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Der Telebasel News-Beitrag vom 24. Juni 2019.

Baselland

Startschuss für 380-Millionen-Projekt in Liestal

Die SBB habe im Juni mit den Arbeiten für die Projekte Vierspurausbau und Wendegleis Liestal begonnen. Am Montag war Spatenstich für das 380-Millionen-Projekt.

Ab Ende 2025 sollen die Züge zwischen Basel und Olten pünktlicher und die S-Bahn zwischen Liestal und Basel im Viertelstundentakt fahren. Die Bauarbeiten für das 380-Millionen-Franken-Bahnausbaupaket haben am 3. Juni 2019 begonnen. Am Montag, haben die Baselbieter Regierungsrätin Sabine Pegoraro, der Liestaler Stadtpräsident Daniel Spinnler, BAV-Vizedirektorin Anna Barbara Remund, SBB Infrastruktur Leiter Jacques Boschung und BLT-Direktor Andreas Büttiker den offiziellen Startschuss für die Arbeiten gegeben.

Mehr Pünktlichkeit, mehr Angebot und mehr Komfort

Im Rahmen des Projekts Vierspurausbau bauen die SBB den Bahnhof Liestal inklusive dessen Zufahrten auf durchgängig vier Spuren aus. Die damit verbundene Verbreiterung des Gleisfeldes hat unter anderem zahlreiche Anpassungen an Strassenunter- und überführungen zur Folge.

Im Bahnhof entsteht ein zusätzliches 420 Meter langes Mittelperron sowie zwei neue, grosszügigere und behindertengerechte Personenunterführungen an neuer Lage. Beide werden über direkte Quartierzugänge zur Oristal- respektive Sichternstrasse verfügen und so die Quartiere besser mit Bahnhof und Stadtzentrum verbinden, heisst es in einer Mitteilung.

Der Gleisausbau und das zusätzliche Mittelperron ermöglichen, die Züge künftig besser aneinander vorbei zu lenken. Das sorgt für einen pünktlicheren und weniger störungsanfälligen Bahnverkehr auf der Linie Basel – Olten. Die Arbeiten haben am 3. Juni 2019 begonnen, die Inbetriebnahme ist auf Ende 2025 geplant. Die Kosten belaufen sich auf 365 Millionen Franken, finanziert durch den Bund.

Neues Haltegleis für S-Bahn

Im Rahmen des Projektes Wendegleis baut SBB Infrastruktur im Norden des Bahnhofareals ein neues Haltegleis für S-Bahn-Züge und verlängert zu dessen Erschliessung das Perron Gleis 1 um 220 Meter in Richtung Frenkendorf, inklusive Perrondach. Das Projekt ist eine der Voraussetzungen für den S-Bahn-Viertelstundentakt zwischen Liestal und Basel. Der Bau ist von 2024 bis 2025 geplant. Die Kosten belaufen sich auf 15 Millionen Franken und werden ebenfalls durch den Bund finanziert.

Im Rahmen des Vierspurausbaus verschieben die SBB 2022 das Perron und die Gleisanlage der Waldenburgerbahn (WB) seitlich, beziehungsweise erstellt diese neu. Die Baselland Transport AG (BLT), welche die WB betreibt, erneuert im selben Jahr die gesamte WB-Infrastruktur im Rahmen des Projekts «Neubau WB».

Weitere Investitionen ins Bahnhofsareal geplant

SBB Immobilien und die Stadt Liestal entwickeln zudem gemeinsam das Bahnhofsareal Liestal zu einem ganztägig belebten Quartier. Dafür sind im Rahmen des «Quartierplans Bahnhofcorso» ein neues Bahnhofsgebäude, ein Büro-Wohngebäude und ein Hochhaus geplant.

Bahnhofsgebäude und Büro-Wohngebäude sollen von Ende 2022 bis Ende 2025 erstellt werden, das Hochhaus ab 2025. Die Investitionen für die Arealentwicklung und die neuen Gebäude belaufen sich voraussichtlich auf rund 100 Millionen Franken, getragen von SBB Immobilien. Die neuen Gebäude und das Projektpaket Vierspurausbau/Wendegleis sind eng aufeinander abgestimmt. So lässt sich die Gesamtbauzeit mit Rücksicht auf Reisende und Anwohner reduzieren und es sind Synergien möglich, beispielsweise bei der Nutzung von Gleissperren.

Auch die Stadt Liestal nutzt Synergien mit den Bauprojekten der SBB für eigene Vorhaben. So plant sie auf der Nordseite des Bahnhofs, unter dem künftigen Wendegleis, eine Velostation für 550 Zweiräder. Auf der Südseite will sie eine durchgehende, stufenfreie Verbindung für Fuss- und Veloverkehr erstellen.

Gesamthaft werden in Liestal so rund eine halbe Milliarde Franken in einen leistungsstarken Bahnknoten und eine kundenfreundliche Mobilitätsdrehscheibe investiert.

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