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Der Telebasel News-Beitrag vom 30. Juli 2019

Basel

«Touristen staunen, dass man in einer Stadt im Fluss schwimmen kann»

Basel im Sommer wird sowohl bei Touristen wie auch bei Einheimischen immer beliebter. Dennoch zieht es viele Bebbi an die bewährten südlichen Badeorte.

Besonders während der Sommermonate gehören solche Szenen fest zum Stadtbild: Ein Reiseführer lotst seine Touristengruppe durch die Innenstadt. Ein kulturaffiner Individualtourist fragt einen Bebbi nach dem Tinguely Museum. Und ein Gast aus Übersee staunt von der Fähre aus über die vielen Badenden mit Wickelfischen im Wasser.

Frédéric Pothier, Vize-Direktor Basel Tourismus, nennt mehrere Attraktionen, die bei Auswärtigen besonders beliebt sind. «Diese Leute sind erstaunt, dass man in einer grossen Stadt in einem Fluss schwimmen kann», sagt Pothier.

Auch Kulturelles lockt immer mehr Besucher nach Basel. Da wären etwa vermehrt Kunststudenten aus dem asiatischen Raum, die sich für den Mix aus alter und zeitgenössischer Architektur interessieren. Auch der Boom bei den Flusskreuzfahrtschiffen brachte in den letzten Jahren viele Reisende nach Basel. Viele nutzten dabei die Stadt als Ausgangspunkt für weitere Ausflüge in der Schweiz.

Touristen mögen die «Rhyviera»

Gemäss Statistik von Basel Tourismus ist die Anzahl Logiernächte im Sommer gestiegen. Im Juli 2008 gab es 84’435 Übernachtungen. Im gleichen Sommermonat im Jaht 2018 waren es deren 129’122. Dies bedeutet eine Steigerung um 52 Prozent innerhalb von zehn Jahren. Auch für den Monat August gab es innerhalb dieses Jahrzehnts eine Steigerung von 46 Prozent. Nach dem Heimatmarkt Schweiz kommen die meisten Touristen aus Deutschland, den USA, Grossbritannien und Frankreich. «Dieses Jahr werden wir gemäss Prognosen im Juli und August nochmals zulegen können», sagt Frédéric Pothier.

Er selbst verbringe den Sommer stets in Basel. Ob mit Schwimmen oder an Veranstaltungen, wie dem Kulturfloss, oder er geniesst das mediterrane Flair am Rheinbord. Wie er beobachtet, bevorzugt auch so mancher Basler immer öfter die Heimatstadt als Ferienort.

Kreuzfahrten immer beliebter bei Jüngeren

Von diesem Trend ist aber zumindest am EuroAirport, wo die Nachfrage nach Flügen in den Süden ungebremst ist, nicht viel zu spüren. Auch beim Reisebüro Tui gibt es noch keine Anzeichen für eine Kehrtwende zum Urlaub an der «Rhyviera». Wie Reise-Experte Janik Cruz bestätigt, sei die Nachfrage nach den bewährten Badeorten nach wie vor ungebrochen. Herr und Frau Basler buchten noch immer Reisen auf die Balearen oder nach Griechenland.

Neu seien als Trend die Kapverdischen Inseln hinzugekommen. Andere ziehe es in den kühleren Norden. Dort seien etwa Kreuzfahrten immer populärer – nicht nur bei Senioren. «Es ist ein Klischee, dass Kreuzfahrten für ein älteres Publikum sind – wir haben immer mehr junge Gäste und Familien, die während der Reise nicht immer den Koffer neu packen wollen», sagt Janik Cruz. Zudem winkten vermehrt Kreuzfahrt-Unternehmen mit Party-Angeboten für jüngere Touristen.

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