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Der Telebasel News-Beitrag vom 22. Juli 2019.

Basel

Bulgare vergewaltigt Frau über Monate

Ein Bulgare soll eine Frau mehrfach vergewaltigt haben. Zuletzt so, dass sie notfallmässig ins Spital musste und seither mit einem künstlichen Darmausgang lebt.

Vor Gericht musste sich heute ein 53-jähriger Mann verantworten, der laut Anklageschrift eine Frau über Monate hinweg vergewaltigt und zu Oral- und Analverkehr gezwungen haben soll.

Im Dezember 2016 sollen sich die beiden in der Matthäuskirche an einem Treffpunkt für Bedürftige kennengelernt haben. Eine gemeinsame Bekannte soll das Opfer dazu ermutigt haben, den damals obdachlosen Bulgaren bei sich im Gästezimmer aufzunehmen. «Ich war so naiv und wollte eine gute Tat tun», sagte das Opfer heute vor Gericht. Kaum in der Wohnung angekommen, soll er sie gepackt und vergewaltigt haben.

Mehrere Vergewaltigungen

Daraufhin habe er dem Opfer gedroht, er würde zehn Bulgaren und Rumänen herbeiholen, die sie verprügeln würden, wenn sie jemandem davon erzähle. Die Frau gab heute vor Gericht an, sich seither vor Angst nicht mehr gegen ihren Peiniger gewehrt zu haben. Stattdessen habe sie täglich Alkohol konsumiert, um die Situation auszuhalten.

Durch den ständigen Alkoholkonsum könne sie die Vergewaltigungen zeitlich nicht mehr genau einordnen. Ungefähr drei Monate soll der Mann sie immer wieder vergewaltigt haben. Am 14. April 2017 soll er sie dann anal so penetriert haben, dass es beim Opfer zu Blutungen kam, sie notfallmässig ins Spital musste und einen künstlichen Darmausgang erhielt.

Mutmasslicher Täter auf der Flucht

Der Bulgare, der am Montag vor Gericht stand, soll kein unbeschriebenes Blatt sein. Vor Gericht erzählte er, er sei aus Bulgarien in die Schweiz geflüchtet, weil ihm dort ebenfalls ein Prozess bevorstünde.

Dort soll er seine Schwester mit dem Messer verfolgt haben. Auch in Deutschland und Tschechien sei er in Haft gewesen, sowie in mehreren psychiatrischen Anstalten. Sowohl die Tat in Bulgarien, als auch die Vergewaltigungen in der Schweiz stritt der Bulgare ab.

Zurechnungsfähigkeit in Frage gestellt

Vor Gericht konnte sich der 53-jährige Mann kaum beherrschen. Bereits zu Beginn musste der Gerichtspräsident ihn ermahnen. Immer wieder fiel der Bulgare ihm ins Wort. Der Gerichtspräsident sprach ihn auf eine Schizophrenie und Medikamente an, die der Beschuldigte in diesem Zusammenhang einnimmt. «Nein ich glaube nicht, dass ich das habe. Ich höre nur Stimmen, die mir sagen, dass ich Ihnen nicht zuhören soll», äusserte sich der Angeklagte, der zeitweise seine Ohren mit den Fingern zu hielt.

Unter anderem aufgrund dieses Verhaltens stellte die Staatsanwältin heute einen Antrag auf ein psychiatrisches Gutachten. Dieses soll zeigen, ob der Angeklagte zum Zeitpunkt der Taten zurechnungsfähig war.

Bis am Dienstag, 23. Juli 2019, muss das Gericht nun entscheiden, ob es den Antrag annehmen möchte. Nimmt es ihn nicht an, drohen dem Bulgaren bis zu 5 Jahre Haft.

Es gilt die Unschuldsvermutung.

3 Kommentare

  1. Welcher Hohn der Frau gegenüber! Durch das Gerichtsurteil ist sie zum zweiten Mal Opfer geworden. Was mutet man dieser Frau noch alles zu. Allen VergewaltigungsOPFERN!!!

    Wenn es für ihn gut läuft und danach sieht es aus, wird er noch auf unsere Kosten therapiert und die Frau muss ihre Gesundheitskosten selber berappen! Eine Schande!
    Wo leben wir eigentlich?Report

  2. Auch wieder so eine Softanklage ! 5 Jährchen, & die arme Frau hat Lebenslang. Ausliefern, im bulgarischen Knast siehts nicht nach Hotelzimmer aus & unnötige Spesen sparen !!Report

  3. Wieso ein Gutachten? Das sind unnōtige Spesen und noch dazu 5jahre Haft. Also bitte, raus mit solche Menschen, hier in der Schweiz hat es andere Probleme wo man zutun hat. Irgendwie stimmt nicht überein die Sicherheit und den Rest der Welt Die Schwriz ist zugut fűr manche Menschen und Gesetze. Im nãchsten Leben werde ich RichterinReport

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