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Basel

«Die Tiere akzeptieren jedes Kind, wie es ist»

Auf der Oberen Klus in Aesch leben rund 20 Lamas. Einmal in der Woche bekommen sie Besuch von geistig beeinträchtigen Kindern. Eine Freude für jedermann.

Daniela Tschaggelar ist Pächterin der Oberen Klus in Aesch. Neben dutzenden Rindern, leben rund 20 Lamas bei ihr auf dem Hof. Einmal in der Woche bekommen Daniela und die Tiere Besuch. Die Kinder der Heilpädagogischen Schule in Münchenstein sind im Anmarsch. Sie sind geistig beeinträchtigt.

Ein Hallo für Hofhündin Gianna

Es ist kurz nach 9:00 Uhr. Die geistig beeinträchtigten Kinder werden mit dem Schulbus auf die Obere Klus gebracht. Der erste Programmpunkt steht bereits an: Hofhündin Gianna wird begrüsst. «Viele Kinder hatten anfangs Angst vor Gianna. Das hat sich über die Monate hinweg gebessert», so Daniela Tschaggelar. Danach geht es weiter in den Kuhstall, wo die Mutterkühe und ihre Kälber begrüsst und gefüttert werden.

Ab zu den Lamas

Nach den Kühen sind die Lamas dran. Die Kinder putzen gemeinsam den Stall und die Weide der Lamas. «Das Putzen stärkt das Selbstbewusstsein der Kinder. Sie merken, was sie können. Darauf sind sie stolz», sagt Sozialpädagogin Andrietta Manetsch.

Erst nach der Arbeit folgt das Vergnügen. Die Kinder dürfen die Lamas füttern. «Die Tiere werten nicht. Sie akzeptieren jedes Kind, so wie es ist. Das ist das Schöne», so Pächterin Daniela Tschaggelar. Gefährlich sei die Arbeit laut Daniela Tschaggelar nicht. «Gut erzogene Lamas spucken Menschen nicht an. Lamas spucken sich meistens untereinander an oder wenn sie sich bedrängt fühlen.»

Der Morgen geht zu Ende

Nach dem Füttern der Tiere steht noch der Parcours und ein Spaziergang mit den Lamas an. Die Kinder führen die Tiere – behutsam, jedoch bestimmt. Kurz vor dem Mittag geht es zurück. Die Lamas sind sauber und satt. Die Kinder stolz und glücklich.

Mehr zu den Kluser Lamas sehen Sie in der Spezialsendung «Wenn Tiere Menschen helfen» am Sonntag, 7. Juli 2019, um 19:15 Uhr und dann stündlich in der Wiederholung. 

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