Mit 32 Emmy-Nominierungen geht «Game of Thrones» ins Rennen um den wichtigsten Fernsehpreis. (Bild: Keystone)

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«Game of Thrones» geht mit Nominierungs-Rekord ins Emmy-Rennen

Die Serie «Game of Thrones» ist für ihre achte Staffel 32 Mal für einen Emmy nominiert. Das ist eine Rekordzahl beim wichtigsten Fernsehpreis.

Auch die Schweizer Regisseurin Lisa Brühlmann darf auf einen Preis hoffen. Brühlmann ist für ihre Regiearbeit bei der Spionage-Serie «Killing Eve» nominiert, konkret für die vierte Folge der zweiten Staffel unter dem Titel «Desperate Times» in der Kategorie «Outstanding Directing for a Drama Series».

Die in Zürich geborene 38-Jährige inszenierte insgesamt zwei Folgen für die Hitserie. Die auch als Schauspielerin tätige Lisa Brühlmann war im letzten Jahr beim Schweizer Filmpreis für ihr Coming of Age-Drama «Blue My Mind» mit dem Preis für den besten Spielfilm ausgezeichnet worden.

32 Nominierungen für «Game of Thrones»

«Game of Thrones» setzte am Dienstag in Los Angeles einen Rekord für die meisten Nominierungen in den Drama-Kategorien in einem Jahr. Schon jetzt ist die Reihe mit 47 Auszeichnungen die meistprämierte Serie der US-Fernsehgeschichte. In der Hauptkategorie «Beste Dramaserie» können ausserdem «Better Call Saul», «Bodyguard», «Killing Eve», «Ozark», «Pose», «Succession» und «This is Us» gewinnen.

In den Comedy-Kategorien kommt die sowohl bei Kritik als auch beim Publikum beliebte 50er-Jahre-Amazon-Serie «Die wunderbare Mrs. Maisel» auf 20 Nominierungen. Rachel Brosnahan gilt in ihrer Rolle als aufstrebende Comedian im New Yorker East Village als eine der Top-Favoritinnen für den Preis als beste Hauptdarstellerin Comedy.

Grosse Konkurrenz

Grosse Konkurrenz in dieser Kategorie und für die Auszeichnung als beste Comedy-Serie ist die Politsatire «Veep» mit Julia Louis-Dreyfus als fiktive Präsidentin Selina Mayer in ihrer letzten Staffel.

Bei den Miniserien geht das Atomunfall-Drama «Tschernobyl» mit 19 Nominierungen als Top-Favorit ins Rennen. Es basiert auf wahren Begebenheiten und liegt damit in diesen Kategorien im Trend: Auch die Tanzserie «Fosse/Verdon» (17 Nennungen) und «When They See Us» (16), die Aufarbeitung eines Mordes im New Yorker Central Park 1989 mit fünf unschuldig verurteilten Schwarzen, beruhen auf Personen und Ereignissen der vergangenen Jahrzehnte.

Neue Anbieter

Weiter auffällig ist der Siegeszug neuer Anbieter von Fernsehinhalten: Mit 137 Nominierungen führt zwar der US-Kabelanbieter HBO die Liste an, aber die Streaming-Dienste Netflix mit 117 Nominierungen und Prime Video von Amazon mit 47 Nominierungen sind seit einigen Jahren immer wichtiger.

Der Traditionssender NBC liegt mit 58 vorgeschlagenen Auszeichnungen auf Rang drei. HBO hatte für kommendes Jahr den Start eines eigenen Streamingdienstes namens HBO Max angekündigt.

Die Emmy Awards werden in rund 120 Kategorien von etwa 24’000 Mitgliedern der Television Academy vergeben. Die Preise in den wichtigsten Kategorien werden am 22. September 2019 im Microsoft Theater in Los Angeles bekanntgegeben.

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