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Der Telebasel Report vom 26. Juni 2019.

Basel

Report: Digitale Bewässerungssysteme für Basel

Neue digitale Bewässerungssysteme der Stadtgärtnerei sollen den Wetterbericht lesen können. Mit der neuen Technik will das Amt Wasser sparen.

Man stelle sich vor: ein herrlicher, heisser Sommertag. Die Wasserreserven des saftig grünen Rasens im Schützenmattpark sind längst aufgebraucht. Jetzt, da es eindunkelt, täte dem Grün ein ordentlicher Sprutz Wasser gut. Doch halt: Die Sprenger verweigern die Arbeit. Wasser geben möchte die Bewässerungsanlage heute keines. Aber warum?

Noch gibt es keine digitalen Systeme: Zum Beispiel hier bei der Dreirosenbrücke. (Bild: Telebasel)

Algorithmus entscheidet über Bewässerung

Entschieden hat das ein intelligenter Mechanismus der Anlage. Künftig sollen diese Mechanismen nämlich digital sein und über das Internet laufend die aktuellen Wetterprognosen abrufen können. Da für den morgigen Tag Regen angesagt ist, verzichtet der Algorithmus folgerichtig auf das Wässern des Rasens am Vorabend: «Wir erhoffen uns dadurch einen deutlich niedrigeren Wasserverbrauch», sagt etwa Simon Leuenberger von der Stadtgärtnerei Basel.

Aktuell werden die Bewässerungssysteme der Stadt mitunter auch noch von Hand aufgestellt. (Bild: Telebasel)

Intelligente Bewässerungssysteme in Planung

Noch sei es aber nicht soweit, sagt Leuenberger. Man befinde sich aktuell in der Planungsphase. Ziel sei es aber, Basels Grünanlagen spätestens in zwei Jahren mit solchen digitalen, intelligenten Systemen ausgerüstet zu haben. Ausser reduziertem Wasserverbrauch erhofft man sich auch Vorteile für die Natur: «Dadurch, dass das System den Wetterbericht kennt, wird es hoffentlich auch Hitzephasen voraussehen können und die Bewässerung schon Tage im Voraus anpassen. So sollten die Grünanlagen gestärkt in die Trockenperiode starten können», sagt Simon Leuenberger.

Dank intelligenten Bewässerungssystemen soll künftig der Wasserverbrauch gesenkt werden können. (Bild: Telebasel)

Reaktion auf Klimaprognosen

Die Stadtgärtnerei reagiert damit direkt auf die aktuellsten Klimaprognosen für die Region. Diese sagen voraus, dass es künftig im Sommer immer heisser und gleichzeitig trockener werden wird. Dies stellt die Behörden künftig in verschiedenster Art und Weise vor neue Herausforderungen.

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