Featured Video Play Icon
Der Telebasel News Beitrag vom 22. Juli 2019.

Basel

Auch E-Trottinett-Fahrer müssen Regeln einhalten

E-Trendfahrzeuge sind diesen Sommer der letzte Schrei. Die Polizeicorps beider Basel haben nun eine Broschüre mit den geltenden Verkehrsregeln veröffentlicht.

Beim Bau – und Verkehrsdepartement sind zurzeit drei Anbieter von bewilligungsfreien Verleihsystemen gemeldet. Diese bieten zusammen max. 400 E-Trottinetts, max. 200 E-Bikes und max. 60 E-Roller an. Dazu kommt eine unbekannte Zahl an privaten Vehikeln.

Auch die Fahrer solcher Trendfahrzeuge müssen sich an die normalen Verkehrsregeln halten. Um die Nutzer darauf aufmerksam zu machen, haben die Polizeicorps beider Basel eine neue Broschüre veröffentlicht. In ihr sind die verschiedenen Trendfahrzeuge aufgezählt und auch welche Regeln für sie gelten.

Zwei verschiedene Klassen

Grob gesagt, gibt es zwei Kategorien: Langsamere Trendfahrzeuge mit einer maximalen Geschwindigkeit von 20 km/h. bzw. 25 km/h mit Tretunterstützung, und eine schnellere Kategorie mit einer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h bis 45 km/ h.

Für die langsamere Variante brauchen Personen ab 16 Jahren keinen Führerausweis. Jugendliche im Alter vom 14 bis 16 benötigen einen Mofa- Ausweis. Die Fahrzeuge sind Velos gleichgestellt, Radwege und Velostreifen müssen zwingend genutzt werden. Bei Fahrverboten für Motorfahrräder dürfen diese Trendfahrzeuge weiterfahren. Für die schnelleren Fahrzeuge ist immer ein Mofa- Fahrausweis nötig. Das E- Velo der der E- Roller benötigt zudem ein Kontrollschild. Das Tragen eines Helmes ist obligatorisch. Velowege und Velostreifen müssen benutzt werden. Das Fahrverbot für Motorfahrräder darf nur mit ausgeschaltetem Motor passiert werden.

Die Polizei weist zudem darauf hin, dass die meisten Trendfahrzeuge nur für eine Person zugelassen sind.

Was viele nicht wissen: Gewisse Spassfahrzeuge wie Elektro-Skateboard, Hoverboard und Monowheel sind auf öffentlichen Verkehrsflächen generell verboten. Dazu zählen nebst Strassen auch Trottoirs und öffentlich zugängliche Parkplätze. Diese Spielgeräte dürfen nur auf abgetrennten, auf privaten Grundstücken benützt werden.

Auch ein Thema für die Politik

Das Angebot an mietbaren Trendfahrzeugen ist in Basel wegen den verschiedenen Anbietern etwas unübersichtlich. Dass die E-Trottis zudem kreuz und quer auf den Trottoirs abgestellt werden, stört CVP Politikerin Andrea Elisabeth Knellwolf. Mit einer Motion verlangt sie, dass die Regierung tätig wird.

Sie störe sich daran, dass Anbieter mit weniger als 200 Trendfahrzeugen in Basel-Stadt keine Bewilligung brauchen. Ihr wäre es lieber der Kanton würde nur einen Anbieter zulassen. So hätte man bei Schwierigkeiten einen klaren Ansprechpartner.

Derweil geht der Trend mit den Trendfahrzeugen ungebremst weiter. Für den Herbst hat sich bereits ein weiterer Anbieter in Basel angekündigt.

1 Kommentar

  1. Wieder so ein Gummiparagraph! Mit dem Aufkommen von den 2 Kategorien E-Bikes sind die Vorschriften dafür zwar geregelt, aber schlicht nicht feststellbar ob sie auch eingehalten werden. Fahrverbote für Motorfahrräder dürfen nur mit ausgeschaltenem Motor befahren werden. Während die Benzinmotoren gehört werden, rauschen die schnellen E-Bikes nur so dahin. Diese E-Bikeraser werden sich so wenig um das Verbot kümmern wie die Mofafahrer. Besonders gefährlich wird es auf Zufahrtssträsschen an bewohnten Häusern vorbei, notabene auf Parzellen die privat zum Haus gehören. Erfahrungen zeigen, dass die Polizei für Kontrollen weit entfernt ist und sich als nicht zuständig betrachten.Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*