Das Rheinschwimmen ist eine willkommene Abkühlung, kann aber auch gefährlich sein. (Symbolbild: Keystone)

Basel

Das müssen Sie vor dem Sprung in den Rhein beachten

Beim strahlenden Sommerwetter zieht es manche Baslerin und Basler in den Rhein. Das Gesundheitsdepartement gibt Tipps, wie Sie sicher im Stadtfluss schwimmen.

Damit die Abkühlung im Rhein ein sicheres Unterfangen ist, müssen Herr und Frau Basler einige Regeln befolgen. Das Gesundheitsdepartement hat am Dienstag einige Verhaltensanweisungen und Tipps publiziert, die es zu befolgen gilt. So sollen Rheinschwimmer die gesperrten Zonen beachten und diese meiden. Der Rhein als Fliessgewässer ist zudem nur für gute Schwimmer geeignet. Schwimmhilfen jeder Art (Gummiboote, Luftmatratzen etc.) sind deshalb im Rhein verboten.

Rheinschwimmer dürfen auch die Strömung nicht unterschätzen. Diese könne rasch an den Kräften zehren. Festgemachte Boote, Bojen und Brückenpfeiler sind zudem Gefahren, die gerade auch unter der Wasseroberfläche lauern.

Vorsicht vor Schiffen und der Strömung

Wichtig ist auch das Verhalten gegenüber der Schifffahrt. Besonders die grossen Schiffe könnten Rheinschwimmern nicht ausweichen, betont das Gesundheitsdepartement. Schwimmende Personen sollen genug Abstand von den Schiffen halten. Die Behörden raten zudem davon ab, in den Schifffahrtsrinnen zu schwimmen. Auffallende Farben beim Schwimmsack und der Badekleidung helfen ausserdem, im Wasser gesehen zu werden.

Die gesperrten Zonen müssen von den Rheinschwimmern unbedingt beachtet werden. Vor der Schleuse in Birsfelden und in allen Hafengebieten herrscht ein absolutes Badeverbot. Neben diversen Hindernissen unter der Wasseroberfläche stellen die manövrierenden Schiffe eine grosse Gefahr dar. Die empfohlenen, wie auch die gesperrten Schwimmzonen, sind auf der Informationsbroschüre und der Internetseite der Kantonspolizei und auf entsprechenden Plakaten entlang des Rheinufers ersichtlich.

Sollten Schwimmer in Not geraten, gelten für beobachtende Personen die folgenden Verhaltensregeln:

  • Rettungsmittel zuwerfen (am Rheinufer stehen Rettungsringe bereit)
  • Hilfe anfordern (Telefon 117)
  • Sich selber nicht in Gefahr bringen

Wie bestimme ich die Wasserqualität?

Personen, die im Rhein schwimmen gehen, sollen auch die Wasserqualität abschätzen können. Dazu hält das Gesundheitsdepartement ebenfalls einige Tipps bereit. Eine bessere Wasserqualität wird bei folgenden Bedingungen erwartet:

  • Schönwetterperioden: Intensive Sonneneinstrahlung sorgt tendenziell für eine bessere Wasserqualität, da die UV-Strahlen der Sonne Bakterien an der Wasseroberfläche abtöten.
  • Grössere Flüsse mit guter Durchströmung und eher hohem Wasserstand: je grösser ein Fluss ist, desto besser können sich Schmutz und andere Einträge von aussen verdünnen.

Eine abnehmende Wasserqualität wird erwartet bei:

  • Schlechtem Wetter: Heftige Gewitter und intensive Regenfälle führen durch das Schwemmwasser und die Aufwühlungen zu einer eher abnehmenden Wasserqualität.
  • Schmelzwasser: Im Frühjahr oder frühen Sommer, wenn die Flüsse oft noch Schmelzwasser führen, ist die Wasserqualität eher schlechter.
  • kleineren Flüssen und tiefem Wasserstand: Gerade in heissen, trockenen Sommern, wenn der Wasserstand tief ist, können sich allfällige Verschmutzungen konzentrieren und werden nur langsam weggeschwemmt.

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