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International

«Ich muss das Handy täglich mehrmals laden»

Der neue FCB-Sportdirektor Ruedi Zbinden stellt sich im Trainingslager in Tegernsee erstmals den Medien.

Seit knapp einer Woche ist klar: Ruedi Zbinden ist der Nachfolger von Marco Streller als FCB-Sportchef. Nun hat sich der Chefscout und neue Sportdirektor am Tegernsee erstmals den Medien gestellt.

Gespräche mit dem Präsidenten

Doch wie kam man überhaupt auf Zbinden? Präsident Bernhard Burgener sei derjenige gewesen, der den langjährigen Chefscout überzeugen konnte. Am Donnerstag habe er sich entschieden. Am Freitag wurde kommuniziert. Sogar Marco Streller habe ihm zum Posten gratuliert via SMS: «Das hat mich sehr gefreut», so sein Nachfolger. «Es waren sehr gute Gespräche. Ich kenne ja den Job bereits aus den Zeiten von Christian Gross und Gigi Oeri», so der Neo-Sportchef.

Das Fussball-Business habe sich aber in der Zwischenzeit gewandelt. «Früher war alles viel ruhiger. Heute ist es viel erhitzter», so Zbinden. Inzwischen ist er im Alltag angekommen. Und das Handy klingelt oft. Sehr oft. «Ich muss es einige Male am Tag laden», so Zbinden.

Hohe Erwartungshaltung

Ob sich Zbinden das gut überlegt hat? «Natürlich ist es eine Veränderung. Ich war sehr gerne ein Scout. Klar habe ich mich gefragt, ob ich das hinkriege oder nicht. Die Erwartungshaltung ist enorm», so Zbinden weiter. Der Druck auch. Diesen muss der neue Sportchef schultern – aber nicht alleine.

Sein neues Team ist «kompakt». Und besteht nicht mehr gänzlich aus den gleichen Personen, die zum Staff von Marco Streller gehörten. Remo Gaugler ist seinen Job als FCB-Kaderplaner los. Er darf künftig das Jugend-Scouting von Rotblau managen. Einzig der 25-jährige Philipp Kaufmann bleibt bestehen. «Er wird die Funktion des Sportkoordinators übernehmen», so Zbinden. Dazu kommt Ex-Goalie Marcel Herzog, der seine Funktion als Talentmanager behält und als Brücke zum Juniorenbereich fungieren soll.

Reduktion des Kaders

Nun gilt es nach vorne zu schauen. «Über die Sachen, die passiert sind und nicht optimal gelaufen sind, möchte ich mich nicht äussern», so Zbinden. Nun steht das Kader im Fokus. Das soll noch gestrafft werden bis zum Saisonbeginn. «Wir wollen kein grosses Kader. 22 Spieler plus drei Torhüter», so Zbinden.

Damit würde man auch automatisch die Unruhen der vergangenen Saison verhindern. Als zahlreiche Spieler nie oder kaum zum Einsatz kamen. Und Marcel Koller zum Rotieren praktisch gezwungen wurde. Um die Spieler bei Laune zu halten. «Der Trainer macht die Aufstellung. Der Sportchef sagt ihm nicht, was er machen muss. Er entscheidet am Ende. Das müssen auch die Spieler wissen», so Zbinden.

Bleiben Serey Die und Zambrano?

Fraglich ist auch der Verbleib von Geoffrey Serey Die und Carlos Zambrano. Beide stehen mit ihren Nationalmannschaften zurzeit noch im Einsatz. Während beim Ivorer die Zeichen klar auf Abschied hindeuten. So ist die Situation rund um Carlos Zambrano noch völlig ungewiss. Der Peruaner möchte gerne beim FCB bleiben. Doch muss Rotblau abwägen, ob sie für den äusserst verletzungsanfälligen Verteidiger die Millionenablöse von Kiew berappen wollen oder nicht.

Ob es neben diesen beiden Spielern noch personelle Veränderungen geben wird, lässt sich Ruedi Zbinden offen: «Es gibt sicherlich noch das eine oder andere das man anschauen muss. Es ist gut möglich, dass wir noch was machen».

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