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Der Telebasel News Beitrag vom 12. Juli 2019.

Baselland

Der Wolf als Durchzügler, der Schakal als möglicher Dauergast

Der Wolf nähert sich der Region Basel. Dass er sich hier niederlässt, ist aber unwahrscheinlich. Noch eher könnte sich der Goldschakal hier heimisch fühlen.

Tote Wölfe auf Autobahnen in Baden-Württemberg sorgten kürzlich für Aufsehen. Auch im Aargau geht jetzt der Wolf um, im Elsass schon seit geraumer Zeit. Und kürzlich lieferten Hinweise auf Wolfspräsenz im Schwarzwald für Schlagzeilen. Isegrim nähert sich also der Region Basel.

Baselbiet ist kein wölfisches Paradies

Daher müsste es eigentlich naheliegend sein, dass der Wolf auch durch die Baselbieter Wälder streift. Holger Stockhaus, Jagd- und Fischereiverwalter beim Amt für Wald beider Basel, ist aber skeptisch. «Die Wahrscheinlichkeit schätzen wir als gering, da die Lebensbedingungen hier nicht ideal sind».

Der Wolf bevorzuge Gebiete mit möglichst wenig Störungseinflüssen durch den Menschen. Zudem fehle ihm im Baselbiet noch das Rotwild, seine Hauptnahrungsquelle. Er müsste also mit Rehen oder auch mal Frischlingen und Füchsen vorlieb nehmen.

Jungwölfe auf der Suche

Dass Wölfe wie etwa beim Bündner Calanda-Massiv ein ganzes Rudel in der Region bilden, ist somit wenig plausibel. Wohl aber könnte es einzelne Tiere mal ins Baselbiet verschlagen. «Vielleicht ist sogar schon mal einer durchgezogen – der Wolf lebt schliesslich heimlich und wird selten bemerkt», sagt Holger Stockhaus.

«Junge Wölfe, die sich auf Wanderschaft begeben, um ein eigenes Revier zu gründen, können schliesslich mehrere hundert Kilometer zurücklegen». Barrieren dafür sind Strassen und Autobahnen. Für den guten Schwimmer dürfte der Rhein aber kein Hindernis sein. «Der Wolf ist aber ein Opportunist – er würde wahrscheinlich eine Brücke nehmen», sagt Holger Stockhaus.

Der Goldschakal im Anmarsch

Die Durchzügler dürften also nicht so einfach hier Fuss fassen. Allerdings ist damit zu rechnen, dass sich vielleicht einmal ein anderes Raubtier hier heimisch fühlen könnte, der Goldschakal. Dieser ist eine Nummer kleiner. «Dass der Goldschakal kommt, ist wahrscheinlicher, als dass der Wolf kommt», sagt Holger Stockhaus. Schliesslich gab es schon mehrere Schakal-Sichtungen in der Ostschweiz. Der Zuzüger vom Südosten Europas könnte dann zur Konkurrenz für den Fuchs werden.

1 Kommentar

  1. Wäre wunderschön wenn ich wirklich einen Goldschakal in unserer Gegend wahrnehmen könnte. Das wäre noch ein Stück Natur, die immer mehr durch X-Elektro Vehicicles, vernichtet wird. Leider, muss ich resignieren, Kein Mensch interessiert es, wie es weitergehen soll, fast keiner. Die Menschheit ist eine Vernichtungsmaschinerie, Geld ist das Wichtigste.Report

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