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Polizei tötet Mann bei Einsatz in Bern. (Video: sda/Adrian Reusser)

Schweiz

Polizei tötet Mann bei Einsatz in Bern

Im Zuge eines Polizeieinsatzes wurde am Mittwoch ein Mann in Bern mit einer Dienstwaffe schwer verletzt. Trotz Rettungsmassnahmen verstarb der 36-Jährige.

Eine Polizeipatrouille traf ihn in einer Liegenschaft am Kuhnweg im Schönberg/Bitzius-Quartier an, das sich in der Nähe des Zentrums Paul Klee befindet. Laut Polizeicommuniqué konnte die Patrouille den Mann ansprechen.

Ersten Erkenntnissen zufolge sei dabei eine «für die Polizisten akut bedrohliche Situation» festgestellt worden. Darauf sei es zum Dienstwaffeneinsatz gekommen. Rettungskräfte und weitere Polizeipatrouillen seien aufgeboten worden; der getroffene Mann sei trotz rascher Rettungsmassnahmen etwas später verstorben.

Mann trug Waffe auf sich

Die Polizei stellte bei ihm eine Schusswaffe sicher. Die Ereignisse werden nun unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland durch ein ausserkantonales Polizeikorps untersucht. Dabei handelt es sich um die Kantonspolizei Zürich, wie Christoph Gnägi von der Medienstelle der Kantonspolizei Bern auf Anfrage erklärte.

Nach seinen Angaben wurde die Polizei am Mittwoch um etwa 16.45 Uhr darüber informiert, dass der Mann aus einer psychiatrischen Institution entwichen sei. Zum Schusswaffeneinsatz sei es rund eine Stunde später gekommen.

Wie viele Schüsse abgegeben wurden und um was für eine Waffe es sich handelte, bleibt einstweilen unbekannt. «Wir wollen der Untersuchung nicht vorgreifen», erklärte Polizeisprecher Gnägi.

Schon mehrmals ausgerückt

Aus welcher Institution der Mann entwichen war, ist ebenfalls nicht bekannt. «Aus Rücksicht auf die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen machen wir hierzu grundsätzlich keine Angaben», hielt Gnägi fest.

Polizeilich bekannt sei der Mann, weil die Polizei in Zusammenhang mit ihm bereits mehrmals habe ausrücken müssen. Weitere Angaben dazu machte Gnägi nicht.

Careteam vor Ort

Die Polizei war am Mittwochabend mit einem Grossaufgebot vor Ort, wie eine Augenzeugin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Der Kuhnweg war abgeriegelt.

Vor Ort war laut Zeugin auch das Careteam des Kantons Bern. Das Team kümmert sich um die seelsorgerliche und psychologische Unterstützung von Einsatzkräften und Betroffenen bei der Bewältigung traumatisierender Ereignisse.

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