US-Präsident Donald Trump (links) und Chinas Staatschef Xi Jinping (rechts) haben sich am G20-Gipfel in Japan getroffen. (Bild: Keystone)

International

USA wollen keine neuen Strafzölle auf Importe aus China erheben

Die USA haben nach chinesischen Angaben zugesagt, keine neuen Strafzölle auf China-Importe zu erheben. Donald Trump und Xi Jinping trafen sich am G20-Gipfel.

Die USA haben nach chinesischen Angaben zugesagt, keine neuen Strafzölle auf Importe aus China zu erheben. Das berichtete die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag.

Zuvor hatten sich US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping auf eine Wiederaufnahme der Verhandlungen zur Beilegung des Handelskrieges geeinigt. Ihr Treffen fand am Rande des Gipfels der grossen Industrienationen (G20) in Osaka in Japan statt.

Trump drohte mit Ausweitung

Der US-Präsident hatte vor dem Treffen angedroht, die schon für die Hälfte der Importe aus China geltenden Sonderabgaben auch auf den Rest der China-Einfuhren im Wert von rund 300 Milliarden US-Dollar auszuweiten, falls er kein Entgegenkommen sieht. Die Streitigkeiten der beiden grössten Volkswirtschaften der Welt belasten die ohnehin schwache Weltwirtschaft.

Nach eigenen Angaben wollte der US-Präsident bei dem Treffen auch das Schicksal des chinesischen Telekomriesen Huawei ansprechen, den er als Gefahr für die nationale Sicherheit auf eine schwarze Liste gesetzt hat.

Kooperation statt Konfrontation

«China und die USA profitieren beide von Kooperation und verlieren bei einer Konfrontation», sagte Xi Jinping. «Kooperation und Dialog sind besser als Spannungen und Konfrontation», führte er weiter aus.

Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua schrieb, das Treffen sei eine «einzigartige Möglichkeit, ein gemeinsames Vorgehen bei der Verringerung der Handelsspannungen zu finden und die belasteten Beziehungen zurück auf einen guten Weg zu bringen».

Nach Angaben von Trump hatten beide Präsidenten bei einem informellen Gespräch am Freitagabend bereits erste Fortschritte gemacht. Der US-Präsident unterstrich seine persönliche Einschätzung, dass er eine «grossartige Beziehungen» zu Xi Jinping pflege.

Trump argumentiert, sein Land sei im bilateralen Handel mit der Volksrepublik im Nachtteil. Er will bessere Bedingungen aushandeln. Um Druck zu machen, hat er bereits Strafzölle verhängt, auf die China mit ähnlichen Massnahmen reagierte.

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