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Schweiz

Der Frauenstreik im Ticker

Am 14. Juni streiken die Frauen schweizweit. Mit dem Telebasel-Ticker bleiben Sie den ganzen Tag über auf dem Laufenden.
Ende des Tickers

Der zweite nationale Frauenstreik-Tag in der Schweizer Geschichte neigt sich dem Ende zu. Die Teilnehmenden lassen den historischen Tag bei Afterparties ausklingen. Wir verabschieden uns an dieser Stelle und danken Ihnen für Ihr Interesse an unserem Ticker.

Morgen Abend sendet Telebasel um 19:15 Uhr eine Spezialsendung zur Themenwoche «Alle gleichberechtigt?», in der auch der heutige Frauenstreik nochmals Thema sein wird. Wir würden uns freuen, wenn Sie dann wieder dabei sind. Im TV oder auf telebasel.ch verpassen Sie nichts.

Ein schönes Wochenende und auf Wiedersehen!

Grösste Demo der jüngeren Schweizer Geschichte

Die Bilanz des heutigen Frauenstreik-Tages ist beeindruckend: Schweizweit gingen mehrere hunderttausend Menschen auf die Strasse, um für die Gleichstellung der Geschlechter zu demonstrieren. Die Organisatorinnen bezeichneten den zweiten Frauenstreik als grösste politische Demonstration der jüngeren Geschichte.  Mehr dazu lesen Sie hier.

Demonstriert wurde unter anderem in Basel … (Bild: Keystone)
.. in Bern … (Bild: Keystone)
… und in Lausanne. (Bild: Keystone)
Tagesbericht zum Frauenstreik in Basel und Bern

In den Telebasel News schauen wir heute Abend auf den bisherigen Verlauf des Frauenstreik-Tages in Basel zurück. Sehen Sie hier den TV-Beitrag:

(Video: Telebasel)

Und so verlief der Frauenstreik in der Bundesstadt:

(Video: Telebasel)
Kundgebung vor dem Unispital
Smash Sexism

Aktion am Claraplatz – die den Teilnehmerinnen offenbar Spass macht.

Verkehrs-Kollaps rund um HB Zürich

Nachdem der Frauenstreik in Zürich den ganzen Tag über in verschiedenen Stadtkreisen stattfand, wurde die grosse Zahl der Teilnehmerinnen bei der Schlussdemo offensichtlich: Mehrere zehntausend Frauen – und auch einige Männer – zogen durch die Innenstadt.

Das Gebiet rund um den Hauptbahnhof war für den Verkehr nicht mehr passierbar. Aus allen Richtungen und Quartieren strömten die Demonstrantinnen an den Limmatquai.

(Foto: Key)

Mit Trillerpfeifen und Transparenten forderten die Frauen auch hier mehr Gleichberechtigung, mehr Frauen in Spitzenpositionen, kostenlose Kinderbetreuung und ein Ende von sexueller Belästigung. Der Demonstrationszug führte vom Central bis zum Helvetiaplatz.

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Sitzstreik und Kirchenglocken

Mehrere Hundert Frauen haben in Aarau am Freitagnachmittag einen Sitzstreik auf dem Schlossplatz abgehalten. Gleichzeitig läuteten die Kirchenglocken. Es gab auch einen Umzug durch die Stadt, um den Forderungen Nachdruck zu verleihen.

(Foto: Key)

 

Das farbenfrohe Sit-in war zugleich die Besammlung für die Kundgebung zum Frauenstreik. Schätzungsweise mehr als 500 jüngere und ältere Personen sassen auf dem Schlossplatz vor dem Kultur- und Kongresshaus (KUK). Mit dabei war auch die frühere Regierungsrätin Susanne Hochuli (Grüne).

Der Frauenstreiktag begann im Aarau mit der Verkündung eines Manifests vor dem Rathaus.

Verkehr lahmgelegt

Der Frauenstreik hat den Verkehr in der Basler Innenstadt bis auf Weiteres zum Erliegen gebracht. Die Basler Verkehrs-Betriebe informieren stets auf Twitter über die aktuelle Lage. Die Dauer des Verkehrskollaps ist aber unbestimmt. Irgendwie logisch, an so einem Ausnahmetag.

Demonstrationszug zieht durch Basel

Am späten Freitagnachmittag ziehen Hunderte Teilnehmende eines Demonstrationszugs durch die Basler Innenstadt. Sie versammeln sich schliesslich beim Theaterplatz, wo weitere Aktionen zum Frauenstreik-Tag stattfinden.

(Video: Telebasel)
Nationaler Frauenstreik ist international Thema

Die heutigen Ereignisse in der Schweiz werden auch über die Landesgrenzen hinaus wahrgenommen. Internationale Medien berichten über den Schweizer Frauenstreik, wie dieses Beispiel von «Euronews» zeigt:

Auch im Berner Oberland wird gestreikt

Und wir bleiben gleich im Kanton Bern. Auch in Thun streiken heute viele Frauen:

Bern im Demo-Fieber

Der Bundesplatz in Bern ist mittlerweile rappelvoll, wie ein «Watson»-Reporter berichtet.

Auch die Franken-Helvetia streikt

Nanu, ein Zweifränkler ohne Helvetia? An diesem 14. Juni 2019 ist offenbar alles möglich. «Helvetia bestreikt den Zweifränkler», schreibt der Autor dieses Tweets zum Bild. Anders kann er sich diese Münze wohl auch nicht erklären.

15:24: Arbeit niederlegen

Um Punkt 15:24 Uhr folgt ein weiterer grosser Programmpunkt am Tag des Frauenstreiks. Die Organisatorinnen rufen alle Frauen in der Schweiz dazu auf, ihre Arbeit niederzulegen. Und zwar aus diesem Grund:

«15.24 Uhr symbolischer Zeitpunkt, ab welchem die Frauen bei einer Vollzeitarbeit nicht mehr bezahlt sind. Wer bereits streikt, verlässt den Arbeitsort. Wer noch nicht streikt, beendet die Arbeit und versammelt sich Theaterplatz, um gemeinsam zur Demo zu gehen.»

Auf dem Theaterplatz findet die Kundgebung des Basler Frauenstreiks statt.

Der Frauenstreik in Bern

Telebasel berichtet zum heutigen Frauenstreik auch aus der Hauptstadt. Mehr zu den Baslern in Bern laufend im Ticker und um 18:30 Uhr in den News und ab 19 Uhr stündlich.

Es herrscht reges treiben in Bern:

Heute in Liestal

Frauen besammeln sich beim Theaterplatz in Basel

Musikalische Unterhaltung wird auch geboten:

Ein Tanz zum Frauenstreik

«Frauenstreik ist ganz wichtig!»

Astrid Beigel von der Gewerkschaft Syna Nordwestschweiz: «Der Frauenstreik ist ganz wichtig!»

(Video: Telebasel)
Die Migros setzt ein Zeichen
(Screenshot: Instagram/migros)
Kinderbetreuung in der Mitte

Im Unternehmen Mitte betreut ein Team von fünf bis zehn Männern Kinder. Bis um 20 Uhr sind sie im Einsatz und kümmern sich um die Kinderbetreuung. «Wir haben die Möglichkeit bekommen, uns zu melden», sagt einer der Männer, der anonym bleiben möchte. Die Aktion sei entstanden, damit Mütter auch am Streik teilnehmen können.

(Bild: Telebasel)

Korrektur am Basler Rathaus

Das Klingelschild am Haupteingang des Basler Rathauses hat ein Update erhalten. Elisabeth Ackermann freut sich sichtlich.

«Wir sind immer noch nicht weiter»

Bereits vor 28 Jahren gingen diese drei Frauen auf die Strasse. Heute sagen sie: «Wir sind immer noch nicht weiter»:

(Video: Telebasel)
Streikaktion vereint mehrere tausend Frauen in Bern

Mehrere tausend Frauen folgten um elf Uhr dem Aufruf zum Frauenstreik und legten mindestens eine verlängerte Pause ein. Auf dem Bundesplatz mischten sich Politikerinnen unter die Frauen. Sie wurden von der Menge lautstark begrüsst.

Mit Pfannendeckeln, Hörnern, Trillerpfeifen, Rasseln und Rätschen verschafften sich die geschätzten rund vier bis fünftausend Frauen Gehör. «Frauen verändern die Gesellschaft – jetzt» prangte auf einem grossen Plakat über der auf dem Bundesplatz für den Abend aufgebauten Bühne.

Auch aus Fenstern des Bundeshauses wurden vorübergehend violette Tücher geschwenkt. Dass die Parlamentarierinnen nur eine kurze Zeit an der Kundgebung auf dem Bundesplatz teilnahmen begründeten sie damit, dass sie die Männer im Bundeshaus nicht einfach abstimmen lassen wollten, wie Grünen-Präsidentin Regula Rytz sagte.

(Bild: Keystone)
Ackermann und Herzog

Sowohl Regierungspräsidentin Ackermann wie auch Finanzdirektorin Herzog erachteten den Frauenstreik als notwendig. Viele Forderungen des ersten Frauenstreiks vor 28 Jahren seien noch nicht erfülllt. Die tatsächliche Gleichstellung sei noch nicht erreicht, auch wenn es Fortschritte gegeben habe, stellten die Magistratinnen fest.

SP-Regierungsrätin Herzog konstatierte, dass selbst in der Basler Kantonsverwaltung die Lohngleichheit noch nicht Realität sei. Die bestehende Differenz von 2,4 Prozent zwischen Männer- und Frauenlöhnen müsse kleiner werden.

Immerhin erfülle der Stadtkanton nun die von ihm selbst eingeführte Geschlechterquote von 33 Prozent, stellte Regierungspräsidentin Ackermann fest: In den 22 staatsnahen Unternehmen im Kanton beträgt der Frauenanteil in den Strategie- und Aufsichtsgremien 42,3 Prozent.

Vor dem Roche-Hochhaus

30 Redaktionen färben ihre Webseiten violett ein

«Hier könnte der Artikel einer Frau stehen…., ….aber sie streikt heute», las man violett hinterlegt zuoberst auf der Onlineausgabe des «Blick», der «Aargauer Zeitung» oder des «Tagesanzeigers». Letzterer lieferte um 11 Uhr gleich noch einen Livetalk aus dem Bundeshaus und befragte die protestierenden Frauen vor dem Bundeshaus live.

Etwas weiter unten auf der Seite platzierte die Onlineplattform nau.ch die Aktion. «Welche Forderungen Bluewin noch nicht erfüllt» lautete der Titel zum Purple Screen auf bluewin.ch. Bei watson.ch war gleich die gesamte Onlineplattform violett «umkränzt».

(Bild: Screenshot/Watson)

Die grosse Mehrheit der Redaktionen, die sich an der Aktion beteiligten, waren in der Deutschschweiz. Es handelte sich namentlich um Titel aus den Medienhäusern CH Media, Tamedia (Bund, Berner Zeitung), Ringier (Blick online) oder der Republik. Bluewin veröffentlichte das Material auf Deutsch, Französisch und Italienisch.

Auch in der Romandie war der Frauenstreik das Hauptthema. Die meisten Online-Plattformen der Zeitungen arbeiteten prominent mit Livetickern. Der «Purple Screen» wurde jedoch in der Westschweiz kaum eingesetzt.

Lea anstatt Leo

Das Leo-Schulhaus heisst am heutigen Tag Lea:

Bundesrätin Simonetta Sommaruga setzt sich auch ein

Auch die Helvetia bei der Mittleren Brücke hat genug
Auch das Museum der Kulturen streikt mit

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Wir streiken. #frauenstreik2019 #frauenstreik

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Kabarettistin Sibylle Birkenmeier zum Frauenstreik
Schüler machen auch mit

Der Frauenstreik bewegt Jung und Alt. Schüler*innen des Gymnasium Leonhard versammeln sich und streiken für die Gleichstellung der Frau.

Blumen für die Frauen

Die BVB zeigen sich mit den Frauen solidarisch.

Kickend und boxend zur Gleichstellung

Am Frauenstreik wird nicht nur demonstriert, sondern es gibt auch zahlreiche Rahmenangebote. So zum Beispiel im Kannenfeldpark, wo ein öffentliches Kickbox-Training stattfindet.

Janina, Mitinitiantin, erklärt weshalb es wichtig ist, dass Frauen sich verteidigen können:

 

Der Frauenstreik von 1991 in Bildern
Radioballett auf Radio X

Ab 10:15 Uhr ist auf Radio X das Radioballett zu hören.

Blockade beim Spalentor aufgelöst

Wie der Feministische Streik Basel auf Twitter mitteilt, ist die Blockierung beim Spalentor aufgelöst worden.

Die Frauen sind jetzt auf dem Weg zum Theaterplatz.

Kickboxen im Kannenfeldpark

Im Kannenfeldpark in Basel findet jetzt ein Kickbox-Workshop statt:

Auf nach Sissach

Für alle Männer, die sich heute um ihre Verpflegung fürchten: Ab 17 Uhr gibt’s in Sissach Spaghetti bolognese al Bruno. «Ä Guete!»

Stau in der Innenstadt

Aufgrund der Blockade beim Spalentor staut sich der Verkehr in der Basler Innenstadt:

Unterstützung aus Berlin

Frauenstreik im Nationalrat
Margret Kiener Nellen (SP BE) (verdeckt) zeigt neben Flavia Wasserfallen (SP BE) (rechts) eine Flagge des Frauenstreiks im Nationalrat. (Bild: Keystone)
Näher bei Burundi...

An alle, die finden #Frauenstreik braucht es nicht: In Sachen Gleichstellung liegt die Schweiz näher bei Burundi als bei Schweden, Finnland, Island usw. Wollen wir das?

14.06.2019 08:24

Sarah Wyss (SP BS) entdeckte heute Morgen ein grosse Papp-Figur am Liestaler Bahnhof.

In Sissach steht ebenfalls eine Frauenstreik-Figur, wie Maya Graf (Nationalrätin Grüne BL) auf Twitter festhält.

Blockade vor dem Spalentor

Teilnehmerinnen des Frauenstreiks blockieren die Strasse vor dem Spalentor. Rund 200 Frauen haben sich auf der Kreuzung niedergelassen.

Die Tramlinie 3 und Buslinien 30 und 33 werden umgeleitet, teilen die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) auf Twitter mit:

Bereits am Morgen früh kündete der Feministische Streik Basel auf Twitter an, dass es den ganzen Tag über auf dem BVB-Netz zu Verspätungen kommen wird:

Wettsteinallee heisst heute Kollontaiallee

Die Wettsteinalle in Basel wurde heute zum Frauenstreik-Tag nach einer russischen Revolutionärin, Diplomatin und Schriftstellerin benannt:

 

Frauenstreik-Aktion in Rümlingen

Am Viadukt in Rümlingen wurde ein Transparent zum Frauenstreik befestigt:

(Bild: Leser-Reporter/Felix Enz)
Frauen machen landesweit für Gleichberechtigung mobil

Landauf landab hatten sich in den vergangenen Tagen und Wochen zahllose Frauen auf den zweiten nationalen Frauentag nach 1991 vorbereitet. Sie mobilisierten ihre Kräfte und malten Plakate sowie Transparente. Und auch das Wetter dürfte den Frauen in die Hände spielen, sind doch für Freitag sommerliche Temperaturen und nur wenig Regen angesagt.

Im Gegensatz zum ersten Streik vor 28 Jahren wird der Frauenstreik am 14. Juni diesmal von regionalen Kollektiven und nicht zentral von den Gewerkschaften angeführt. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) hat daher diesmal auch keinen richtigen Überblick, was am Freitag alles passieren wird. Aber er war im Vorfeld guter Dinge. Man habe viel Streikmaterial verschickt und die Fahnen seien auch ausverkauft.

Bezüglich der zahlenmässigen Beteiligung will sich der SGB im Vorfeld des Grossanlasses nicht festlegen. 1991 machte eine halbe Million Frauen mit. Das Motto damals lautete: «Wenn Frau will, steht alles still.» 2019 heisst das Motto: «Lohn. Zeit. Respekt.»

Streiktag landesweit voll im Gang

In der Nacht auf Freitag gab es bereits erste Aktionen. So teilte die Unia in einer Medieninformation mit, als Auftakt das höchste Haus der Schweiz, den Roche-Turm in Basel, mit dem Logo des Streiktages angestrahlt zu haben.

In Lausanne trafen sich in den frühen Morgenstunden zum Auftakt rund 500 Frauen, die auf die Anliegen des weiblichen Geschlechts mit Transparenten aufmerksam machten. Und auch Zeitungen zogen mit besonderen Aktionen mit. So erschien etwa der «Bote der Urschweiz» am heutigen Freitag als «Botín der Urschweiz».

Bundesrätin Simonetta Sommaruga bedauerte zudem in einem Interview mit der «Schweizer Illustrierten» vom Freitag, dass in der Schweizer Arbeitswelt etwa das Thema Vaterschaft überhaupt nicht stattfände. Gleichzeitig schwärmte die Politikerin von Schweden, wo es eine Elternzeit von 16 Monaten gibt. Streiken wolle Sommaruga am heutigen Frauenstreiktag aber nicht, denn sonst würden die Männer an der heutigen Bundesratssitzung über die Frauen bestimmen, betonte sie.

Um 11 Uhr soll kurz nichts mehr gehen

Die landesweite Arbeitsniederlegungen sind für Freitagmorgen um 11 Uhr geplant. Auch der Nationalrat will dann seine Session für diese Streikpause von einer Viertelstunde unterbrechen, um seine Solidarität zu bekunden. 11 Uhr ist exakt die Zeit, während welcher gemäss dem Aufruf von VPOD und Unia in der Schweiz alles stillstehen soll, weil die Frauen ihren Arbeitsplatz verlassen und sich «mit viel Lärm» sicht- und hörbar machen.

Um genau 15.24 Uhr soll dann die letzte Frau, die nicht ohnehin schon streikte, ihren Arbeitsplatz verlassen haben. Gemäss Statistik arbeitet sie ab diesem Zeitpunkt gratis, weil sie laut den Gewerkschaften bis zu 20 Prozent weniger verdiene als ihre männlichen Kollegen.

Höhepunkte am späten Nachmittag

Die Höhepunkte des Tages mit Grosskundgebungen sollen am späten Nachmittag stattfinden. In Zürich startet laut den Organisatoren der Demozug durch die Stadt um 17 Uhr. Das Zentrum der Proteste in Bern ist der Bundesplatz. Dort geht das Programm um 15 Uhr los. Überall in der Schweiz wird es laut SGB auch Streiks, Arbeitsniederlegungen und verlängerte Pausen in Betrieben und Institutionen geben.

Riesig ist der Strauss der Forderungen an diesem nationalen Kampftag für gleiche Rechte. Die Schwerpunkte sind gleicher Lohn für gleiche Arbeit, mehr Teilzeitarbeitsmodelle für Frauen und Männer zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie keinerlei Toleranz für sexuelle Gewalt.

Vier Künstlerinnen aus Basel haben zudem eine «Hymne für den Schweizerischen Frauen*streiktag» komponiert und auf Youtube gestellt. Und ein Frauenstreik-Radio berichtet auf UKW, DAB+ und online aus allen Landesteilen.

Frauenstreik beginnt in Basel mit Light-Show

Der Basler Frauenstreik ist gestern Abend mit einer riesigen Projektion des Frauenstreik-Logos auf dem Roche-Turm gestartet, schreiben die Organisatoren in einer Mitteilung.

«Das höchste Hochhaus ist gerade gross genug, denn die Ziele sind mindestens so hoch», heisst es in der Mitteilung weiter.

Das Thermometer streikt heute ebenfalls

Auch im Fussball ist die Lohnungleichheit ein Thema

Bilder und Videos vom Frauenstreik

Senden Sie uns die besten Bilder und Videos vom Frauenstreik an die WhatsApp-Nummer 079 343 50 15.

(Bild: Telebasel)
Vor 134 Jahren waren Frauen nicht mal als Besuch an der Uni Basel erlaubt

Bundespräsident Alain Berset solidarisiert sich mit den Frauen

Auf Facebook veröffentlichte der Bundespräsident Alain Berset am Donnerstag ein Video zum Frauenstreik. Darin zeigt er sich solidarisch mit den Frauen.

(Video: Facebook/BersetAlain)
Kommentare zum Frauenstreik auf telebasel.ch

Telebasel hat mehrere Frauen aus der Region gebeten, über das Thema «Frauenstreiktag 14. Juni» ihre Meinung zu schreiben:

Der Song zum Protest kommt aus Basel

Zehn Tage vor dem Frauenstreik veröffentlichten vier Basler Künstlerinnen den Song zum 14. Juni. «Mir Streiked!» soll die Massen mobilisieren.

(Video: Youtube)

«Mein Ziel ist es, Menschen mit meiner Kunst zu inspirieren, zu empowern und zusammenzubringen», sagt Mitkoponistin und Sängerin Seraina Sarah Dähler aka Sasa. Zusammen mit KimBo, Mer Ayang und Sascha Rijkeboer schrieben sie einen Rap-Song verpackt in souliger Musik und Reggae-Melodien.

Die passenden «Moves» zum Lied gibt’s hier:

(Video: Facebook/syna.ch)

Mehr zum Song finden Sie hier.

Ablauf Frauenstreik BL und BS

Der Ablauf des Frauenstreiks im Baselbiet sieht folgendermassen aus:

Treffpunkt: Rathausstrasse Liestal

Ab 11:00 Uhr: Streik Warm-Up mit Irene Maag

12:00 Uhr: Frauenstreik-Suppe für alle Frauen

13:30 Uhr: OpenMic, Schilderbemalen, gemütliches Beisammensein

Nach 14 Uhr: gemeinsame Reise nach Basel oder

15:00 Uhr: Treffpunkt Basel SBB, um gemeinsam zum Theaterplatz zu gehen.

17:00 Uhr: grosse Demo ab Theaterplatz

Hier der Ablauf des Frauenstreiks in Basel-Stadt:

7:00 Uhr: Kämpferischer Start in den Frauenstreik. Arbeitsroutine wird unterbrochen (Treffpunkt Petersplatz)

10:15 Radioballett (RadioX 94.5 MHz einschalten) beziehungsweise Radio Frauenstreik einschalten

11.00 Uhr (schweizweit): Alle Frauen unterbrechen die Arbeit und treffen sich im Quartier oder am Arbeitsplatz.

12:30 Uhr: Kulturprogramm Theaterplatz mit Sibylle Birkenmeier und Les Reines Prochaines

15:24 Uhr symbolischer Zeitpunkt, ab welchem die Frauen bei einer Vollzeitarbeit nicht mehr bezahlt sind. Wer bereits streikt, verlässt den Arbeitsort. Wer noch nicht streikt, beendet die Arbeit und versammelt sich Theaterplatz, um gemeinsam zur Demo zu gehen.

15:45 Uhr: Schule für ungehinderte Musik und Wortbeiträge zum feministischen Streik

17:00 Uhr: grosse Demo ab Theaterplatz

20:00 Uhr: Konzert mit KimBo, SASA, Mer und Sascha

Ab 22:00 Uhr: Afterparty im Humbug (Barbetrieb ab 19:00 Uhr)

Willkommen zum Frauenstreik-Ticker

Guten Morgen und herzlich willkommen zum Ticker zum nationalen Frauenstreik.

Hier im Ticker bleiben sie den ganzen Tag über stets auf dem Laufenden und verpassen nichts vom Frauenstreik. Schweizweit werden die Frauen heute ihre Arbeit niederlegen und streiken. Sie demonstrieren unter anderem gegen Lohnungleichheit, Diskriminierung, sexuelle Belästigung und ungleiche Verteilung von Care-Arbeit.

Alles zum Frauenstreik finden Sie ausserdem hier in unserem «Dossier Frauenstreik».

1 Kommentar

  1. Ich habe bis jetzt den Frauenstreik unterstützt aber das man jetzt beim spalentor den ganzen Verkehr blockiert wird weder Tram noch buse können zirkulieren finde ich eine schweinerei. Frechheit das hat nichts mit Frauenstreick zu tun. Habe gewisse Plakate der linken gesehen und finde die Sprüche von nazis usw….. völlig daneben. Komunisten parollen erst recht danebengegangen was soll das mit Frauenstreick zu tun. Das sind ein paar autonome wo jetzt diese Demo ausnützen um ihren Chaotentum in Basel-Stadt zu rechtfertigen. Völlig daneben da solltedie Polizei eingreifen und der Verkehr aus Verkehrssicherheit frei zu geben. Bringt die ganze Demo in Verruf. Völlig daneben!!!Report

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