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Der Telebasel News-Beitrag vom 28. Juli 2019.

Region

Grossandrang im Tierheim

Aus dem Nest gefallene Vögel und Eichhörnchen mit ausgeschlagenen Zähnen: Das Tierheim an der Birs muss zurzeit besonders viele Wildtiere aufpäppeln.

Aktuell werden jeden Tag zwei bis vier Vögel im Tierheim des Tierschutzes beider Basel abgegeben. Darunter sind Mauersegler, Schwalben und Spatzen, erklärt Tierheimleiterin Jana Spranger. Besonders betroffen sind Vögel mit Nestern unter dem Dach. Wenn es dort an sonnigen Tagen besonders heiss wird, wagen die Jungtiere lieber einen Sprung ins Ungewisse. Häufig verletzen sich die noch flugunfähigen Tiere dabei. Wenn sie das Glück haben, von aufmerksamen Personen gefunden zu werden, landen sie in Auffangstationen wie dem Tierheim am der Birs.

Hier werden die Tiere solange aufgepäppelt und gepflegt, bis sie wieder fit sind und auch das nötige Alter haben, um selbstständig zu fliegen. Dann werden sie wieder in die freie Wildbahn entlassen. Da zurzeit besonders viele Vögel im Tierheim abgegeben werden, werde ein Teil davon auch an andere Auffangstationen weitergegeben. Dies betreffe besonders sehr junge Vögel, die rund um die Uhr betreut werden müssen. Denn für diese aufwändige Pflege fehlt dem Tierheim das Personal.

Auch Eichhörnchen und Igel

Ausser den Vögeln landen aber auch andere Wildtiere im Tierheim, zum Beispiel ein junges Eichhörnchen, dass wohl ebenfalls aus seinem Nest gefallen ist. Eine Wunde am Rücken und ausgeschlagene Zähne zeugen vom Sturz. Oder ein Igel, der mit einem gebrochenen Bein eingeliefert wurde.

Wer ein verletztes Wildtier findet, soll es beim Tierheim oder einer anderen Auffangstation vorbeibringen. Auskunft dazu erteilen die verschiedenen Tierschutzvereine. Auf keinen Fall sollte man die Tiere bei sich zu Hause pflegen, denn dafür brauche es in der Schweiz eine spezielle Haltungsbewilligung sagt Jana Spranger.

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