Featured Video Play Icon
Der Telebasel News-Beitrag vom 1. Juli 2019.

Basel

Diese Schüler haben keine Lust auf Sommerferien

Zum ersten Mal findet die «Basel Summer Science Academy» der Uni statt. 18 Gymnasiasten dürfen im Biozentrum für zwei Wochen Forschungsluft schnuppern.

Anfang Juli geht es für die Schülerinnen und Schüler der Region Basel in die Sommerferien. Doch statt zu baden, dürfen 18 ausgewählte Gymnasiastinnen und Gymnasiasten in den ersten zwei Ferienwochen erkunden, wer und was sich noch alles im Rhein so tummelt.

Die «unsichtbaren» Welten im Rhein

Dieses Jahr findet im Biozentrum vom 1. bis 12. Juli zum ersten Mal die «Basel Summer Science Academy» statt. Dort entdecken die Schüler sonst «unsichtbare» Welten im Rhein. «Es ist uns ein grosses Anliegen, dass talentierte Jugendliche früh mit der Wissenschaft in Kontakt kommen», wird Prof. Dr. Alex Schier, Direktor des Biozentrums, in der Medienmitteilung zitiert. «Wir möchten unserem Nachwuchs aufzeigen, wie heute an einer Spitzen-Universität geforscht wird». Die Teilnehmenden sollen in diesen zwei Wochen die Vielseitigkeit des Life Science-Standorts Basel erleben können.

Auf der Suche nach neuen Arten von bakteriellen Viren werden die Gymnasiasten Wasserproben aus dem Rhein entnehmen und diese mikrobiologisch untersuchen. Und es geht weit über den Rhein hinaus: Eine Kläranlage, der Botanische Garten sowie Komposte sind spannende Orte, um neue Viren zu entdecken. Ausserdem lernen die Schüler das mikrobiologische Handwerkzeug, wie steriles Arbeiten, die Kultivierung von Bakterien und Viren sowie die Herstellung von Medien.

Die im Labor gewachsenen Bakteriophagen werden anschliessend genauer unter die Lupe genommen. Die Gymnasiasten analysieren ihre kultivierten Bakteriophagen auch mit Hilfe von Elektronenmikroskopen, sie entschlüsseln das Erbgut und begeben sich im Labor auf die Spuren der Evolution.

Austausch mit Forschenden

Rund um die Laborarbeit gibt es spannende Vorträge, zum Beispiel welche Verteidigungsstrategien Bakterien entwickelt haben – und Möglichkeiten, sich mit den Forschenden vor Ort auszutauschen. Zu den Highlights gehört laut Medienmitteilung ein persönliches Mini-Mikroskop mit Handy-Aufsatz, mit dem die Teilnehmenden überall Bilder von der für unser Auge unsichtbaren Welt aufnehmen können und die Entdecker einer neuen Spezies werden im Virus-Namen verewigt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*