sagte er und erntete damit Applaus und auch einige erstaunte Blicke.

«Vive la Suisse», beendete Maurer seine Ansprache. Danach wurde in der Arena die Landeshymne gesungen, bevor die Aufführung des Winzerfestes begann.

Schweizergarde und Patrouille Suisse

Begonnen hatte das doppelte Fest am Donnerstagmorgen mit einem Defilée der päpstlichen Schweizergarde in den Strassen von Vevey. Am Mittag gab dann die Kunstflugstaffel Patrouille Suisse eine Vorführung, mit F/A-18-Kampfjets und der dem Winzerfest gewidmeten Swiss-Maschine – Lärm und Rauchgranaten inbegriffen.

Zu Land und zu Wasser – auf zahlreichen Booten – wurde das Spektakel mitverfolgt. Am Abend war zum Abschluss des Festtags ein Feuerwerk geplant. (sda)

Feier am Rütli ehrt Milizsystem

Die 1.-August-Feier auf dem Rütli ist dieses Jahr dem schweizerischen Milizsystem gewidmet. In der Schweiz leisten um die 100’000 Menschen Milizarbeit. Doch das freiwillige Engagement für das Gemeinwohl schwindet. (sda)

(Video: Silva Schnurrnberger)

Mega-Schweizerfahne am Säntis doch noch ausgerollt

Mit einem Tag Verspätung hat am Säntis die grösste Schweizerfahne der Welt ausgerollt werden können. Am Mittwoch musste das Vorhaben wegen Nebels und Regen abgebrochen werden. Die Fahne ist 80 Mal 80 Meter gross.

(Video: Ennio Leanza)

Riebli: Die Schweiz muss sich auf ihre Eigenständigkeit besinnen

Wir schwenken an den Buurezmorge in Häfelfingen BL, wo unter anderen prominenten Gästen auch Landratspräsident Peter Riebli anzutreffen ist. Im Interview mit unserem Reporter betont der SVP-Politiker seine Dankbarkeit an die älteren Generationen und Vorfahren. Sie hätten die Schweiz «zu einem der prosperierendsten Staaten auf der Welt» gemacht.

Riebli findet es wichtig, dass die Schweiz ihre Unabhängigkeit und Selbstständigkeit bewahre – eingebettet in einem Umfeld, dass das Wohlergehen der Wirtschaft sicher stelle. Diese Herausforderung bestehe beim EU-Rahmenabkommen. Es gelte, zu überlegen, «wie weit man Konzessionen machen möchte und wie weit diese nötig sind», so Riebli. Die Schweiz müsse sich auf ihre Stärken besinnen, und eine davon sei ihre Eigenständigkeit.

Klimawandel muss aktiv angegangen werden

Auch zum Klimawandel nimmt Riebli Stellung. Er betont, dass das Umweltproblem «aktiv angegangen» werden müsse. Nicht aber mit Verboten, sondern mithilfe der technologischen Zukunft, mit der man das Klimaproblem «in den Griff bekomme», davon sei er überzeugt.

Das ganze Interview mit dem Baselbieter Landratspräsident Peter Riebli sehen Sie hier:

(Video: Telebasel)

Bauernfamilien bewirten am Nationalfeiertag rund 150'000 Gäste

Mehr als 350 Bauernfamilien haben am Donnerstag etwa 150’000 Gäste zum 1. August-Brunch empfangen. Auf einem Alpbetrieb in L’Etivaz VD mischte sich auch Aussenminister Ignazio Cassis unter die Gäste.

Der Brunch ist Gelegenheit, die Höfe zu besuchen und von den Produkten der Bauern und Bäuerinnen zu kosten, wie der Schweizerische Bauernverband am Donnerstag schrieb. Alle Gäste essen jeweils gemeinsam an langen Tischen, ob nun im Stall, auf Vorplätzen, im Hof oder auf der Alp.

Für die Bauern und Bäuerinnen sei der 1. August-Brunch Gelegenheit, ihre Produkte der Bevölkerung zu präsentieren und dafür Werbung zu machen, wie der Bauernverband schrieb. Auf Rundgängen und mit Informationstafeln gaben sie Einblick in ihre Betriebe. Der Bauernhof-Brunch wurde heuer zum 27. Mal durchgeführt. (sda)

Rekordaufmarsch bei Bundesfeier auf dem Rütli

Mit einen Rekordaufmarsch ist am Donnerstagmittag auf dem Rütli der 1. August gefeiert worden. Am Fest wurde die Milizarbeit als zentraler Bestandteil der Schweizer Gesellschaft gewürdigt.

2’200 Personen hatten sich für den Besuch des Rütlis angemeldet. Dies seien so viele wie noch nie, sagte Jean-Daniel Gerber, scheidender Präsident der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG), die die Feier organisiert. Die Anmeldeliste habe deswegen vor zwei Wochen geschlossen werden müssen.

Seit 2011 lädt die SGG jeweils Institutionen als Gast auf das Rütli ein. Dieses Jahr waren es der Schweizerische Gemeindeverband und der Schweizerische Feuerwehrverband. Mit der Einladung sollte ein Zeichen für den Wert der freiwilligen Arbeit zu Gunsten der Gesellschaft gesetzt werden.

Unbürokratisch und volksnah

Der Schaffhauser SVP-Ständerat Hannes Germann, Präsident des Gemeindeverbandes, sagte, die Milizarbeit erledige viele Arbeiten, die sonst unerledigt bleiben würden. Werde die Freiwilligenarbeit professionalisiert, stiegen die Kosten und die Akzeptanz in der Bevölkerung sinke.

Der Waadtländer FDP-Nationalrat Laurent Wehrli sagte als Präsident des Feuerwehrverbandes, die Milizarbeit ermögliche jedem, seine Fähigkeiten zum Wohle aller einzusetzen. Er verhehlte aber nicht, dass Freiwilligenarbeit auch Opfer verlange, nicht zuletzt von den Familien.

So wird es zunehmend schwierig, genügend Menschen für die Freiwilligenarbeit, etwa für Gremien in den Gemeinden, zu gewinnen. Der Gemeindeverband setzt deswegen auf «Miliz-Influencer», um Junge für die Ämter zu gewinnen.

In Landregionen unverzichtbar

Carmelia Maissen, Gemeindepräsidentin von Ilanz, sagte, für ländliche Regionen sei die Milizarbeit ein wichtiges Fundament, denn es gebe dort weniger professionalisierte Strukturen als in der Stadt.

Festrednerin Heidi Z’graggen ging in ihrer persönlich gehaltenen Rede ebenfalls auf den Wert der Milizarbeit ein. Die Urner CVP-Regierungsrätin erinnerte sich daran, wie ihr Vater als Feuerwehrmann in Silenen jeweils nachts bei Feuersbrünsten und Unwettern ausrückte – dorthin, wo eigentlich niemand hin wolle.

Z’graggen bezeichnete das Milizsystem als «Goldstandard der Schweizerischen Beteiligungsdemokratie». Leider fehle oft die Wertschätzung für die wichtige und anspruchsvolle Arbeit der Milizpolitikerinnen und -politiker.

«Seele der Schweiz»

Z’graggen ging in ihrer Festansprache auch auf die Bedeutung des Rütlis ein, das auf Urner Boden liegt. «Schlägt in Zürich, in Genf oder in Zug das wirtschaftliche Herz der Schweiz, so liegt auf dem Rütli gleichsam die Seele der Schweiz», sagte sie.

Wenn sie auf dem Rütli sei, überkomme sie immer eine feierliche Stimmung. Auch wenn die Heldengeschichte von Tell heute ins Land der Mythen verwiesen sei, so bedürfe die Gesellschaft gemeinsamer Erzählungen, gerade auch in der heutigen nüchternen Zeit, sagte Z’graggen.

Umrahmt wurde die Bundesfeier von verschiedenen Darbietungen. Wie jedes Jahr, spielte die Musikgesellschaft Brunnen, es gab Alphornklänge von Lisa Stoll und Fahnenschwingen.

Ferner wurden Szenen aus einem neuen Tell-Stück von Florian Rexer mit dem Titel «Wilhelm Tell – frech & schnell» vorgestellt. Wie in den letzten Jahren üblich, wurde die Landeshymne zwei Mal gesungen, einmal als Schweizerpsalm und einmal mit neuem Text. (sda)

Bundespräsident Maurer lobt Xi und Trump

Bundespräsident Ueli Maurer fordert zum Nationalfeiertag Einsatz für Unabhängigkeit und Freiheit. Die Schweiz sei sozusagen eine Erbschaft, die ihre derzeitigen Bewohnerinnen und Bewohner nur auf Zeit erhalten hätten, um sie ihren Kindern weiterzugeben.

«Ich bin unendlich dankbar für das, was Dutzende von Generationen erarbeitet haben», sagte der Bundespräsident in seiner am Donnerstag im Internet aufgeschalteten Rede. «Es ist eine Geschichte von Armut und Entbehrungen, von harter Arbeit und unbeugsamem Willen. Es ist eine Geschichte, die von uns Respekt und Achtung verlangt.»

Xi sei «wie ein guter Kollege»

Maurer hat in diesem Frühling sowohl den US-Präsidenten Donald Trump als auch den chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping getroffen. In einem Interview mit SRF hatte er für beide Staatschefs lobende Worte übrig: «Ich finde Gespräche mit Präsident Xi ausserordentlich spannend. Er ist sehr offen», sagte Maurer über Chinas Präsident. Xi sei «wie ein guter Kollege», mit dem man sich austauschen könne.

Über den US-Präsidenten sagte Maurer gegenüber SRF: «Persönlich hatte ich den Eindruck, dass Trump völlig anders ist, als man ihn bei uns in den Medien darstellt.» Er sei «sehr angenehm, sehr offen, sehr freundlich, humorvoll, ein guter Gesprächspartner, interessiert, neugierig», so Maurer. (sda/telebasel)

Maurer im Interview mit SRF. (Screenshot: SRF)
Schweizergarde marschiert am Winzerfest ein

Am Winzerfest in Vevey VD ist am Bundesfeiertag die päpstliche Schweizergarde Ehrengast. Die Leibwächter im Vatikan defilierten kurz vor Mittag in Vevey. Am Vormittag beobachteten tausende Menschen den Umzug der Schweizergardisten zwischen dem Bahnhof und der Arena in Vevey. Unter Applaus und vor den Linsen der gezückten Smartphones zogen die Gardisten zusammen mit Ehemaligen in Richtung Seeufer.

(Bild: Keystone)

Gegen Mittag wurde eine Vorführung der Patrouille Suisse erwartet. Zum Programm gehört auch eine Maschine der Swiss, die dem Winzerfest gewidmet ist. Um 14 Uhr sollte Bundespräsident Ueli Maurer seine Bundesfeier-Ansprache halten und danach einer der Aufführungen beiwohnen. (sda)

Berset ruft zu Kompromissen und Solidarität auf

Gegenseitige Solidarität und Kompromisse machen in den Augen von Innenminister Alain Berset die Schweiz zum stabilen Land und sind Grundlage für den Wohlstand. Berset hielt seine Bundesfeier-Rede am Donnerstag in Yverdon VD.

Die direkte Demokratie mache die Schweiz einzigartig, sagte Berset laut Redetext. Sie stütze sich auf gegenseitige Solidarität und den Respekt, die die Menschen füreinander hätten. Und sie stützte sich auf in ausführlichen Diskussionen geschmiedete Kompromisse und nicht auf erbitterte Kämpfe.

Als Beispiele für solche Kompromisse nannte Berset den Vorschlag der Sozialpartner für eine Reform der beruflichen Vorsorge, den finanziellen Zustupf für ältere Arbeitslose, die trotz Bemühungen keine Stelle mehr finden, und den AHV-Steuer-Deal. Diese Vorlage hatte das Stimmvolk im Mai genehmigt.

Damit es nicht zu Auseinandersetzungen komme, sagte der Sozialdemokrat, zähle gegenseitige Solidarität. Man müsse sich immer wieder fragen, ob alle Menschen im Land gleichen Zugang zur Gesundheitsversorgung hätten. Und ob der Klimawandel genügend ernst genommen werde oder ob man warte, bis es zu spät sei. (sda)

(Bild: Keystone)
Bundesfeier auf dem Rütli hat begonnen

Gegen Mittag hat auf dem Rütli die 1.-August-Feier begonnen. Ehrengäste sind Feuerwehrleute und Gemeindepolitikerinnen und -politiker. Auch dieses Jahr sind hunderte Personen mit dem Schiff von Brunnen SZ her über den Vierwaldstättersee zur «Wiege der Eidgenossenschaft» gefahren. Die Festansprache wird die Urner Regierungsrätin Heidi Z’graggen halten.

Die Organisatoren der Feier hatten den Schweizerischen Feuerwehrverband (SFV) und den Schweizerischen Gemeindeverband (SGV) ein. Der SFV feiert sein 150. Bestehen, der SGV begeht heuer das Jahr der Milizarbeit.

Feier kostet jährlich rund 100’000 Franken

Die Bundesfeier auf dem Rütli steht deswegen unter dem Motto «Engagement für die Gesellschaft». Ein Plädoyer zur Milizarbeit halten wird die Gemeindepräsidentin von Ilanz, Carmelia Maissen.

Organisiert wird die Bundesfeier von der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG). Diese hatte das Rütli 1859 nach einer Sammlung gekauft und dann der Eidgenossenschaft geschenkt. Die SGG verwaltet die Wiese und organisiert und finanziert jedes Jahr die 1.-August-Feier. Die Kosten für das Rütli und die Bundesfeier belaufen sich nach Angaben der SGG auf rund 100’000 Franken jährlich. (sda)

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