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Der Telebasel News Beitrag vom 19. Juli 2019.

Basel

«Die Schwimmer waren nur gerade sechs Meter vom Schiff entfernt»

Rheinschwimmer Tobias Menge stieg nur wenige Sekunden bevor der manövrierunfähige Frachter verunfallte aus dem Wasser.

Der Schock sei immer noch spürbar, sagt Tobias Menge. Zusammen mit seiner Freundin und zwei weiteren Kolleginnen frönte er seinem abendlichem Ritual, dem Rheinschwimmen, als plötzlich der Frachter Camaro VI nur wenige Meter neben ihm vorbeifuhr.

Ein Schwumm wie an jedem Sommertag

Noch ahnten die Rheinschwimmer nichts vom kommenden Unglück, das auch Menschenleben fordern hätte können. Wie beinahe jeden Tag steigt Menge mit seinen Freunden beim Museum Tinguely in den Rhein, um sich beim Schwumm etwas abzukühlen. Ein kleines Stück unterhalb der Mittleren Brücke bemerkten sie ein komisches Geräusch.

«Wir haben bereits den ersten Knall bei der Mittleren Brücke gehört. Da haben wir uns noch nichts weiter gedacht», sagt der 24-jährige Basler. Dann hätten sie bemerkt, dass ein Schiff in der Schwimmer-Rinne trieb und nicht mehr aus dieser rauskam. «Da waren wir bereits daran, aus dem Wasser zu steigen.»

«Das kann nicht gut gehen»

Bei der Oetlinger Buvette beobachteten Sie, wie die Grenzpolizei auf dem Rhein in Richtung Containerschiff fuhr. «Wenige Sekunden später war überall nur noch Blaulicht zu sehen.» Daraufhin beobachteten sie, wie das Feuerlöschboot einsatzbereit gemacht wurde. Und dann: «Das Schiff trieb etwa zehn Meter weg vor uns vorbei – immer noch in beängstigender Schräglage». Daraufhin sei das Schiff in den Brückenpfeiler der Johanniterbrücke geknallt.

Schwimmer noch im Wasser

Noch als das Schiff manövrierunfähig den Rhein runter trieb, seien Rheinschwimmer im Wasser gewesen. «Zum Glück waren diese nicht mehr im Gefahrenbereich.» Trotzdem sei es eine enge Angelegenheit gewesen. «Sie waren nur gerade zirka sechs Meter vom Schiff entfernt.» Und: «Die Leute riefen hektisch: ‹weg, weg, weg!›» Zum Glück sei nichts passiert.

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