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Der Telebasel News Beitrag vom 14. Juni 2019.

Basel

Grünes Licht für Dalbe-Buvette

Beim St. Alban-Rheinweg kann eine Buvette gebaut werden. Das Verwaltungsgericht liess Befürchtungen zum Ortsbild nicht gelten.

Ein Platz mit Bäumen und Sitzbänken mit Blick auf den Rhein lädt zum Verweilen ein. Bei dieser «Pfalz» im Miniaturformat handelt es sich um eine Aufschüttung aus den 1860er- Jahren. Gleich daneben sind der Letziturm und die Stadtmauer sowie mehrere denkmalgeschützte Häuser zu sehen.

Angst um das Stadtbild

Nun ist dort der Weg frei für eine Buvette. Dass an diesem geschichtsträchtigen, aber wenig genutzten Ort ein Container mit Verpflegungsmöglichkeiten hingestellt werden sollte, kam nicht überall gut an. Letztes Jahr hiess die Baurekurskommission einen Rekurs gegen die Nutzungsbewilligung gut. Die Rekurrenten befürchteten, dass eine Buvette das Ortsbild stören könnte.

Regierungsratskandidatin kritisiert Buvetten-Standort

So etwa die Sicht auf Mühlegraben und Rhein. Zudem kritisierten sie, dass die Bar mitsamt der Warteschlange davor das Trottoir und den Spazierweg blockieren könnten. Ein Beigeladener monierte zudem, dass der Container von Weitem wie eine Art Barriere an der Rheinpromenade wirke.

Bei den kritischen Stimmen war auch ein bekanntes Gesicht dabei. Katja Christ, Regierungsratskandidatin der Grünliberalen, war als Anwältin der beigeladenen Buvette-Kritiker im Prozess engagiert. Verwandte von ihr brachten ursprünglich mit dem Rekurs gegen die Nutzungsbewilligung die Sache ins Rollen. Wie Katja Christ gegenüber Telebasel betonte, seien diese nicht per se gegen eine Buvette. Bloss der Standort störe ihre Mandanten. Diese nannten mögliche Alternativstandorte im St. Alban-Tal, so etwa beim Rheinbad oder beim Mühlenberg.

Baudepartement versus richterliche Behörde

Die Kommission gab den Bedenkenträgern letztes Jahr recht. Anschliessend legten sowohl der Buvetten-Betreiber wie auch das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) mit einem Rekurs vors Verwaltungsgericht. Dass eine Verwaltungsstelle gegen die Baurekurskommission ins Feld zieht sei eine Konstellation, die nur selten vorkommt, wie Christian Gossweiler von der BVD-Rechtsabteilung gegenüber Telebasel bestätigt.

Das Gericht gab dem Departement wie auch dem Buvetten-Wirt am Freitag recht. Es wies den Entscheid der Baurekurskommission zurück. Wie der Richter darlegte, sei am besagten Ort genug Platz für eine Nebeneinander von Buvetten-Gästen und Passanten vorhanden. Zudem werde das Ortsbild durch die temporäre hölzerne Bar nur «minimal tangiert». Das Projekt werte mit mehr Aufenthaltsqualität den Platz sogar auf und bringe die historische Umgebung mehr zur Geltung.

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