Featured Video Play Icon
Der Telebasel News Beitrag vom 13. Juni 2019.

Basel

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen König-Faysal-Moschee

Jetzt ermittelt die Basler Staatsanwaltschaft gegen die König-Faysal-Moschee. Grund ist mögliche öffentliche Aufforderung zu Verbrechen oder zu Gewalttätigkeit.

Gemäss der «Sonntagszeitung» soll ein Imam in der König-Faysal-Moschee zum bewaffneten Djihad aufgerufen haben. Wie Telebasel weiss, ermittelt die Basler Staatsanwaltschaft seit Dienstag in dieser Angelegenheit. «Gestützt auf den Artikel in der «Sonntagszeitung» vom 09.06.2019, hat die Staatsanwaltschaft ein Verfahren eröffnet. Es wird abgeklärt, ob ein strafrechtlich relevanter Tatbestand vorliegt. Als möglicher Tatbestand kommt Öffentliche Aufforderung zu Verbrechen oder zu Gewalttätigkeit, Art. 259 Strafgesetzbuch, in Frage», das bestätigt Peter Gill, Sprecher der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt, auf Anfrage von Telebasel.

SVP fordert Schliessung der Moschee

Auch Basler Politiker sind in dieser Sache aktiv geworden. Am Mittwoch, also bereits nach dem Beginn der Stawa-Ermittlungen, reichte die SVP eine Strafanzeige ein. «Die SVP verurteilt diesen Vorfall aufs Schärfste und reicht eine Strafanzeige wegen öffentlicher Aufforderung zu Verbrechen oder Gewalttätigkeiten gemäss Art. 259 StGB ein». Dies die Essenz der gestern Mittwoch versandten Medienmitteilung der Basler SVP. Gezeichnet von Präsident Eduard Rutschmann und Pascal Messerli, Fraktionspräsident. Zudem fordert Grossrat Beat Schaller in einer Motion, dass die Regierung eine Schliessung der Moschee prüft.

Extremismus-Experte Samuel Althof kennt die Leitung der Faysal-Stiftung seit Jahren. Wie er sagt, sei die Moschee überhaupt kein Reformprojekt, sondern konservativ geführt. «Die König-Faysal-Stiftung ist aber kein Ort von Extremismus – aber es ist so, dass es Personen gibt in dieser Moschee, denen es lieber wäre, die Moschee würde extremistischer funktionieren». Als offene Moschee unterscheide sie sich von den Moscheevereinen. Da gäbe es durchaus extremistische Besucher, diese hätten dort aber nicht die Oberhand.

Gerne hätte Telebasel mit dem Geschäftsführer der König-Faysal-Stiftung darüber gesprochen. Dieser wollte aber vor der Kamera dazu keine Stellung nehmen. Wie er am Donnerstag mitteilte, habe er von den Ermittlungen gegen seine Moschee noch nichts gewusst.

Schon mehrmals sorgte die besagte Moschee für Aufsehen. Gemäss der «SZ» gibt es zwischen diesen Personen und jenen der «Lies!»-Koran-Verteilaktionen Berührungspunkte. Auch von zwei Jihadreisenden aus deren Kreisen ist die Rede.

Auf die Strafanzeigen der SVP angesprochen, mochte SP-Parteipräsident Pascal Pfister keine Stellung beziehen. Er habe keine Meinung dazu. Die liberale Parteipräsidentin Patricia von Falkenstein stört sich dagegen an den unheimlichen islamistischen Machenschaften in Basel. «Aber das jetzt finde ich die falschen Schritte», so von Falkenstein.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel

Auch interessant