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Die Hitzewelle hat die Schweiz erreicht. (Bild: Keystone)

Basel

Jetzt wird es richtig heiss!

Lange wurde sie angekündigt, jetzt ist sie da: die Hitzewelle. Diese Woche bringen Temperaturen von teilweise über 35 Grad die Region ins Schwitzen.

«36 Grad und es wird noch heisser». Dieser Song war wohl schon lange nicht mehr so treffend, wie für diese Woche. Bereits seit ein paar Tagen kündeten Meteorologen eine Hitzewelle mit Temperaturen von teilweise über 35 Grad an. In Basel könnte das Quecksilber sogar auf gefühlte 39 Grad steigen, also fast schon an der 40er-Marke kratzen. Damit sind sogar Juni-Rekorde möglich. Für Basel stammt dieser mit 36,9 Grad aus dem Jahr 1947.

Das Telebasel Wetter vom 23. Juni 2019.

Bund warnt vor Hitzewelle

Das Bundesamt gibt aufgrund der ziemlich hohen Temperaturen darum eine Hitzewarnung der Stufe 3 heraus. Die Luftfeuchtigkeit dürfte zwischen 25 und 45 Prozent liegen, heisst es auf der Homepage. Die hohen Temperaturen sind in allen Landesteilen zu erwarten. Grund für die Hitze ist ein Hoch, das sich vom westlichen Mittelmeerraum nach Mitteleuropa ausdehnt. Es trocknet und erwärmt die Luftmassen im Alpenraum. Am Montag strömt aus Südosten zunehmend heisse Luft ins Land.

(Screenshot: meteoblue.ch) 

Das Hoch über Mittel- und Südeuropa verstärkt sich im Anschluss, und die heisse Luft aus Nordafrika strömt weiter zu. Damit kommt eine mehrtägige Hitzewelle auf die Schweiz zu. Am Montag erreichen die Höchstwerte 30 Grad, von Dienstag bis Donnerstag steigen sie auf 33 bis 37 Grad. Dabei kann es auf der Alpennordseite lokal bis 39 Grad heiss werden.

(Screenshot: MeteoNews)

In der Nacht auf Mittwoch ist besonders in den Städten mit einer Tropennacht zu rechnen, die Temperatur sinkt also nicht unter 20 Grad. Eine Ende der Hitzewelle ist erst am kommenden Sonntag absehbar.

Sprung in den Rhein

Bei solch hohen Temperaturen bringt wohl einzig ein Sprung ins kühle Nass Abkühlung. Der Rhein lädt aktuell mit ca. 18 Grad und die Birs mit kühlen 13,9 Grad zum Baden ein. Wichtig beim Schwumm im Bach ist aber, dass man sich des grossen Temperaturunterschieds bewusst ist.

«Das grösste Problem sind Herzkreislaufprobleme. Wenn der Körper von der Sonne erhitzt ist und man ins kalte Wasser steigt, kann der Körper einen Schock bekommen», so Christian Senn von der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft. Man solle sich also vor dem Sprung ins Wasser benetzen, den Körper dadurch abkühlen und langsam in den Rhein oder die Birs steigen.

Auch Brunnen bringen Abkühlung

Wer nicht so gerne im Rhein schwimmt, sich in Schwimmbädern eingeengt fühlt oder sich nur in der Mittagspause kurz abkühlen möchte, kann das auch ein einem der zahlreichen Brunnen in Basel tun. Auf einer Karte von Google Maps präsentieren die IWB bereits seit zwei Jahren die schönsten Badebrunnen der Stadt.

Aber wie ist es denn, in solch einem Brunnen zu baden? Bachelorette und Wetterfee Adela Smajic machte für Telebasel vor drei Jahren den Brunnen-Check.

(Video: Telebasel) 

Hitze birgt Gefahren

MeteoSchweiz rät, körperliche Anstrengungen während der heissesten Tageszeit zu unterlassen, Wohnung und Körper kühl zu halten, viel Wasser zu trinken, erfrischende Speisen zu sich zu nehmen und den Salzverlust auszugleichen.

Bei erhöhtem Puls, Schwäche, Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Schwindel, Übelkeit oder Durchfall ist Handeln angesagt. Wer darunter leidet, muss sich hinlegen, den Körper runterkühlen und frisches Wasser trinken. Bringt das nichts, ist medizinische Hilfe angezeigt. Zum Schutz vor Hitze rät das Bundesamt für Gesundheit (BAG):

  • Körperliche Anstrengungen vermeiden
  • Wohnung und Körper möglichst kühl halten
  • Viel trinken (mindestens 1.5 Liter pro Tag)
  • Erfrischende, kühle Speisen zu sich nehmen
  • Während und nach sportlichen Betätigungen Salzverlust ausgleichen
  • Personen und Tiere nicht in abgestellten Autos zurücklassen

Auch Tiere brauchen Schutz

Wenn wir Menschen heiss haben, beginnen unser Körper zur Kühlung zu schwitzen. Viele Haustiere können das nicht und haben dazu noch ein dickes Fell. Dadurch steigt für die Tiere das Risiko eines lebensbedrohlichen Hitzschlags. Bei Hunden sollte bei so hohen Temperaturen auf Spaziergänge über die Mittagszeit verzichten und das Gassi-Gehen auf die frühen Morgen- und späten Abendstunden verschieben. Im Wald oder an Wasserläufen kann sich Ihr Hund zusätzlich abkühlen.

Die meisten Katzen sind eher wasserscheu. Um dennoch Ihrer Katze ein wenig Kühlung zu verschaffen, können sie die Ohren Ihrer Katze von Aussen befeuchten oder das Tier mit feuchten Händen streicheln. Katzen mit hellem Fell können bei starker Sonneneinstrahlung auch einen Sonnenbrand kriegen.

Auch bei Kaninchen und Co. können die Ohrenaussenseiten befeuchtet werden, um den Tieren so Kühlung zu verschaffen. Die Käfige für Kleintiere sollten an einem schattigen und gut belüfteten Ort aufgestellt werden und genügend Platz für Auslauf haben. Für Vogelbesitzer gilt es, darauf zu achten, dass ihr Tier niemals der prallen Sonne ausgesetzt ist. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass der Vogel nicht im Durchzug steht, da sonst eine Erkältung droht.

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