(Bild: Keystone)
Schweiz

Alex Wilson gleich mit zwei Schweizer Rekorden

Alex Wilson hat es geschafft: Der Basler Sprinter senkt beim Meeting in La Chaux-de-Fonds seine Schweizer Rekorde über 100 und 200 m.

Der erste Coup gelang Wilson über 100 m. Bei Windstille war der 28-Jährige in 10,08 Sekunden um 3 Hundertstel schneller als vor zwei Jahren im deutschen Weinheim. Damals hatte Wilson über 200 m einen weiteren Rekord geliefert. Gleiches tat er nun in La Chaux-de-Fonds.

In 19,98 blieb er erstmals in seiner Karriere unter 20 Sekunden. Über diese Distanz hatte Wilson vergangenen August mit persönlicher Bestzeit von 20,04 Bronze gewonnen. Nun lief er noch etwas schneller und erfüllte mit der 19 vor dem Koma eines seiner Saisonziele. Diesmal nahm er das Glück mit dem Wind in Anspruch. Der Schub von 1,5 m/s war regulär. Die anderen Serien hatten zuviel Rückwind, die Frauen dann im ersten Heat Gegenwind.

Wilson wieder topfit

Wilson hatte zu Beginn der Saison wegen einer leichten Erkrankung mehrere Rennen ausgelassen. Dieser Entscheid erwies sich nun als richtig. Der Basler muss nichts erzwingen, die Saison mit dem Weltmeisterschaften im Herbst in Doha ist noch lang. «Ich stufte mein Potenzial vor den Rennen mit 10,1 und 20,1 ein», gestand Wilson. Nun übertraf er sogar seine eigenen Prognose. «Ich habe meine Startphase verbessert und nochmals ein paar Kilos abgenommen», sagte der Basler.

Der Schweizer Rekordhalter bewies Nervenstärke. Der 200-m-Lauf begann mit einer Verspätung von 45 Minuten, zudem musste das Rennen zweimal gestartet werden, weil Wilson beim ersten Versuch eine Gelbe Karte erhalten hatte. Der gebürtige Jamaikaner trainiert primär in London und lancierte nun einen Wettkampfblock in der Schweiz, der noch die Starts kommenden Freitag an der Athletissima in Lausanne und in zehn Tagen bei Spitzenleichtathletik Luzern beinhaltet.

Kora überzeugt

Auch Salomé Kora überzeugte. Die Ostschweizerin knackte auf 1000 Meter über Meer und dank dem gerade noch zulässigen Rückenwind von 1,9 m/s über 100 m in 11,13 die Olympia- und WM-Limite. Mujinga Kambundji, die schnellste Schweizer Sprinterin, lief am späten Sonntagabend beim Diamond-League-Meeting in Eugene.

Auch Kariem Hussein hatte in La Chaux-de-Fonds Grund zur Freude. Nach längerer Verletzungspause lief er in 49,74 erstmals wieder unter 50 Sekunden. Der Europameisterin Lea Sprunger gelang eine Steigerung, allerdings noch nicht auf dem erhofften Niveau. Die Westschweizerin wurde in 55,74 Sekunden gestoppt. Dieser Wert liegt knapp 1,5 Sekunden über ihrer Bestzeit.

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