(Bild: Telebasel)

Basel

Kunstmuseum gibt entlassenen Frauen zweite Chance

Die Kündigung des Kunstmuseums zweier Frauenstreik-Teilnehmerinnen schlug hohe Wellen. Jetzt bekommen die Frauen eine zweite Chance.

Die Teilnahme am Frauenstreik hatte für zwei Mitarbeiterinnen des Kunstmuseum Basel bitteres Nachspiel. Am 14. Juni teilten die zwei Frauen dem diensthabenden Tagesverantwortlichen mit, dass sie am Frauenstreik teilnehmen würden. Die Mitarbeiterinnen wurden informiert, dass diese Aktion eine Kündigung zur Folge haben könnte. Die Frauen gingen dennoch an den Streik – und wurden entlassen. Telebasel berichtete.

Am Montag nun die Wende. Die beiden Aufseherinnen bekommen eine zweite Chance. Das schreibt das Kunstmuseum in einer Mitteilung. Die beiden «hatten ihre sicherheitsrelevanten Posten als Aufsicht am 14. Juni so kurzfristig verlassen, um am Frauenstreik teilzunehmen, dass das Kunstmuseum Basel keine Möglichkeit hatte, für einen Ersatz zu sorgen», heisst es. Dieses «Fehlverhalten« habe «das Sicherheitsdispositiv des Kunstmuseums geschwächt».

Auf Nachfrage von Telebasel sagte die Sprecherin vom Präsidialdepartement, dass Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann mit Museumsdirektor Josef Helfenstein ein Gespräch suchte, nachdem sie von dieser Entlassung erfahren hatte.

Hohe Wellen im Netz

Die Nachricht der Kündigung vergangene Woche schlug in den sozialen Kanälen im Netz hohe Wellen. Die Meinungen gingen dabei stark auseinander. «Bravo» schrieben die einen, die Kündigung sei genau die richtige Entscheidung gewesen. «Unfassbar», meinten die anderen, wie sei so etwas im Jahr 2019 noch möglich.

Ein Teil der Telebasel-Leser verstand die Entscheidung des Kunstmuseums nicht. Es sei traurig, schreibt eine Userin, wenn gerade ein Ort der Kreativität zu solchen Massnahmen greife. Eine andere Userin fasst ihre Meinung zum Thema schlicht mit «Sauerei» zusammen.

«Ich ziehe den Hut vor soviel Konsequenz»

Einige der Kommentierenden stehen hinter den Handlungen der zwei Mitarbeiterinnen. Dass die zwei trotz der drohenden Kündigung dennoch an den Streik gingen, sei bewundernswert.

Die Missbilligung gegenüber den Handlungen des Kunstmuseums sind in einigen Kommentaren stark zu spüren. Gewisse Kommentierende gehen sogar soweit, anzukünden, in Zukunft das Kunstmuseum zu boykottieren.

2 Kommentare

  1. Wenn die beiden zum Beispiel ihren Arbeitsplatz verlassen hätten, um an eine SVP-Demo zu gehen, wären sie dann auch wiedereingestellt worden? Oder hätte sich dann überhaupt jemand für ihre Wiedereinstellung eingesetzt?Report

  2. Hätten sich diese beiden Angestellten
    an die Vorschriften gehalten, hätten
    sie noch ihren Job.
    Warum mischt sich hier die Regierungs-
    präsidentin in Personalfragen der Ge-
    schäftsleitung ein?
    Auch als Kultur- u. Departementschefin
    steht ihr dies nicht zu!
    Was man so hört, sind etliche Dossiers noch nicht zur Zufriedenheit der Baslerbürger aufgearbeitet, darum
    soll sie ihren Job so erledigen, dass es
    zur Zufriedenheit der Steuerzahler ist.
    Das ganze passt zum nicht abgescho-
    benen Afghanen.
    Hoffentlich werden die Linken bei
    den nächsten Wahlen abgestraft.Report

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