Featured Video Play Icon
Der Telebasel News Beitrag vom 3. Juli 2019.

Baselland

Klassenlager-Eklat: Jetzt redet ein Oberwiler Schüler

Alkohol, Softguns und Polizeiverhör – das Klassenlager einer Sek-Klasse aus Oberwil eskalierte, die Schüler mussten nach Hause. Jetzt redet ein Schüler.

Das Schulabschlusslager einer Sek-Klasse des Schulhauses Oberwil/Hüslimatt endete mit einem Eklat. Wie die «Basler Zeitung» berichtet, mussten alle Schüler vorzeitig aus dem Tessin nach Hause reisen. Grund: Während einer Shoppingtour in Luino (Italien) kauften einige Schüler Waffenattrappen ein. Daraufhin hätten die Lehrer die Polizei aufgeboten – laut dem Bericht gab es polizeiliche Verhöre und Hausdurchsuchungen. Dabei seien auch beträchtliche Mengen Alkohol sichergestellt worden.

«Der Entscheid, das Klassenlager abzubrechen, wurde letztendlich aufgrund des Auffindens grösserer Mengen Alkohol getroffen», bestätigt Schulleiterin Doris Klungl die Exzesse gegenüber der «BaZ».

Eklat ist «ein grosses Gesprächsthema»

Am Mittwoch redet ein Schüler, der im Klassenlager dabei war, gegenüber Telebasel und schildert den Eklat. Die gekauften Waffenattrappen, bei denen es sich um sogenannte Softair-Waffen handle, seien in Italien erlaubt, in der Schweiz aber verboten. «Es gab einen Riesen-Aufruhr als die Waffen gefunden wurden», so der Schüler, der anonym bleiben möchte. Die Lehrpersonen hätten daraufhin die Zimmer durchsucht, weil sie hätten sicher gehen wollen, dass keiner der Schüler eine echte Waffe gekauft hatte.

So kam dann Eines zum Anderen. Es seien Alkoholflaschen gefunden worden und die Lehrer hätten dann intervenieren müssen, erzählt der Schüler. «Dementsprechend wurden dann alle nach Hause geschickt.»

Das Vorgefallene sei sowohl in der Schule als auch in den Familien «ein grosses Gesprächsthema». Innerhalb der Klasse sei es aber ruhig und «keiner hat wirklich Stress», erklärt der Junge.

Eltern nicht informiert

Die Schulleitung informierte offenbar die Eltern der Schüler nicht über das Polizeiverhör und die verfrühte Rückkehr (das Lager fand vom 17. Juni bis 21. Juni in Locarno statt). Das empörte die Eltern.

Im Klassenchat wurde nach dem Entscheid, das Lager abzubrechen, heftig diskutiert – und offensichtlich auch gemobbt. Einige Schüler schrieben sexistische Dinge wie «Wiiber, haltet d Schnuure, ihr händ keini Rächt». Andere Einträge sind nicht druckreif. Dazu kursierten zahlreiche pornografische Bilder.

Die Schulleitung stellt es laut Bericht den Eltern der Jugendlichen, die im Chat bedroht wurden, frei, gegen «die Urheber Anzeige zu erstatten».

5 Kommentare

  1. Gut, dass Sie diese Präzisierungen ins Spiel bringen! Dafür gehört Ihnen Dank. Ich selber war auch Sekundarlehrer und leitete insgesamt über 50 Klassen- und Skilager. Mir widerfuhr nie ansatzweise solches, die Schülerschaft wusste, mit wem sie unterwegs war, ich wüsste, wer ich ins Lager mitnahm, der gegenseitige Respekt entsprechend hoch. Ich denke, nur eine transparente und schonungslose Offenlegung all der Fakten liesse es zu, künftig solche Ereignisse präventiv zu vermeiden. Das hiesse dann, dass Sie mit der vollen Wahrheit herausrücken und die Täter (auch deren Umfeld, wo der Mist wachsen konnte) und die Unterlassungen der Lehrpersonen schonungslos aufdecken. Viel Mut, Frau X!Report

  2. Wie Ihr Medien immer übertreiben müssen! Wir hatten als Jungendliche in der Schule auch Alkohol im Lager getrunken und Canabis geraucht! Und wir sind alle noch da, haben Familie und stehen mit beiden Beine im Leben. Was soll dieses übertreiben immer???
    Lasst die Jugendlichen Jugendlich sein! Alles wird heute so dramatisiert und dargestellt, dass es so ein Eklat und Skandal ist… Hört auf, die Menschen in eine richtung zu lenken und lasst die Menschen so wie sie sind! Jeder darf seine eigene Meinung habe und jeder darf sie auch aussprechen! Ist ja langsahm echt schlimm was hier abgeht mit den Medien die in den Köpfen der Menschen wüten!Report

  3. Ganz schlimm, was in dieser Schule abgeht. Ich frage mich immer mehr, wie unsere Jugend noch raus kommt! Ja und bevor die Eltern der Schüler bei den Lehrer stänkern wollen, überdenkt doch einfach einmal eure Erziehung, den Umgang mit euren Kindern und die Zeit, die ihr mit ihnen verbracht habt. Die Hauptursache liegt nach wie vor bei den Eltern, doch dies vergessen leider viele. Die Lehrer und Kollegen sollen erziehen…..selber hat man ja keine Zeit mehr, geschweige dann noch Energie und Kraft, den Kindern eine Erziehung zu bieten mit Liebe, echter Aufmerksamkeit und Halt, Konsequenzen und Regeln. Nehmt euch mal selber an der Nase, bevor ihr andere beschuldigt. Schlimm…..ich bin selber Mutter und sehe leider immer mehr, wie die Eltern ihre Kinder tun und machen lassen, ohne Konsequenzen. Bin sicher, für die betroffenen Jugendlichen wird es aus Sicht der Eltern abgestempelt und mehr nicht. ChantalReport

  4. Total übertrieben!
    Als wir damals zur Schule gingen, hatten wir auch solche ,,lusbubben seich,, gemacht! Auch wir hatten in den Schullager Alkohol getrunken und Canabis geraucht und fandes es lustig…
    Und wir sind alle normale Menschen mit Familie und einem Festen Job! Unser Hirn wurde auch nicht zerstört und Schäden haben wir auch keine! Völlig übertrieben!

    Heut zu Tage wird überall übertieben! Sorry aber was soll das? Was für ein Medienaufstand wegen nix! Ist euch langweilig? Das schlimmste, Ihr Dramatisiert alles so extrem! Lasst die Jugendlichen Jugendlichen sein! Und hört endlich auf solch unsinn in der Welt zu verbreiten! Also echt jetzt!Report

  5. Bin Mutter eines der Kinder welches an diesem Lager teilgenommen hat.
    Was in Ihrem Bericht nicht erwähnt wird ist, dass zwei Sekundarklassen gemeinsam im Lager waren. Die Waffenkäufe sowie die sexistischen und rassistischen Äusserungen wurden von der E-Klasse gemacht. Die P-Klasse hat nichts damit zu tun! Bei der Durchsuchung wurden 2 Alkoholflaschen gefunden welche original verschlossen waren. Die P-Schüler haben weder Alkohol getrunken noch Waffen gekauft und ebenso keine sexistische/rassistische Äusserungen gemacht!
    Ich wurde durch mein Kind (P-Schüler) über das Polizeiverhör sowie den Lagerabbruch transparent informiert! Die Klassenlehrperson der P-Schüler hat sich vorbildlich und informativ verhalten.
    Die Sekundarschule Oberwil hat massive Probleme mit Mobbing und Verbreitung von pornographischem Material. Frau Klungel verwies schon in der Vergangenheit darauf hin, dass sie es den Opfern frei stellt eine Strafanzeige zu stellen. Die Schulleitung hat auch in der Vergangenheit nichts Konkretes gegen Täter unternommen.
    Es ist eine Schande wie die Opfer nicht ernst genommen werden von der Schulleitung und Konsequenzen tragen müssen anstelle von den Tätern. Ganz im Sinne von; wo kein Opfer da kein Täter.
    Hätte ich nicht Kinder in der Sekundarstufe Oberwil würde ich auspacken, aus Angst, dass die Kinder die Konsequenzen tragen müssen schweige ich diesbezüglich und äussere mich nur anonym.Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*