Der Basler Jason Joseph war mit dem klaren Ziel von EM-Gold über 110 m Hürden nach Schweden aufgebrochen und löste in 13,45 Sekunden ein. (Archivbild: Keystone)

International

Jason Joseph holt EM-Gold

Die U23-Europameister im Siebenkampf und über 110 m Hürden kommen aus der Schweiz. Géraldine Ruckstuhl und Jason Joseph sicherten der Schweiz Gold.

Géraldine Ruckstuhl sicherte sich den EM-Titel dank 6274 Punkten und einem starken Finish am zweiten Tag. Als Vierte in den zweiten Wettkampftag gestartet, rückte die U18-Weltmeisterin von 2015 dank guten Leistungen im Weitsprung (5,87 m) und im Speerwurf (54,82) vor dem abschliessenden 800-m-Lauf bis auf 18 Punkte an die führende Deutsche Sophie Weissenberg heran. Auf der Bahn sorgte die 21-jährige Innerschweizerin dann für die Wende zu ihren Gunsten.

Als Zweite ihres Heats in 2:12,05 hinter der Belgierin Hanne Maudens lief Ruckstuhl nicht nur persönliche Bestzeit, sie distanzierte die Herausforderin Weissenberg gar um über acht Sekunden. Letztlich verwies sie die Deutsche um 99 Punkte auf Platz 2, Bronze ging an Maudens. Trotz ihres letztlich souveränen Erfolgs war die Schweizer Rekordhalterin im Siebenkampf nicht restlos zufrieden: «Der Weitsprung war okay, der Speerwurf gut. Aber ich kann noch viel weiter werfen», sagte Ruckstuhl. Nun wolle sie sich gut erholen und dann mit dem Training für die WM in Doha beginnen. Dort will sie ihren eigenen Schweizer Rekord ins Visier nehmen.

Joseph in allen Läufen souverän

Hürdensprinter Jason Joseph löste in Schweden in souveräner Manier ein Versprechen an sich selbst ein. Der 20-jährige Basler war mit dem klaren Ziel von EM-Gold über 110 m Hürden nach Schweden aufgebrochen und löste in 13,45 Sekunden ein. Joseph distanzierte mit dem Polen Michal Sierocki seinen ersten Verfolger um fast zwei Zehntel.

Zuvor war der Schweizer bereits in der Qualifikation und im Halbfinal Bestzeit gelaufen. Josephs Stern ging vor zwei Jahren an den U20-Europameisterschaften in Italien so richtig auf: Damals lief er ebenfalls zu Gold und war dabei im Final noch drei Hundertstel scheller unterwegs als heuer in Schweden. «Für mich gab es nie eine andere Option als hier zu gewinnen. Dieser Druck hat mir sogar geholfen», erklärte der frischgebackene U23-Kontinentalmeister.

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