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Der Telebasel News-Beitrag vom 29. Juni 2019.

Basel

Mehr Passagiere am EuroAirport trotz Klima-Debatte

Der Bündelitag lockt 32'000 Flugreisende an den EuroAirport. Die Diskussion um den Klimawandel hat derzeit keine Auswirkungen auf die Passagierzahlen.

Zur Hochsaison kann sich der Flughafen nicht über mangelnde Nachfrage beklagen. «Wir erwarten Spitzentage im Passagierverkehr – am Samstag 32’000», sagt EuroAirport-Sprecherin Vivienne Gaskell gegenüber Telebasel.

Für den Sonntag wird gar mit 33’000 Flugreisenden gerechnet. Am Dienstag werden die Zahlen leicht abnehmen. Zum Vergleich: Im Januar sind es jeweils zwischen zehn- und zwanzigtausend Flugreisende. Trotz der Hitze in Basel zieht es die meisten in den Süden. Wie Vivienne Gaskell bestätigt, ist Spanien momentan der Spitzenreiter unter den Reisedestinationen, insbesondere die Inseln. Beliebt seien auch England, Frankreich, Deutschland, die Türkei und Portugal.

Mehr Flugreisende trotz Klima-Demos

Ganz allgemein ist die Nachfrage nach Flügen ungebremst. «Wir haben rund zehn Prozent mehr Passagiere als im letzten Jahr», sagt Gaskell. Ausgerechnet in Zeiten, in denen der Klimawandel das dominierende politische Thema ist, kann von sogenannter «Flugscham» keine Rede sein. Zumindest nicht bei den Passagierzahlen des EuroAirports. «Wir können keinen Rückgang verzeichnen. Das lässt sich nicht aus den Zahlen lesen», sagt Vivienne Gaskell.

Bahn (noch?) keine Konkurrenz

Somit gebe es wohl auch keine signifikanten Änderungen, wenn Leute aus Sorge ums Klima lieber den Zug statt das Flugzeug nehmen. Zumindest habe sich dies nicht in den Passagierzahlen des Flughafens niedergeschlagen.

Gleichzeitig sprechen die SBB ebenfalls erhöhter Nachfrage im internationalen Personenverkehr. Sie hoffen, dass Touristen in Zukunft dann doch lieber die Schiene als den Flug wählen. «Langfristig gehen die SBB davon aus, dass sich der Trend eines stärkeren Umweltbewusstseins fortsetzt. Wir rechnen daher damit, dass international Reisende, die sich heute noch für das Flugzeug entscheiden, zukünftig deutlich öfter mit dem Zug reisen», sagt SBB-Sprecher Olivier Dischoe.

Gerade bei Städtereisen nach Paris, Wien, Amsterdam, Berlin und Mailand sei die Bahn durchaus konkurrenzfähig. Dabei versprichen die SBB, das Angebot im internationalen Personenverkehr noch auszubauen.

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