Featured Video Play Icon
Der Telebasel News-Beitrag vom 16. Juli 2019.

Basel

Basler Polizei fordert mehr Achtsamkeit im Verkehr

Die Kantonspolizei Basel-Stadt ruft die Bevölkerung zu mehr Aufmerksamkeit im Verkehr auf. Den Auftakt machte heute ein Rundgang zu drei neuralgischen Stellen.

Eigentlich könnte der Stadtkanton ja über seine Unfallstatistik erleichtert sein. Seit Jahren sind die Zahlen rückläufig. Trotzdem bleibt ein grosses Problem bestehen: die Unachtsamkeit der Verkehrsteilnehmer. Von den insgesamt 777 Unfällen, die die Polizei im Jahr 2018 registriert hat, sind 738 auf das Verhalten der Beteiligten zurückzuführen.

Unfallort 1: Steinentorberg

Dass das Verhalten im Verkehr immer wieder falsch ist, zeigte sich bereits an der ersten Station des Rundgangs zu neuralgischen Stellen im Basler Strassenverkehr, der am Dienstag stattfand. Die Einfahrt in die Strasse des Heuwaage-Viadukts beim Steinentorberg wurde 2015 als Unfallschwerpunkt festgestellt.

Deshalb wurde die Signalisation wenig später geändert. Heute ist die Einfahrt als Stoppstrasse gestaltet. Viele Automobilisten würden diesen Stopp allerdings ignorieren. Dies sei in erster Linie eine Gefahr für die Velofahrer, die an dieser Stelle vom Heuwaage-Viadukt her kommen.

Unfallort 2: Güterstrasse

Auch die Güterstrasse ist den Spezialisten vom Dienst für Verkehrssicherheit besonders negativ aufgefallen. Insbesondere im Bereich des Bahnhofs SBB würde das Halteverbot oft nicht beachtet. Besonders problematisch dabei: Die illegal abgestellten Autos, Motorräder und Velos erschwerten den Blick auf die Passanten. Personen, die den Fussgängerstreifen vor dem Bahnhof passieren wollen, würden deshalb oft zu spät erkannt.

Dies sei ein Risiko insbesondere für Kinder. Etwas weiter vom Bahnhof entfernt wäre zwar das Anhalten zum Güterumschlag erlaubt. Dies sei aber oft nicht möglich, weil dort unerlaubt Velos stünden.

Problemort und Vorbild: Centralbahnplatz

Etwas paradox ist die Situation am Centralbahnplatz. Hier herrscht zwar oft das reinste Chaos, für Pendler ist der tägliche Gang über den Platz der reinste Horror. Auch die Spezialisten der Polizei müssen zugeben, dass der Platz heute völlig überlastet ist. Er sei damals für viel weniger Verkehr konzipiert worden, sagen sie.

Trotzdem zeigt sich die Polizei erfreut. Denn hier würden vergleichsweise wenig Unfälle passieren. Seit 2010 wurden hier nur 14 Unfälle registriert. Laut Silvio Suter vom Dienst für Verkehrssicherheit Basel-Stadt liege das vor allem daran, dass hier alle Verkehrsteilnehmer ausserordentlich gut aufeinander aufpassen würden. Von daher hat der Centralbahnplatz trotz allem auch einen gewissen Vorbildcharakter. Würden die Verkehrsteilnehmer auch an den anderen Stellen so viel Acht geben, dürfte die Zahl der Unfälle wahrscheinlich stark sinken, prognostiziert Silvio Suter.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*