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Basel

Kein Ende der rotblauen Probleme in Sicht

Das Beben innerhalb des FC Basel hat sein Opfer gefordert. Sportdirektor Marco Streller nimmt den Hut und hinterlässt einen demontierten Marcel Koller.

Marco Streller tritt als Sportdirektor des FC Basel zurück. Es ist eine spektakuläre und überraschende Wende, einer turbulenten Woche. Und einer viel zu langwierigen Analyse der rotblauen Führung. Nachdem jedermann die Entlassung von Marcel Koller erwartete, hat nun der Sportchef scheinbar den internen Machtkampf auf der Zielgeraden verloren. Das Streller nun die Konsequenzen zieht, ist richtig und nachvollziehbar.

Der Sündenbock ist weg

Aber was hat Marco Streller das Genick gebrochen? Marco Streller wollte unbedingt Patrick Rahmen als Ersatz für Marcel Koller holen. Die Zeichen deuten darauf hin, dass auf Führungsebene gegen die Absichten des Sportdirektors gearbeitet wurde. Oder nicht geschlossen, für eine Verpflichtung des willigen Patrick Rahmen.

Viele Fans begrüssen die Entscheidung des ehemaligen Stürmers. Für viele Treuen von Rotblau war Streller stets der Sündenbock und Hauptverantwortlich für den Niedergang des FCB. Der Sportchef musste von Beginn weg Lehrgeld zahlen und stand dazu. Was nun aber intern bei Rotblau abgelaufen ist, hat zusätzliche Probleme verursacht, welche mit dem Rücktritt von Streller allein nicht gelöst werden.

Eine Demontage Kollers

Das Schweigen von Rotblau in den vergangenen Wochen und das gleichzeitige Durchsickern von Informationen zeigt, dass intern beim FCB vieles nicht stimmt. Anders ist diese Wende im Fall Koller/Streller nicht zu deuten. Die Analyse am Ende der Saison verkam zu einer Farce. Schon zum Ende der abgelaufenen Saison hätte man klare Verhältnisse bezüglich Marcel Koller schaffen müssen.

Mit diesem Vorgehen destabilisierte man die Position des bereits angezählten Marcel Koller als Trainer noch zusätzlich. Die Entscheidungen der letzten Wochen sind gleichzeitig auch eine Demontage Kollers.

Wer folgt auf Streller?

Offen bleibt nach wie vor, wer am kommenden Dienstag das erste Training von Rotblau leiten wird. Man kann davon ausgehen, dass Marcel Koller weiterhin Trainer des FC Basel ist. Doch der Zürcher wird aus einer geschwächten Position heraus seine Arbeit weiterführen. Die Bedenken rund um den Trainer, nicht nur auf Führungsebene, sondern auch von den Spielern, werden kaum abnehmen.

Die Probleme des FCB sind also mit dem Rücktritt von Marco Streller noch lange nicht gelöst. Im Gegenteil. Es haben sich eher noch grössere Gräben gebildet. Die Ausgangslage vor dem Start der neuen Saison scheint so kompliziert wie noch nie. Fraglich ist auch noch, wer den Posten von Marco Streller übernehmen wird und in welcher Form und Kompetenzen der neue Mann fungieren wird.

3 Kommentare

  1. Bravo! Die Beurteilung von H.A. Ottenburg ist sachlich und absolut korrekt. Dies im Gegensatz zu all den negativen, unverantwortlichen Berichten seitens der meisten Medien und der mehrheitlich primitiven Leserbriefen. Der damit für den FC Basel entstandene Image-Schaden ist zwar ungerechtfertigt, wird sich jedoch bestimmt absehbar auf Grund bestehender Fakten in einem positiven Rahmen bewegen. Unglaublich aber, wenn man die enormen Anstrengungen der involvierten Personen in Betracht zieht.Report

  2. Ich wäre dafür, das man den Erni Maisen holt für Streller, denke er wäre der Richtiger, habe Ihn viel reden gehört und er würde die Richtigen Spieler finden für den FCB. HOPP FCBReport

  3. Der Niedergang des FC Basel in den letzten 2 Jahren??? Wie bitte? Welcher Niedergang? Der FC Basel wurde in den letzten 2 Jahren 2× Vizemeister und holte 1× den Schweizer Cup!!! Zusätzlich wurden einige junge Spieler eingebaut und weiter gebracht!!! Ein Niedergang sieht anders aus! Wahrscheinlich sind sie noch etwas zu jung und verstehen nicht so viel vom Fussball oder haben sich einfach von der schlechten Stimmung anstecken lassen. Wenn negative Dinge geschehen, wird oft das was gut war verdrängt oder in den Hintergrund gerückt! Sehr viel wird im Moment von Seiten der Medien also von euch Journalisten schlecht geredet oder geschrieben, ihr seit wesentlich an der momentan schlechten Stimmung rund um den Verein verantwortlich. Berichtet über das Gute, es gibt genügend worüber positiv geschrieben werden könnte! Die letzten Zehn Jahre wurde der FCB 8x Meister und 2x Vizemeister, dazu kommen 4x der Schweizer Cup und 3x Achtelfinale Uefa Champions League sowie 1x Halbfibale Uefa Europa League! Vizemeisterschaften sind keine Niedergänge, ein Abstieg ist ein Niedergang! Es sollen sich alle wieder beruhigen und schön auf dem Boden bleiben, dann kehrt wieder Ruhe ein was dem Erfolg sehr zuträglich sein wird!Report

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