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Der Telebasel News-Beitrag vom 18. Juli 2019.

Baselland

Anwohner haben genug vom «Cherus» in Gelterkinden

Der «Cherus» in Gelterkinden ist ein Publikumsmagnet. Anwohnern ist der Event aber inzwischen zu gross und zu laut. Mit einer Petition wollen sie sich wehren.

Der «Cherus» in Gelterkinden ist zu einer Grossveranstaltung angewachsen. Rund 6’000 Besucher strömten dieses Jahr nach der Gelterkinder Fasnacht in die Oberbaselbieter Gemeinde, um den Abschluss der Fasnacht zu feiern. Der «Cherusgälti» ist ein ausgelassenes Fest. Zu ausgelassen, findet eine Gruppe von Anwohnern.

Angefangen hat der Widerstand gegen die Auswüchse des «Cherus’» mit einem Leserbrief in der Sissacher «Volksstimme» im April. Der Anlass sei «jedes Jahr grösser, länger und lauter geworden», heisst es darin. Man soll dem «Cherus den Garus» machen, wird darin gefordert. Dabei blieb es nicht. Eine Gruppe von Anwohnern hat eine Petition lanciert und fleissig Unterschriften gesammelt. Anfang dieser Woche wurde die Petition bei der Gemeinde eingereicht. Rund 370 Personen haben sie unterzeichnet.

34 Guggen und rund 6’000 Besucher sind den Anwohnern zu viel. «Das Fest hat Ausmasse angenommen, die unsere Toleranz überfordern», erklärte Petitionärin Vreni Weber-Thommen gegenüber dem SRF «Regionaljournal». Und in der Petition ist von unzumutbaren Zuständen die Rede. Das Fest werde von viel Lärm und Schmutz begleitet.

Verständnis bei den Veranstaltern

Der «Chesrus»-OK-Präsident kann die Kritik der Anwohner nachvollziehen und zeigt sich bemüht, Verbesserungsvorschläge ins Konzept für den nächsten Cherus einzuarbeiten. Auch für die bisherigen Gugge-Events habe man sich bemüht: «Am Sonntag ab 8.00 Uhr sind wir immer mit über 40 Personen und 2 Reinigungsfirmen vor Ort und reinigen den ganzen Dorfkern. Jeder Anwohner hat die Möglichkeit, uns dann – sollte etwas unzureichend gereinigt sein – zu kontaktieren. Die Kritik betreffend der Abfallmengen ist natürlich berechtigt. Hier müssen wir wieder Verbesserungsmassnahmen ergreifen.», so Stephan Béhé vom Team cherusgaelti.ch

Die Petitionärin Vreni Weber-Thommen spricht  von einem «Massenbesäufnis», dessen Folgen die Anwohner nach dem Fest zu spüren bekämen. So müssten sie ihre Vorplätze von Erbrochenem und Urin reinigen. Auch Vandalismus werde betrieben, etwa in den Gärten der Anwohner, berichtet ein User auf Facebook.

Die Petition fordert, dass ab nächstem Jahr nur noch 15 Guggen am «Cherus» auftreten dürfen. Konzerte sollen zudem nur bis 24 Uhr erlaubt sein, der Beizenbetrieb und das Fest müssten um 1 Uhr enden. Elektronisch verstärkte Musik wollen die Petitionäre ganz verbieten. Darüber hinaus brauche der Anlass ein Abfallkonzept, das «ökologisch verantwortbar» sei, heisst es im Dokument weiter.

Im August wolle die Gemeinde gemeinsam mit den Veranstaltern des «Cherus’» ein Gespräch führen, um zu prüfen, was sie jetzt tun werden.

1 Kommentar

  1. Immer die Grünen was wollen sie eigentlich ? Es wird ja immer geputzt und wen sie nicht den muut haben die Personen Direkt anzusprechen dan sollen sie einfach ruig sein. es sind nicht die Fasnachtler die sich nicht an die Regeln hallten sondern die jungen twischen 13-18 die machen immer radau und machen sachen Mutwillig Kaputt .
    Denn die Aktiven können sich das gar nicht erlauben weil sont können sie die Lieder nicht mer Richtig Spielen.Ich selber kann auch ohne Alkohol sien und es Lustig haben, den ich èbe nicht das Ganze Jahr um an der Fasnacht daneben zu Spielen . Ich wohne mitten drin und mich stört der Event nicht im gegenteil ich bin sogar wegen dem in den Dorkern Gezügelt sweil dan mal was Leuft in dem Verschlafenen Dorf . Genau wegen solchen Nörgeler wird alles Verboten.Report

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