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Der Telebasel News-Beitrag vom 26. Juni 2019.

Basel

«Wir werden um Seen und Berge geprellt»

Während der Sommerferien fallen die IC-Züge Basel-Luzern ersatzlos weg. Grund sind Bauarbeiten. Die Grünen laufen Sturm und reichen eine Resolution ein.

Für Zug-Reisende bedeutet das längere Reisezeiten: Vom 6. Juli bis 17. August sollen nur noch die Interregio-Züge und die S-Bahnen verkehren, die von Basel und Liestal her keine Anschlüsse auf die Dampfschiffe und die Bahn nach Engelberg haben.

Mit diesen Zügen verlängert sich die Reisezeit um über 45 Minuten. «Und das ausgerechnet während der sommerlichen Ausflugszeit», kritisiert Stephan Appenzeller, Präsident der Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr Nordwestschweiz (IGöV) gegenüber «Blick».

«Diese Verschlechterung ist für die Nordwestschweiz nicht akzeptabel», so Appenzeller weiter. Dieser Meinung ist auch der Grüne Grossrat Jürg Stöcklin. Er wird darum im Grossen Rat eine Resolution einreichen. Darin fordert er, dass die Basler Regierung die SBB auffordert, alles in ihrer Macht stehende zu unternehmen, um attraktive Bahnverbindungen zu gewährleisten. Denn laut Stöcklin sei es nicht in Ordnung, dass «die SBB unsere Region um Seen und um Berge prellen». Aber auch für Tessin-Reisende gäbe es eine Verschlechterung. Pro Tag fielen acht IC-Züge in Richtung Sonnenstube aus.

Wenig Hoffnung

In der Vergangenheit liessen die SBB IC-Züge Basel-Luzern auch während eines baustellenbedingten Einspurbetriebs einspurig verkehren. Dies sei aber dieses Jahr nicht möglich, so die SBB-Pressestelle gegenüber «Blick»: «Bei den vergangenen Bauarbeiten auf derselben Strecke hat sich leider gezeigt, dass der Fahrplan nicht mehr stabil war, obwohl während der Sommerferien weniger Reisende unterwegs waren».

Somit müssen SBB-Reisende aus Basel wohl oder übel mit längeren Reisezeiten rechnen – egal, ob die Resolution eingereicht wird oder nicht.

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