Lewis Hamilton gewann sein Heimrennen zum sechsten Mal. (Bild: Keystone)

International

Hamiltons Rekordsieg in Silverstone

Lewis Hamilton gewinnt zum sechsten Mal den Grand Prix von Grossbritannien. Der Weltmeister siegt vor Teamkollege Valtteri Bottas.

Hamilton schaffte als erster Fahrer überhaupt sechs Siege in seinem Heimrennen. Zuvor hatte er sich den Rekord geteilt mit dem Schotten Jim Clarke, der in den Sechzigerjahren fünfmal erfolgreich war, und dem Franzosen Alain Prost, der in den Achtziger- und Neunzigerjahren fünfmal als Erster abgewinkt wurde.

Die Entscheidung zugunsten Hamiltons fiel im Zuge der ersten Boxenstopps. Der Engländer hielt fünf Runden später als sein zu jenem Zeitpunkt führender Teamkollege Valtteri Bottas inne und schuf sich dabei den Vorsprung, der es ihm erlaubte, vor dem aus der Pole-Position gestarteten Finnen auf die Strecke zurückzukehren.

Hamilton blieb danach unbehelligt – auch deshalb, weil im Gegensatz zu ihm Bottas seine Fahrt zum Reifenwechsel ein zweites Mal unterbrechen musste. Hamilton hatte sich die härtesten zur Verfügung stehenden Pneus aufziehen lassen, wogegen der Finne nochmals mit Reifen der mittleren Mischung versorgt wurde, mit der er schon das Rennen aufgenommen hatte. Trotzdem reichte es dem Finnen zu Platz 2, was zeigt, wie überlegen die Fahrer des Mercedes an diesem Sonntag wieder waren.

80. Sieg insgesamt

Mit seinem siebten Sieg in der laufenden Saison (und dem 80. insgesamt) baute Hamilton seine Führung in der WM-Wertung weiter aus. Er liegt nun 39 Punkte vor seinem zweitplatzierten Teamkollegen Bottas.

Dritter wurde der Monegasse Charles Leclerc, der sich im Ferrari viele packende Duelle mit Max Verstappen im Red Bull lieferte. Der Niederländer musste sich zwei Wochen nach seinem Sieg im Grand Prix von Österreich hinter seinem Teamkollegen Pierre Gasly mit Rang 5 begnügen, nachdem ihm Sebastian Vettel im anderen Ferrari ins Heck gefahren war. Der Vorjahressieger, der sich nach dem Zwischenfall eine neue Frontpartie abholen musste und von der Rennleitung mit einem Zeitzuschlag von zehn Sekunden belegt wurde, klassierte sich als Fünfzehnter.

Für das Team Alfa Romeo gab es dank Kimi Räikkönen vier weitere WM-Punkte. Der Finne, der von Position 12 gestartet war, wurde Achter. Für Räikkönens Teamkollege Antonio Giovinazzi war der Arbeitstag nach 20 der 52 Runden zu Ende. Der Italiener war nach einem Fahrfehler von der Strecke gerutscht und im Kiesbett stehen geblieben. Für die Bergung des Autos wurde das Rennen durch den Safety-Car neutralisiert.

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