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Der Telebasel Talk vom 20. Juni 2019.

Basel

Frauenstreik: Was müssen die Männer nun ändern?

Offenkundig soll sich was ändern. Sonst wären am letzten Freitag nicht hunderttausende Frauen auf die Strasse gegangen. Wie müssen die Männer damit umgehen?

Hat es je eine grössere Demonstration in der Schweiz gegeben? Egal. Jedenfalls müssen sich die Männer dazu verhalten. Die tausenden Frauen auf unseren Schweizer Strassen wurden rund um den Globus gesehen und gehört. Die saubere Schweiz hat einen Schatten. Wir stehen nun für Geld, Demokratie, Patriarchat. Erneut, denn es dauerte länger als andernorts, bis die Schweiz den Frauen das Stimmrecht zugestand. Bezüglich Vaterschaftsurlaub oder Elternzeit steht die Schweiz international nach wie vor als Schlusslicht da.

Löhne, Macht, Rollenbilder

Die Themenliste, die die Frauenstreikenden ins öffentliche Bewusstsein bringen wollten, betrifft in jeder Hinsicht die Männer: Lohngleichheit, gleichwertige Chancen zu politischer und wirtschaftlicher Macht- und Gestaltungsteilhabe, keine sexuelle Gewalt. An sich Selbstverständlichkeiten. Aber vielleicht liegt der Hund noch etwas tiefer begraben. Beispielsweise im Familienleben.

Was müssen die Männer denn jetzt ändern? Müssen Männer bezüglich Job und Politik für die Frauen zurück stehen? Wenn ja, wäre dies nicht auch ein Macho-Denken, das den Frauen nicht zutraut, sich durchzusetzen? Müssen die Männer nicht ganz grundsätzlich ihre Rolle in der Gesellschaft, ihre eingewurzelten Rollenbilder hinterfragen und ändern?

Männer- und Geschlechterfragen

Mit solchen Fragen beschäftigt sich der Soziologe und Psychologe Markus Theunert. Der Basler gehört zu den landesweit bekanntesten Männeraktivisten. Er leitet das Schweizerische Institut für Männer- und Geschlechterfragen (SIMG) und gründete den Dachverband Schweizer Männer- und Väterorganisationen, männer.ch.

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