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Valentin Stocker spricht über seine neue Rolle als Captain. (Video: Telebasel)

International

Vom «Dreckfresser» zum rotblauen Captain

Es ist eine nachvollziehbare Entscheidung und doch eine Überraschung. Valentin Stocker ist der neue Captain des FCB. Das sagt er dazu.

Ivan Ergic, Marco Streller oder Franco Costanzo. Sie alle waren Captain des FC Basel und kickten gemeinsam mit Valentin Stocker. Sie alle sind nun Ikonen des Vereins. Nun wurde 30-jährige Krienser von Trainer Marcel Koller zum nächsten Captain ernannt.

Dicke Luft mit Fabian Frei?

«Es ist eine grosse Ehre, nach all diesen Spielern, Captain meines Herzensvereins sein zu dürfen», so Stocker. Gezögert habe er keine Sekunde. Bereits vor Ablauf der vergangenen Saison soll Koller den Publikumsliebling umgarnt haben. «Es hat sich herauskristalIisiert», meint dieser. Die Gespräche mit Koller seien immer offen und ehrlich verlaufen. Stocker: «In den Ferien habe ich gespürt, dass ich es werde».

Verlierer der rotblauen Captain-Wahl ist klar und deutlich Fabian Frei. Der Mittelfeldspieler war bis letzte Saison der Stellvertreter des abgewanderten Marek Suchy. Jetzt ist Frei nicht einmal mehr einer der zwei Vize-Kapitäne von Stocker. Den Job haben Taulant Xhaka und Jonas Omlin geerbt. Dicke Luft in der Kabine wäre da eigentlich vorprogrammiert: «Ich habe nicht das Gefühl, dass etwas im Raum steht. Letztlich ist es egal, wer die Binde trägt. Jeder muss auf dem Platz Verantwortung übernehmen», entschärft Stocker.

Wie einst Scott Chipperfield

Verdient habe er die Binde aber allemal: «Ich denke, mein Leistungsausweis für den FCB spricht für sich. Manchmal passt alles, auch mit dem Trainer. Ich musste in der vergangenen Zeit viel Dreck fressen. Das ist nun meine Bestätigung», meint Stocker. Nun ist er das Bindeglied zwischen dem Trainer und den Spielern. Der Mann, der die Jungen unter seine Fittiche nimmt.

Auf den neuen Captain warten noch grosse Aufgaben. Ist der Flügelspieler denn gesund und fit? Stocker: «Ich muss nicht Stammspieler sein. Ich bin da total uneitel. Ich gönne es dem Spieler. Ich hatte umgekehrt die gleiche Situation damals mit Scott Chipperfield. Er legte mir auch nie Steine in den Weg».

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