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Beitrag in den Telebasel News vom 16. Juni 2019.

Basel

Art Basel mit stabilen Besucherzahlen

Die Art Basel zieht nach einer Woche eine positive Bilanz. Mit knapp 100'000 Besucher im 2019 konnte die Kunstmesse an das Vorjahresniveau anknüpfen.

Die Art Basel habe mit 290 Galerien aus 34 Ländern Sammler aus über 80 Staaten angelockt, heisst es in der Mitteilung der Messeleitung. Zu den gewichtigsten Verkäufen gehörten ein Frühwerk von Gerhard Richter und ein monochromes Gemälde des 1974 verstorbenen Südkoreaners Kim Whanki, die für 20 beziehungsweise 10 bis 12 Millionen Dollar einen Abnehmer fanden.

Nicht alle Galerien teilen ihre Verkäufe mit. Stillschweigen herrscht zum Beispiel bei der weltumspannenden Galerie Gagosian mit Hauptsitz in New York. Während der Messewoche wurde aber bekannt, dass der Kunsthandelskonzern in Basel eine neue permanente Filiale eröffnet hat. Das Kunst-Internetportal Artsy.net vermeldete, dass auch weitere grosse Player im Kunstmarkt neben ihrer Präsenz an der Art Basel mit Popu-up-Spaces zum Teil auch in Zürich ihren Geschäften nachgehen.

Starker Art Parcours

«Ich bin sehr glücklich mit der Show, genauso wie unser ganzes Team. Es war eine grossartige Woche», sagt Art-Direktor Marc Spiegler gegenüber Telebasel. Mit ungefähr 95’000 Besuchern, würde man sich im Bereich der letzten Jahre bewegen.

Neben vielen Highlights hebt Spiegler den Art Parcours hervor. Er sei eine spezielle Eigenart der Art Basel.«Dieses Jahr hatten wir eine besonders starke Ausgabe, mit Künstlern, die dieses Jahr auch an der Bienale von Venedig ausgestellt haben. Es ist ein Sektor, der gleich doppelt mit Basel verbunden ist. Einerseits, weil es in Basel stattfindet und andererseits weil es zum vierten Mal von Samuel Leuenberger kuratiert wurde – dem brillanten Gründer des Kunstraums Salts in Birsfelden.»

Neues Preissystem

Wie die Art Basel mitteilte, hat sich das neue Preissystem, das jungen und zum ersten Mal teilnehmenden Galerien Mietnachlässe gewährt, bewährt. An der Ausgabe von 2019 waren 19 Galerien erstmals präsent – darunter Häuser aus Südamerika, Asien aber auch aus Basel, wie die Galerie Knöll, die eine Soloschau mit Werken des Bauhaus-Künstlers Max Bill präsentierte.

Das erste Mal dabei war auch der italienische Kunstraum SpazioA aus Pistoia, der Objekte der diesjährigen Baloise Art Prize-Gewinnerin Giulia Cenci zum Verkauf anbot und auch rege verkaufte. Bilder der zweiten Preisträgerin Yinyi Cheng waren am Stand der Pariser Galerie Balice Hertling im Angebot. Der Baloise Art Prize ist mit 30’000 Franken dotiert.

Liste mit über 20’000 Besuchern

Eine erfolgreiche Messewoche vermeldete am Sonntag auch die Alternativmesse Liste für junge Galerien und neue künstlerische Positionen. Sie vermochte laut Medienmitteilung mit ihrer ersten Ausgabe unter der neuen Leitung von Joanna Kamm über 20’000 Besucher anzulocken. Die 77 Galerien aus 33 Ländern hätten «hervorragende Umsätze» verzeichnet.

Nach der Art ist vor der Art

Die Ausgabe 2020 der Art Basel wird für die Macher eine spezielle Ausgabe sein. Die Kunstmesse feiert ihren 50. Geburtstag. Spiegler sei mit seiner Crew bereits mit den Vorbereitungen beschäftigt. «Zusammen mit Hamza Walker, einem jüngeren afroamerikanischen Kurator aus Los Angeles und Christina Li, einer brillanten, jungen Kuratorin aus Hongkong.»

Das Projekt basiere auf der Idee einer Handelsmesse und wie diese in Verbindung mit einer Kunstmesse steht. Zudem gehe man der Bedeutung der Art Basel 50 Jahren nach ihrem Start im Jahr 1970 auf den Grund.

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