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Der Telebasel Report vom 12. Juni 2019.

Basel

Zwei Frauen, zwei Wege, ein Ziel

Selbst unter Frauen ist umstritten, welcher Weg zur Gleichstellung führt. Der Report zeigt zwei Beispiele.

Hier Saskia Schenker, FDP-Präsidentin im Baselbiet, stellvertretende Direktorin in einem Krankenkassen-Verband und Landrätin. Da Beatrice Messerli, pensionierte Lehrerin, BastA!-Grossrätin in Basel – und Feministin. Zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Die eine nimmt aktiv am Frauenstreik teil, die andere bleibt ihm fern.

Beatrice Messerli: die Feministin..(Bild: Telebasel)
Saskia Schenker: die Vorgesetzte.(Bild: Telebasel)

Zwei Wege, ein Ziel

Und trotzdem sind die Beiden alleine schon als Frauen in einem Punkt verbunden: Beide sind sich einig, dass die Gleichstellung von Frau und Mann her muss. Und zwar schnell. Aber bei der Frage, wie das erreicht werden kann, ist Schluss mit Einigkeit.

Saskia Schenker zum Beispiel findet, dass sie als Vorgesetzte in ihrem Team viel mehr bewirken kann, als mit einer Fahne am Frauenstreik: «Unsere Mitarbeiter können ihre Arbeitszeiten relativ flexibel einteilen. Wenn am Morgen mal was dazwischen kommt mit den Kindern, kommen sie halt einfach später. Wenn’s nicht anders geht, dann gibt es halt mal Homeoffice».

Saskia Schenker mit ihrem Mann zu Hause im Garten: «Was die Hausarbeit angeht muss jedes Paar selbst eine Lösung finden, dafür braucht es den Staat nicht». (Bild: Telebasel)

«Ohne Kampf wären wir nicht da, wo wir sind»

Anders sieht es Beatrice Messerli. Sie hält den Frauenstreik für ein absolut notwendiges Mittel, um die Gesellschaft endlich aufzurütteln. «Frau Schenker könnte als Vorgesetzte heute nicht solche Bedingungen anbieten, ohne den Kampf vieler Feministinnen», ist Messerli überzeugt. Daher brauche es auch jetzt, 18 Jahre nach dem ersten Frauenstreik, noch immer den Kampf der Frauen.

Beatrice Messerli wird daher auf dem Theaterplatz stehen – Schenker nicht. Letztere ist aber überzeugt: «Nur weil ich nicht an den Frauenstreik gehe, heisst das nicht, dass mir Gleichstellung nicht wichtig ist. Mein Weg ist einfach ein anderer».

Beatrice Messerli im Büro zu Hause: «Noch immer wird unter anderem in der Schule ein tradiertes Rollenbild vermittelt». (Bild: Telebasel)

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