Die Wälder in der Region leiden stark unter der Hitze und Trockenheit. (Symbolbild: Keystone)

Region

Alte Bäume leiden am stärksten unter dem trockenen Sommer 2018

Der sehr trockene und heisse Sommer 2018 setzte den Wäldern in der Region stark zu. Insbesondere alte Bäume sind in der Folge abgestorben.

Der Sommer 2018 war sehr trocken und phasenweise heiss. Als Folge wurden bereits im Juli 2018 erste Bäume mit braunen, dürren Blättern beobachtet, deren Zahl stieg bis in den Spätsommer deutlich an, heisst es in einer Medienmitteilung des Amts für Wald beider Basel vom Freitag, 5. Juli 2019. Erst in den vergangenen Wochen sei nun klar geworden, wie gross das Schadenausmass ist, wie viele Bäume dem extremen Sommer 2018 tatsächlich zum Opfer fielen.

Auf mehr als 20 Prozent der Waldfläche gibt es Streuschäden. Das bedeutet: Einzelne Bäume eines Waldstücks sind betroffen. Ausgeprägt seien diese Schäden in den Gemeinden rund um Basel, im unteren Laufental sowie in Teilen der Frenkentäler.

Grössere Schäden – Baumgruppen oder viele Bäume in einem Waldstück – seien um Pratteln und Muttenz inklusive Hard, im Gebiet Angenstein und im Raum Bubendorf festgestellt worden. Diese Schäden hätten gemäss Mitteilung Einfluss auf die zukünftige Waldentwicklung. Es sei im Einzelfall zu prüfen, ob und welche Massnahmen notwendig sind.

Insbesondere alte Bäume betroffen

Abgestorben seien vor allem ältere Bäume fast aller Baumarten – am stärksten betroffen sei die Buche. Bei den anderen Laubbaumarten fielen die Schäden bei der Eiche, bei der Esche und beim Ahorn an, dessen Absterben meist im Zusammenhang mit Pilzbefall steht.

Bei den Nadelbäumen seien auch jüngere Bäume betroffen. Am meisten habe dabei die Tanne gelitten. Meldungen zu grösseren Schäden lägen aber auch für Fichte und Föhre vor. Das Absterben bei den Nadelhölzern gehe meist einher mit einem Befall durch Borkenkäfer.

Risiko: Waldbesuch

Wegen der Gefahr durch abbrechende Äste und umfallende Bäume wurden und werden in einigen Gemeinden Wälder oder Waldteile gesperrt. Die erhöhten Risiken bestünden derzeit in fast allen Wäldern der beiden Basel. Diese Situation werde noch länger anhalten, weil die Forstbetriebe nur über beschränkte Ressourcen verfügen und die notwendigen Sicherheitsmassnahmen nicht überall gleichzeitig vorgenommen werden können, heisst es in der Mitteilung weiter.

Das Amt für Wald beider Basel empfiehlt Waldbesuchern, gesperrte Waldgebiete zu konsequent zu meiden, auch temporäre Schliessungen zu respektieren und bei Waldbesuchen generell Vorsicht walten zu lassen.

Task-Force einsetzen

Eine rasche Entspannung der Situation sei auch wegen der aktuellen Wetterlage nicht in Sicht. Prioritär stehen gemäss Mitteilung nun Arbeiten zur Beseitigung der Gefahrenherde in der Nähe von Infrastrukturanlagen und Erholungseinrichtungen an. Sekundär aber nicht weniger wichtig sei die Frage der Waldzukunft und der Sicherstellung der Waldleistungen zu beantworten und welche Massnahmen zu ergreifen sind, um die sich bietende Chance zu nutzen, den Wald fit für die Zukunft zu machen. Das Amt für Wald werde dafür eine Task-Force einsetzen. Deren erste Aufgabe sei, das Amt bei der Erarbeitung des Wiederherstellungsprogramms zu unterstützen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*