Fiona Ferro feiert in Lausanne ersten Turniersieg und besiegt erst zum zweiten Mal eine Top-50-Gegnerin. (Bild: Keystone)

Schweiz

Erster Turniersieg für Fiona Ferro

Die Premiere des Ladies Open in Lausanne ergibt eine neue Turniersiegerin: Die 22-jährige Französin Fiona Ferro (WTA 98) düpiert im Final die favorisierte Aliz

Am Ende sprach Fiona Ferro von einer «perfekten Woche». Sie besiegte vier besser klassierte Spielerinnen und im Final mit Alizé Cornet eine Freundin und Klubkollegin. Gegen Cornet besiegte Ferro erst zum zweiten Mal in ihrer Karriere eine Top-50-Spielerin.

Nach dem ersten französischen Tour-Final seit zehn Jahren strahlten beide. Cornet, vor einem Jahr Siegerin der letzten Austragung in Gstaad, bezeichnete Fiona Ferro als «kleine Schwester auf der Frauen-Tour». Wenn sie schon gegen jemanden verlieren müsse, so Cornet, dann am liebsten gegen Ferro.

Fiona Ferro aus Valbonne dürfte bei der nächstbesten Gelegenheit in die Schweiz zurückkehren. Vor drei Monaten in Lugano erreichte sie erstmals die Halbfinals eines WTA-Turniers. In Lausanne gelang ihr nun der grosse Wurf. Der erste Turniersieg wird Ferro fast 40 Plätze in den Bereich um Platz 60 in der Weltrangliste nach vorne spülen. “Die Turniere in der Schweiz bringen mir offensichtlich Glück. Es sollte mehr Turniere in der Schweiz geben.”

Im Final befand sich Ferro fast permanent im Vorteil. Sie führte mit einem Satz und einem Break (6:1, 2:1), ehe Cornet während 20 Minuten alles gelang. Im Entscheidungssatz geriet Ferro aber nie mehr in Rückstand; die jüngere Spielerin verfügte nach einer Hitzewoche über die grösseren Kraftreserven.

Langfristige Planung

Am Ende des ersten Turniers in Lausanne zogen die Organisatoren eine zwiespältige Bilanz. Aber: “Das Turnier ist nach Lausanne gekommen, um da zu bleiben”, betonte Jean-François Collet, der Turnierdirektor. “Alle aktuellen Verträge laufen bis 2021. Die Reaktionen unserer Partner fallen aber ermutigend aus. Sie wollen das Turnier über 2021 hinaus hier etablieren.”

Die Spielerinnen und die Womens Tennis Association (WTA) hätten die Premiere in Lausanne goutiert, so Collet. Die Zuschauerziele erreichte das Ladies Open indes auch am neuen Standort noch nicht. 12’000 Zuschauer kamen an die sieben Turniertage – mehr als es in Gstaad waren, aber weniger als erwartet. Als Gründe dafür erachtet Collet die Konkurrenz durch das Fête des Vignerons, ausserdem lud die Sommerhitze nicht dazu ein, langen Tennis-Matches zuzuschauen. Ausserdem schied Publikumsliebling Timea Bacsinszky am Dienstag schon beim ersten Einsatz aus. Bis zum Finalwochenende kamen nie mehr so viele Zuschauer wie zu Bacsinszkys Erstrundenpartie.

Weil das Budget in Lausanne zwischen 2 und 2,5 Millionen Franken um mindestens eine Million tiefer ausfällt als in den letzten drei Jahren in Gstaad hoffen die Macher dennoch auf einen positiven Abschluss. “Und wir wissen”, so Collet, “in welchen Bereichen wir uns für die zweite Ausgabe nächsten Sommer verbessern können.”

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