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Der Telebasel Sport-Beitrag vom 9. Juli 2019.

International

Federers harter Weg zum Wimbledon-Triumph

Roger Federer hat es geschafft: Einmal mehr steht der Maestro in den Viertelfinals eines Grand Slam-Turniers. Jetzt warten die grossen Gegner.

Zverev, Tsitispias und Thiem. Alle gehören Sie zur «Next Generation», die Rafael Nadal, Roger Federer und Novak Djoković vom Tennis-Thron stossen sollen – und alle sind sie in Wimbledon schon in den ersten Runden ausgeschieden.

Nicht so Roger Federer. Der Schweizer fertigte nacheinander die Weltnummern 86, 169, 28 und 20 ab. Die ganz grossen Namen waren noch nicht dabei – sie kommen jetzt.

Kei Nishikori in den Viertelfinals

Seit Jahren hält sich der Japaner Kei Nishikori in den Top 10. Nach ganz oben hat es nie gereicht. Das zeigt auch die Bilanz gegen Roger Federer. Der Schweizer gewann sieben von zehn Partien gegen Nishikori. Doch das letzte Duell ging an den acht Jahre jüngeren Japaner. Federer ist also gewarnt.

Rafael Nadal in den Halbfinals

Eine Warnung braucht der Schweizer gegen Rafael Nadal definitv nicht. Vor allem nicht gegen einen «Rafa», der ganz stark aufspielt. Erst ein Spiel an einem Grand Slam-Turnier hat Nadal in diesem Jahr verloren. Den Final an den Australian Open gegen Novak Djoković.

Auch Roger Federer konnte den Spanier nicht stoppen. In den Halbfinals von Roland Garros gewann Rafael Nadal klar und deutlich. Auf dessen Lieblingsunterlage Sand hat dies niemanden verwundert, aber in Wimbledon herrschen andere Vorzeichen. Der heilige Rasen von London ist Roger Federers Domäne. Das letzte Duell der Beiden auf dem Grün liegt allerdings schon elf Jahre zurück. Es war der legendäre Final von 2008, eines der besten Tennisspiele aller Zeiten.

Dass die beiden ewigen Rivalen auch 2019 noch auf höchstem Niveau gegeneinander spielen werden. ist klar. Dass Roger Federer für den Finaleinzug einen Exploit braucht, auch.

Novak Djoković im Final

Und die Hürde im Endspiel wäre nicht kleiner. Auch Novak Djoković spielt auf Weltklasse-Niveau. Vor seinem überraschenden Halbfinal-Out in Roland Garros gewann der Serbe drei Grand Slam-Turniere in Folge.

Das Ausscheiden in Paris zeigt, dass auch bei der Weltnummer 1 nicht immer alles perfekt läuft. Kleinere Blessuren haben Novak Djoković immer wieder zurückgeworfen. In Wimbledon geht es aber wieder aufwärts. Djoković gab bisher nur einen Satz ab. Und auch gegen Federer musste er zuletzt nicht gross zittern. Die letzten drei Duelle gingen alle an den Serben.

Roger Federers Triumph

Ein Sieg in Wimbledon: Es wäre ein riesiger Kraftakt für Roger Federer und ein weiteres Ausrufzeichen in einee ohnehin schon überragenden Karriere. An einem Turnier, an dem die nächste Generation weitgehend strauchelt, zählt der älteste verbleibende Spieler noch immer zum engsten Favoritenkreis.

Und auch wenn mehr denn je alles stimmen muss für den grossen Triumph, kann genau dies nicht ausgeschlossen werden. Denn niemand hat Tennis so perfektioniert, wie Roger Federer es noch immer tut.

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