Die Telebasel-Community diskutiert über den Rückzug der Kündigungen. (Grafik: Telebasel)

Basel

«Das nenne ich eben wieder nicht Gleichberechtigung»

Die wegen der Teilnahme am Frauenstreik gekündigten Mitarbeiterinnen im Kunstmuseum dürfen doch bleiben. «Peinlich» und «unglaubwürdig», findet die Community.

Da hat Elisabeth Ackermann wohl ein Machtwort gesprochen. Nachdem zwei Mitarbeiterinnen im Kunstmuseum wegen der Teilnahme am Frauenstreik trotz Warnung gekündigt wurde, dürfen die beiden Frauen jetzt doch bleiben. Wie das Museum am Montag mitteilte, habe Regierungspräsidentin Ackermann das Gespräch mit Museums-Direktor Josef Helfenstein gesucht. Glück für die gekündigten Frauen, sie dürfen jetzt bleiben.

Entscheid wird kritisiert

Dieser Rückzug der Kündigungen sorgt nicht überall für Jubel. Die Telebasel Facebook-Community diskutiert heftig über den Entscheid des Kunstmuseums und kritisiert diesen Schritt. So schreibt ein User «Unglaubwürdig und ohne Rückrat – sowohl von der Kunstmuseumsleitung als auch vom Präsidialdepartement». Viele können den Entscheid gar nicht ernst nehmen, finden ihn sogar peinlich.

«Entlassung war die einzig richtige Antwort»

Für viele ist der Rückzug überhaupt nicht nachvollziehbar, zumal die beiden Frauen vor ihrer Aktion auf eine mögliche Kündigung hingewiesen wurden, sollte die Teilnahme am Frauenstreik nicht rechtzeitig angekündigt werden. «Die Intention war also einzig und allein, dem Arbeitgeber Schaden zuzufügen. Die Entlassung war in meinen Augen die einzig richtige Antwort. Die Rücknahme dieser ist einfach nur peinlich und falsch», schreibt ein User.

Kritisiert wird aber auch die Basler Regierung. «Basel tickt nun mal anders» so ein User. Oder: «Unsere Regierung setzt sich im Moment über Regeln und Gesetze hinweg wie es ihr gerade passt»,

Zweifel an Gleichberechtigung

In punkto Frauenstreik darf auch die Diskussion rund um die Gleichberechtigung nicht fehlen. Einige User haben das Gefühl, dass Männer in einem solchen Fall anders behandelt worden wären.

1 Kommentar

  1. Ernsthaft eine Diskussion? Wie bei den Demonstrierenden Kinder im Falle unseres Klimaproblems reklamieren Leute über den Zeitpunkt der Demo. Zur Erinnerung: Wenn Piloten streiken tun sie dies WÄHREND der Arbeitszeit, weil es sonst weder Demo noch Streik wäre! Ich finde, dass das auch die Kinder und Frauen genauso machen sollen, um auf den alten und unmodernen Gedanken der Ungleichheit und Ignoranz aufmerksam machen zu können. Ansonsten merkt es niemand und interessiert keinen…. und wir leben noch Jahre im Jahre 1800.Report

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