(Symbolbild: Keystone)

Basel

Verurteilter Bulgare wird ausgeschafft

Ein Bulgare stand seit Montag vor Gericht. Er soll eine Frau mehrfach vergewaltigt haben. Das Strafgericht sprach ihn jedoch vom Hauptanklagepunkt frei.

Vor Gericht musste sich seit Montag ein 53-jähriger Mann verantworten, der laut Anklageschrift eine Frau über Monate hinweg vergewaltigt und zu Oral- und Analverkehr gezwungen haben soll.

Der Telebasel News Beitrag vom 22. Juli 2019.

Das Basler Strafgericht fällte am Dienstag das Urteil. Der Bulgare wird wegen einem Fall von sexueller Nötigung, Hausfriedensbruch und Diebstahl zu einer bedingten zweijährigen Freiheitsstrafe verurteilt, schreibt «20 Minuten». Er werde aus dem Gefängnis entlassen und der Migrationsbehörde übergeben. Nach seiner Ausweisung darf er die Schweiz zehn Jahre lang nicht betreten.

Keine Verurteilung wegen Vergewaltigung

Vom Anklagepunkt der mehrfachen Vergewaltigung wurde der 53-Jährige in dubio pro reo freigesprochen. Im Dezember 2016 sollen sich die beiden in der Matthäuskirche an einem Treffpunkt für Bedürftige kennengelernt haben. Eine gemeinsame Bekannte soll das Opfer dazu ermutigt haben, den damals obdachlosen Bulgaren bei sich im Gästezimmer aufzunehmen. «Ich war so naiv und wollte eine gute Tat tun», sagte das Opfer heute vor Gericht.

Kaum in der Wohnung angekommen, soll er sie gepackt und vergewaltigt haben. Durch den ständigen Alkoholkonsum könne sie die Vergewaltigungen zeitlich nicht mehr genau einordnen. Ungefähr drei Monate soll der Mann sie immer wieder vergewaltigt haben.

Aussagen nicht verlässlich

In den Schilderungen hätten sich das Opfer und der Täter jedoch widersprochen, lautete gemäss «20 Minuten» des Richters Begründung. Der Alkoholkonsum der Frau führe dazu, dass ihre Aussage nicht verlässlich sei. Ausserdem habe die Frau während des Prozesses auch kein Schamgefühl gezeigt und detailliert private Dinge erzählt. Dass das Opfer die Vergewaltigung allerdings erfunden hat, davon geht das Gericht nicht aus. Denn sie sei geistig nicht in der Lage, ein «Lügengebäude aufrecht zu erhalten».

In diesem Fall bestehe auch die Möglichkeit, dass der Geschlechtsverkehr erst einvernehmlich war und der 53-Jährige erst im Laufe der Zeit übergriffig wurde. Dennoch sei auch mehrfach betont worden, dass auch sehr viel dafür spreche, dass die Frau mehrfach sexuelle Gewalt gegen ihren Willen erlebt habe. Für die extreme anale Vergewaltigung wurde der Bulgare schliesslich auch verurteilt.

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