(Foto: Key)

Baselland

Verunreinigtes Trinkwasser wird gechlort

Keine Entwarnung wegen des verunreinigten Trinkwassers in Liestal und in fünf weiteren Gemeinden in der Umgebung: Die Bevölkerung braucht weiter Geduld.

Gemäss einer Mitteilung der Behörden vom Samstagabend wurden innert 24 Stunden über 30 Proben durch das Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (ALV) bei Pumpwerken, Trinkwassernetzen und Laufbrunnen in den betroffenen Gebieten genommen. Diese haben weiterhin zu hohe Werte an Kolibakterien ergeben.

Deshalb nehmen die Brunnenmeister weiterhin Chlorungen vor und erhöhen auch die Chlordosis. «Die erhöhte Dosis kann geschmacklich wahrnehmbar sein», heisst es in einer Mitteilung. Dass Chlor diene der Säuberung der Leitungen und sei gesundheitlich unbedenklich.

Wasser zwingend abkochen

Bis auf weiteres müsse das Wasser zwingend über drei Minuten abgekocht werden. Die Bevölkerung scheint dieser Anweisung zu folgen: Im Spital Liestal wurde bisher keine Person aufgrund der Trinkwasser-Thematik behandelt.

Am Montagnachmittag wollen die Behörden weiter informieren. Am Freitag hatten sie mitgeteilt, dass die Verunreinigung bis am kommenden Donnerstag andauern dürfte. Die Ursache ist noch unklar.

Von der Trinkwasser-Verschmutzung betroffen sind neben Liestal auch die Baselbieter Gemeinden Arisdorf, Lausen, Seltisberg und Lupsingen sowie das solothurnische Nuglar-St. Pantaleon. Diese Kommunen haben das Trinkwasser von Liestal bezogen.

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