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Der Telebasel News Beitrag vom 19. Juni 2019.

Baselland

Sissacher rügen ihren Präsidenten

8,7 Millionen Franken sollte die Sanierung der Sissacher Kunsteisbahn kosten. Die Kostengrenze wurde gesprengt. Nun ist in der Gemeinde Feuer im Dach.

Wer ist schuld? Das ist dieser Tage die grosse Frage in Sissach. Weshalb wird der Bau der neuen Kunsteisbahn mindestens 15 Prozent teurer als die veranschlagten 8,7 Millionen Franken? Das wollten ein paar Sissacher Bürger von ihrer Exekutive wissen. Nun hat sich auch die Geschäftsprüfungskommission (GPK) dem Kunsti-Kostendebakel angenommen und einen über 40-seitigen Bericht erstellt.

Die GPK kommt zum Schluss, dass der 50-jährige Bau falsch eingeschätzt wurde. Einerseits hätten zusätzliche Auflagen durch den Kanton nach der Bewilligung zu Mehrkosten geführt. Andererseits wurde aber auch die viel schlechtere Bausubstanz zu spät bemerkt. Eine externe Kostenkontrolle gab es nicht. Diese übernahm der Generalplaner.

Peter Buser, Gemeindepräsident von Sissach, erklärt die Kosten-Explosion:

(Video: Telebasel)

Nachtragskredit erwartet

Der Gemeinderat nehme den GPK-Bericht zur Kenntnis und äussere sich nicht dazu, erklärte Gemeindepräsident Peter Buser gegenüber der «bz Basel». Der angekündigte Nachtragskredit käme erst vor die Gemeindeversammlung, wenn die Verhandlungen mit dem Generalpartner abgeschlossen seien und die Schlussabrechnung vorliege. Der bewilligte Baukredit von 8,7 Millionen Franken werde wohl um mehr als 15 Prozent überschritten.

An der Gemeindeversammlung am Dienstagabend herrschte unter den Teilnehmenden Unbehagen über die explodierten Kosten. Vor allem wurde kritisiert, dass die Gemeinde die ganze Verantwortung dem Generalplaner überliess. Der Gemeinderat gestand eine Teilschuld ein und hofft den Nachtragskredit bei der nächsten Versammlung im Oktober zu präsentieren.

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