Der Grosse Rat würdigte die künstlerische Leistung des Theater Basel und bewilligte Gelder zur Deckung von Energiekosten. (Bild: Keystone)

Basel

Grosser Rat genehmigt Subventionserhöhung für Theater Basel

Das Theater Basel erhält für 2019 bis 2023 eine Subventionserhöhung um 300'000 Franken. Das Geld ist nötig, um gestiegene Energiekosten zu decken.

Der Basler Grosse Rat genehmigte am Mittwoch den neuen Subventionsvertrag mit klarem Mehr.

Alles in allem wird Basel-Stadt das grösste Dreispartenhaus des Landes in den Jahren 2019 bis 2023 mit rund 41 Millionen Franken jährlich unterstützen. 6,6 Millionen Franken davon sind für den Einkauf von Orchesterleistungen für Opern- und Ballettproduktionen gedacht.

Das Theater selber hatte eine Subventionserhöhung um 827’000 Franken beantragt, um mehr Mittel zur Lagerung von Bühnenausstattungen zur Verfügung zu haben. Dies würde es erlauben, erfolgreiche Produktionen länger im Repertoire zu halten, so die Begründung. Diesem Wunsch entsprach die Regierung aber nicht.

Die zusätzlichen 300’000 Franken pro Jahr gehen nun nicht an den künstlerischen Betrieb, sondern sind für die Deckung zusätzlicher Ernergiekosten gedacht. Die Regierung hatte die Subventionen 2015 um diesen Betrag gekürzt in der Meinung, das Theater könne seine Energiekosten durch die Sanierung der technischen Infrastruktur senken. Das sei aber nicht eingetroffen.

«Vergessene» Subventionskürzung

Zu Diskussionen Anlass gab im Rat, dass die Regierung in ihrem Ratschlag eine einst angekündigte Reduktion der Staatsbeiträge unerwähnt lässt. Die Exekutive hatte 2016 in einer Interpellationsantwort in Aussicht gestellt, eine Erhöhung der Staatsbeiträge an das Kulturzentrum Kaserne Basel teilweise mit einer Subventionskürzung beim Theater zu kompensieren.

Dieses «Versprechen» sei in der regierungsrätlichen Vorlage «vergessen gegangen», sagte der Präsident der zuständigen Bildungs- und Kulturkommission. Er wies aber auch darauf hin, dass dieses «Versprechen» nicht Gegenstand der Vorlage sei.

Fehlentscheid nicht korrigieren

Die SVP beantragte, die Subventionserhöhung nicht zu gewähren. Der Fraktionssprecher würdigte wie alle anderen Votanten die künstlerische Leistung des Theaters. Er sagte aber, dass er sich von der Regierung nicht an der Nase herumführen lassen wolle. Die SVP sei nicht bereit, die Fehlentscheidung der Regierung bei der Berechnung der Energiekosten mit viel Geld zu korrigieren.

Die restlichen Fraktionen waren der Ansicht, dass man dem als «hervorragend» eingestuften künstlerischen Betrieb wegen den hohen Energiekosten keine finanziellen Abstriche zumuten solle. «Das Theater verdient sich seine Lorbeeren mit der künstlerischen Leistung und nicht mit elektrischen Installationen», sagte der LDP-Sprecher.

Der Änderungsantrag der SVP wurde mit 65 gegen 14 Stimmen bei 7 Enthaltungen deutlich abgelehnt. Noch klarer, nämlich mit 75 gegen 9 Stimmen bei 6 Enthaltungen, genehmigte der Grosse Rat schliesslich den neuen Subventionsvertrag.

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