(Foto: Key)

Baselland

KSBL favorisiert Standorte Liestal und Bruderholz

Das KSBL favorisiert Standorte Liestal und Bruderholz. Gleichzeitig mit der Strategieempfehlung wurde auch eine positive Jahresrechnung 2018 präsentiert.

Der Verwaltungsrat des Kantonsspitals Baselland (KSBL) hat vier Szenarien für die künftige Strategie des KSBL untersucht. Der Regierung empfiehlt dem Gremium die Variante mit zwei Standorten für die stationären Leistungen.

Bei diesen Standorten handelt es sich um Liestal und das Bruderholz, wie das KSBL am Mittwoch mitteilte. Nicht mehr dabei wäre bei dieser Lösung der Standort Laufen, wo das KSBL derzeit noch seinen dritten Ableger betreibt.

Auf Rang zwei bei den möglichen Szenarien folgt für die stationäre Behandlung von Patientinnen und Patienten ein neuer zentraler Standort auf der grünen Wiese. Für eine solche Lösung hatten sich jüngst auch Teile der Baselbieter Ärzteschaft stark gemacht. Als Standort für ein neues Kantonsspitals schlugen sie Salina Rauriaca in Pratteln vor.

Regierung prüft nun Varianten

Weitere Szenarien des Verwaltungsrats sind das Festhalten an den drei bisherigen Standorten Liestal, Bruderholz und Laufen sowie eine Konzentration der stationären Leistungen am Standort Liestal. Alle vier Szenarien werden nun von der Regierung geprüft.

Eine neue Strategie braucht das KSBL, weil die Fusion mit dem Universitätsspital Basel im Februar geplatzt war. Der Zusammenschluss der beiden Spital wurde im Kanton Baselland an der Urne angenommen, im Kanton Basel-Stadt jedoch verworfen.

In der Folge beauftragte die Regierung den Verwaltungsrat des KSBL ihm eine konkrete Empfehlung für den Alleingang des Kantonsspitals zu unterbreiten Die möglichen Szenarien sollen dabei das KSBL finanziell stabilisieren, die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung im Kanton Basel -Landschaft optimieren und einen Beitrag zur Dämpfung des Kostenwachstums leisten.

Die vier Szenarien hat der Verwaltungsrat gemäss der Mitteilung zusammen mit der Geschäftsleitung und dem Kader ausgearbeitet. Die Rangliste der vier Varianten ergab sich aus einer Beurteilung der medizinisch-qualitativen und der finanziellen Aspekte sowie einer Abwägung von Chancen und Risiken.

Dank Auflösung von Rückstellungen schwarze Zahlen

Gleichzeitig mit der Strategieempfehlung an die Regierung veröffentliche das KSBL am Mittwoch auch die Jahresrechnung 2018. Diese weist dank der Auflösung von Rückstellungen einen Gewinn von 6 Millionen Franken aus. Die EBITDA-Marge als für Spitäler besonders wichtige Kennzahl beträgt 7,3 Prozent.

Ohne Sondereffekte hätte das KSBL im vergangenen Jahr dagegen einen Verlust von 12,7 Millionen Franken verbuchen müssen. Zudem hätte sich die EBITDA-Marge lediglich auf 2,5 Prozent belaufen. Die 2018 aufgelösten Rückstellungen beziffert das KSBL auf 25,4 Millionen Franken.

Das KSBL registrierte 2018 insgesamt 24’514 Austritte. Den Rückgang der Fallzahlen im stationären Bereich um 3,7 Prozent führt das KSBL namentlich auch auf die öffentliche Diskussion um die inzwischen gescheiterte Fusion mit dem Unispital Basel und dem damit verbundenen Abgang von Leistungsträgern zurück. Diese habe sowohl bei den Zuweisern wie auch bei den Patienten zu einer Verunsicherung geführt.

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