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Schweiz

Bund und Kanton warnen vor Hitzewelle

Nach dem turbulenten Wetter am Wochenende sagen die Meteorologen nun eine Hitze-Woche voraus. Von Tag zu Tag soll es wärmer werden.
«Der Rhein hat noch eine sehr starke Strömung»

Der Präsident der Schweizer Lebensrettungs Gesellschaft (SLRG) Sektion Basel Christian Senn, warnt davor, die Situation im Rhein zu unterschätzen. «Der Rhein hat noch eine sehr starke Strömung», so Senn.

Der Telebasel News Beitrag vom 26. Juni 2019
Warnungen vor «Kühlkrise»

Künstlich gekühlte Räume sind keine Lösung, denn Klimaanlagen erzeugen einen Teufelskreis. «Je mehr man die Gebäude klimatisiert, desto mehr heisse Luft wird in die Umgebung abgegeben», sagt Aude Lemonsu vom französischen Wetterdienst Météo France.

Die Internationale Energieagentur warnt bereits vor einer «Kühlkrise»: Sie schätzt, dass sich der Energieverbrauch durch Klimaanlagen bis 2050 verdreifachen wird – das Wachstum entspricht dem derzeitigen Verbrauch Deutschlands und der USA zusammen.

Rhein knackt 20-Grad-Marke

Der Rhein hat am Mittwochnachmittag die 20-Grad-Marke geknackt, wie es auf der Website des Bundesamts für Umwelt heisst. Derzeit liegt die Temperatur bei 20,4 Grad an der Messstation Weil Palmrainbrücke.

(Screenshot: hydrodaten.admin.ch)

Am 20. Juni betrug die Rhein-Temperatur noch 17,8 Grad.

(Screenshot: hydrodaten.admin.ch)

Trotz den angenehmen Temperaturen im Rhein ist Vorsicht geboten. Wie Polizeisprecher Martin Schütz gegenüber dem «Regionaljournal Baselland» berichtet, führe der Rhein immer noch sehr viel Wasser. Das könne für Schwimmer, welche ihre Fähigkeiten unterschätzen, gefährlich werden. Am Dienstagabend musste die Feuerwehr zwei Personen aus dem Rhein retten. Die Schwimmer unterschätzten die Strömung und die Wassertemperatur.

 

 

Hitze auf Baustellen

Auf Waadtländer Baustellen werden wegen der Hitze ausserordentliche Massnahmen ergriffen. Die Arbeit darf zwischen 13 und 17 Uhr eingestellt werden, wie der Waadtländer Arbeitgeberverband und die Gewerkschaft Unia am Mittwoch mitteilten.

Die beiden Sozialpartner haben angesichts der zu erwartenden Temperaturen beschlossen, den Fonds Gesundheit und Sicherheit zu aktivieren. Diese Massnahme erlaubt es den Bauunternehmern, auf sehr exponierten Baustellen die Arbeit während der grössten Hitze am Nachmittag zu unterbrechen.

Der Arbeitgeberverband und die Gewerkschaft Unia rufen die Bauherren parallel dazu auf, die Arbeit auf den Baustellen auf die kühlsten Stunden des Tages zu verlegen, also auf den frühen Morgen, dort wo die Nachbarschaft nicht gestört werde. Weiter wird den Bauarbeitern empfohlen, genügend zu trinken und die Haut mit Sonnencrème vor den schädlichen UV-Strahlen zu schützen. (sda)

Splitternackte Spritztour durch Brandenburg

In Deutschland wurde ein Mann wärend seiner Spritztour durch Brandenburg von der Polizei angehalten. Denn er war splitternackt auf seiner Vespa unterwegs.

31,1 Grad um 11 Uhr in Sissach

Bereits vor 11 Uhr wurde die 30-Grad-Marke geknackt. In Sissach zeigt das Thermometer derzeit 31,1 Grad an.

Zentralschweizer Seen laden zum Baden

In der Zentralschweiz steht dem Badespass nichts entgegen. Die Aufsichtskommission Vierwaldstättersee (AKV) attestiert den Seen der Kantone Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden sowie Luzern eine einwandfreie Badewasserqualität, wie die AKV am Mittwoch mitteilte.

Gute bis ausgezeichnete Badewasserqualität

Untersucht wurden im Mai und Juni 62 Badestellen an Vierwaldstättersee, Zürichsee, Zugersee, Sempachersee, Baldeggersee, Rotsee, Lauerzersee, Sihlsee, Sarnersee, Lungerersee, Hirschlensee, Seelisbergsee und Golzernsee. Alle untersuchten Stellen hätten eine gute bis ausgezeichnete Badewasserqualität aufgewiesen.

Die Wasserproben seien durch das Laboratorium der Urkantone in Brunnen sowie die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz in Luzern untersucht worden. Bei Bächen und Flüssen seien in Bereichen von Abwasserreinigungsanlagen leicht höhere Belastungen möglich, heisst es weiter. Darmbakterien könnten auch dort auftreten, wo sich viele Wasservögel aufhielten.

Keine Wasservögel vor Ort

In der Regel würden die Wasservögel aber flüchten, sobald ein Uferbereich von Badenden in grösserer Zahl besucht werde. Weil Keime aus dem Vogelkot durch das Sonnenlicht verhältnismässig schnell abgetötet würden, träten diese Belastungen meist nur kurzzeitig auf.

Die Untersuchungen beschränkten sich auf die mikrobiologische Qualität des Wassers. Nicht berücksichtigt wurden spezielle Probleme wie beispielsweise Zerkarien (Gabelschwanzlarven, auch «Entenflöhe» genannt), die bei erhöhten Wassertemperaturen im Uferbereich vorkommen könnten. Sie seien harmlos, könnten aber lokales starkes Hautjucken verursachen, das allerdings nach einigen Tagen wieder abheile. (sda)

Sahara-Staub färbt Himmel

Der Sahara-Staub in der Luft war heute Morgen bei Sonnenaufgang deutlich zu sehen:

Zwei Personen unverletzt aus Rhein gerettet

Am Dienstagabend rettete die Feuerwehr zwei Personen unverletzt aus dem Rhein. Sie unterschätzten die Strömung und die Wassertemperatur.

Die ganze Story gibt’s hier.

Gemeinde Lommiswil SO stellt Wasser ab

In Lommiswil SO wird am Donnerstag von 7:30 bis 16 Uhr die Wasserleitung in einem Quartier unterbrochen – obwohl an diesem Tag bis zu 36 Grad zu erwarten sind. Dies weil eine neue Leitung installiert wird, berichtet der «Blick». «Uns wurde schon mal das Wasser abgestellt. Aber jetzt ist es ein sehr schlechter Zeitpunkt», sagt ein Anwohner gegenüber der Zeitung.

Die Gemeinde lenkt auf Nachfrage von «Blick» ein: Man habe zusätzliche Arbeiter aufgeboten. Die Arbeiten beginnen nun erst um 10 Uhr. Ausserdem versuche man früher fertig zu sein.

Erste Tropennacht des Jahres in Basel

In Basel sank die Temperatur in der Nacht auf Mittwoch nicht unter 20 Grad. Damit erlebte Basel die erste Tropennacht des Jahres.

Besonders mild war es in den Bergen, selbst auf 2’000 Metern Höhe gab es noch Tiefstwerte um die 20 Grad, wie der private Wetterdienst Meteonews mitteilte. In der Nacht auf Donnerstag dürften Frühtemperaturen von 20 Grad oder mehr noch häufiger sein als heute Mittwoch.

Am Mittwoch lag beispielsweise der Tiefstwert in Lugano bei 24,2 Grad und in Vevey wurden 24,1 Grad gemessen. Auf dem Balmberg auf 1083 Metern über Meer fiel das Thermometer nur auf 22,4 Grad und auf dem Chaumont auf 1’130 Metern Höhe lag der Tiefstwert bei 21,6 Grad. «Rekordhalter» auf rund 2’000 Metern Höhe war der Maschgenkamm/Flumserberge mit 20,2 Grad. (sda(jwe)

Meteorologen erwarten in Basel und Sitten bis zu 38 Grad

Die Schweiz könnte am heutigen Mittwoch tropische Hitze um die fast 40 Grad erleben. Das Hoch «Ulla» dürfte besonders im Norden und Süden die Temperaturen hochtreiben. SRF Meteo erwartet am Nachmittag für Basel und Sitten VS bis zu 38 Grad.

Der Schweizer Wetterdienst Meteoschweiz sagt bis zu 37 Grad voraus. Demnach könnten am Mittwoch einige Temperatur-Rekorde purzeln. Am Nachmittag soll es in der Schweiz 33 bis lokal 38 Grad heiss werden. In den Städten Zürich und Chur werden bis zu 37 Grad erwartet. Eine leichte Abkühlung von der Saharahitze ist erst für Anfang nächster Woche in Sicht.

Die höchste Temperatur im vergangenen Hitzesommer lag bei 36,2 Grad. Als absoluter Rekord gilt der 11. August 2003 in Grono im bündnerischen Misox. Damals war es da 41,5 Grad heiss.

Der Bund erliess Hitzewarnungen der zweithöchsten Stufe 4 («Grosse Gefahr») für die Region Basel sowie für Teile des Wallis und des Tessins. Bereits am Dienstag waren im Wallis die Temperaturen an mehreren Orten auf über 35 Grad geklettert. (sda)

Es ist heiss in Basel

Impressionen vom Hitzetag in Basel in den Telebasel News vom 25. Juni 2019:

36 Grad und es wird noch heisser

Die Temperaturen haben am Dienstagmittag Fahrt aufgenommen in Richtung Hitzerekordwoche und dem Wallis am Nachmittag Temperaturen über 35 Grad beschert. In Sitten kletterte das Thermometer gegen 16.30 Uhr auf 35,8 Grad.

Aber auch in der Nordwestschweiz wurde geschwitzt: 34,3 Grad zeigte die Quecksilbersäule zur selben Zeit in Basel-Binningen an. In Gösgen im Aargau waren es 33,9 Grad, in Zürich-Affoltern 33,3 Grad und in Bern-Zollikofen 31,5 Grad, wie das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) meldete. Es erwartet Höchsttemperaturen für Mittwoch und Donnerstag – teils bis zu 39 Grad.

Der Juni 2019 könnte alte Monatsrekorde brechen – den Anfang machte am Dienstagvormittag der Pilatus. Auf dem 2128 Meter hohen Hausberg von Luzern wurden schon gegen 10 Uhr 21,7 Grad gemessen, 0,1 Grad mehr als beim letzten Monatsrekord am 18. Juni 2013.

Während des Tages dürften noch mehr Temperatur-Rekorde purzeln, wie MeteoNews schreibt. Der private Schweizer Wetterdienst mit Sitz in Zürich sagt für Dienstag und Mittwoch voraus, dass etliche Juni- oder gar Allzeit-Temperaturrekorde gebrochen werden könnten.

Hitzewarnung für das Tessin

Auch für das Mittel- und Südtessin gilt seit Dienstag die zweithöchste Hitze-Warnstufe 4. Das bedeutet grosse Gefahr. Meteoschweiz hatte eine Hitzewarnung Stufe 4 am Montag bereits für die Region Basel und Teile des Wallis ausgegeben.

Für eine erste Tropennacht hatte es auf den Dienstag in leicht erhöhten Lagen und vor allem im St. Galler Rheintal gereicht, wie der Wetterdienst SRF Meteo mitteilte. Von einer Tropennacht wird gesprochen, wenn die Temperaturen während der ganzen Nacht nicht unter 20 Grad sinken.

So lag auf dem Üetliberg bei Zürich der Tiefstwert bei 22,3 Grad, und auch auf dem Bantiger bei Bern wurde es nie kühler als 21,6 Grad. Ebenfalls für eine Tropennacht reichte es in einigen leicht föhnigen Alpentälern, so im Unterwallis und im St. Galler Rheintal. Auch südlich der Alpen wurde lokal eine Tropennacht verzeichnet, so in Lugano und Locarno mit 21,5 und 21,7 Grad. (sda)

Wie das Auto zur Todesfalle wird

Hitze im Auto kann tödlich sein, und sie kann schnell zu Verbrennungen und Hitzschlag führen. Die meisten Menschen unterschätzten, dass es schon nach wenigen Minuten bei sengender Sonne im Auto extrem heiss und für Mensch und Tier kritisch werden könne, warnt der TCS.

(Video: Youtube/TCS Schweiz-Suisse-Svizzero)

Tests haben nach Angaben des Touring Club Schweiz (TCS) gezeigt, dass neben dem Parken im Schatten die Lackierung einen grossen Einfluss hat. So unterscheiden sich die gemessenen Temperaturen zwischen einem weissen und einem schwarzen Auto nach einer Stunde Sonneneinstrahlung um bis zu 20 Grad: weil ein schwarzes Auto mehr Sonnenstrahlen absorbiert, heizt es sich schneller und stärker auf.

Auch Sonnenschutzfolien haben eine grosse Wirkung. So wurde bei einem Fahrzeug, das ohne Sonnenschutzfolien eine Stunde in der Sonne stand, auf dem Armaturenbrett 77 Grad Celsius gemessen. Bei Fahrzeugen mit Sonnenschutzfolie war die Temperatur bis zu 40 Grad tiefer.

Fenster leicht öffnen bringt nichts

Leicht geöffnete Fensterscheiben verfehlen hingegen die erhoffte kühlende Wirkung. Im TCS-Test konnte innerhalb von 30 Minuten lediglich ein Unterschied von zwei Grad bei der Innentemperatur gemessen werden. Beim Fahren allerdings tragen komplett geöffnete Fensterscheiben innert kurzer Zeit erheblich zur Kühlung des Innenraums bei.

Hitzephasen setzen laut TCS auch dem Auto stark zu. Vor allem der Motor ist stark gefordert und schadenanfälliger, weil er weniger gut abkühlen kann. Deshalb sei es wichtig, bei heissen Temperaturen noch stärker als sonst schon die Motor- und Öltemperatur im Auge zu behalten. (sda)

Hitzewarnung für das Tessin auf Stufe 4 erhöht

Auch für das Mittel- und Südtessin gilt seit Dienstag die zweithöchste Hitze-Warnstufe 4. Das bedeutet grosse Gefahr. Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) hatte eine Hitzewarnung Stufe 4 am Montag bereits für die Region Basel und Teile des Wallis ausgegeben.

Am Mittag kratzte das Thermometer vielerorts an der 30-Grad-Marke. In Chur wurden bereits 31,3 Grad gemessen, in Basel-Binningen 29,9 Grad und in Bern-Zollikofen 28,1 Grad. Der Dienstag dürfte verbreitet zum Hitzetag werden mit Temperaturen deutlich über der 30-Grad-Marke. Die höchsten Temperaturen im Rahmen der laufenden Hitzewelle werden für Mittwoch und Donnerstag erwartet, mit bis zu 39 Grad. (sda)

Erste Juni-Rekorde purzeln - 21,7 Grad auf dem Pilatus

Der Juni 2019 könnte alte Hitze-Rekorde brechen – den Anfang machte am Dienstagvormittag der Pilatus. Auf dem 2’128 Meter hohen Hausberg von Luzern wurden schon gegen 10 Uhr 21,7 Grad gemessen, 0,1 Grad mehr als beim letzten Rekord am 18. Juni 2013.

Während des Tages dürften noch mehr Temperatur-Rekorde purzeln, wie MeteoNews weiter schreibt. Der private Schweizer Wetterdienst mit Sitz in Zürich sagt für Dienstag und Mittwoch voraus, dass etliche Juni- oder gar Allzeit-Temperatur-Rekorde gebrochen werden könnten.

In Chur wurden um kurz nach 11 Uhr bereits 28,5 Grad gemessen, in Basel-Binningen 27,9 Grad und in Visp im Wallis 26,9 Grad, wie das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (MeteoSchweiz) meldete. Es erwartet Höchsttemperaturen für Mittwoch und Donnerstag – teils bis zu 39 Grad. (sda)

Arlesheim reagiert auf Hitzewelle

Aufgrund der hohen Temperaturen passt die Verwaltung der Gemeinde Arlesheim die Öffnungszeiten von Dienstag bis Freitag an. Neu sind die Schalter nur morgens von 7 bis 12 Uhr geöffnet, nachmittags bleiben sie geschlossen, heisst auf der Internetseite der Gemeinde Arlesheim.

Sollte die Gefahrenstufe 4 auch nächste Woche noch anhalten, werde die Gemeinde über eine Verlängerung der angepassten Öffnungszeiten informieren.

Nacht auf Dienstag nur lokal eine Tropennacht

Die Nacht auf Dienstag ist angesichts der anhaltenden Hitzewelle mindestens im Mittelland noch verhältnismässig kühl ausgefallen. Die Temperaturen gingen vielerorts auf 15 Grad zurück.

Eine sogenannte Tropennacht gab es nur in leicht erhöhten Lagen und vor allem im St. Galler Rheintal, wie der Wetterdienst SRF Meteo mitteilte. Von einer Tropennacht wird gesprochen, wenn die Temperaturen während der ganzen Nacht nicht unter 20 Grad sinken.

So lag auf dem Üetliberg bei Zürich der Tiefstwert bei 22,3 Grad, und auch auf dem Bantiger bei Bern wurde es nie kühler als 21,6 Grad.Ebenfalls für eine Tropennacht reichte es in einigen leicht föhnigen Alpentälern, so im Unterwallis und im St. Galler Rheintal. Auch südlich der Alpen wurde lokal eine Tropennacht verzeichnet, so in Lugano und Locarno mit 21,5 respektive 21,7 Grad.

Auch in der Höhe wurden verhältnismässig milde Temperaturen erreicht. Auf dem Säntis in 2’500 Metern Höhe beispielsweise wurde es in der Nacht nicht kälter als 13,8 Grad.

Keine Tropennacht in Basel

In Basel wurde keine Tropennacht verzeichnet. Die Temperaturen fielen in der Nacht auf 17,7 Grad.

(Screenshot: meteoschweiz.admin.ch)

Für Dienstagnachmittag rechnen die Meteorologen mit Höchstwerten von 32 bis 36 Grad. Der Grund für die weitere Erwärmung liegt bei einer Südströmung in der Höhe, die von der Sahara heisse Luft direkt zu uns schickt. (sda/jwe)

Längere Sommerferien für Schüler?

In einem Schulzimmer mit knapp 20 Personen kann es bei etwa 30 Grad sehr anstrengend sein, sich zu konzentrieren. Viele Lehrer gehen dann mit den Schülern im Freien weiter arbeiten oder spendieren eine Glacé. Schulkinder fordern nun drei Monate Sommerferien, schreibt «20 Minuten».

In südlichen Ländern wie Italien, Albanien und der Türkei, ist die Schulzeit bereits zu Ende gegangen. Mihailo Kinkela, Medienverantwortlicher der Union der Schülerorganisationen (USO) drückt den Wunsch für drei Monate Sommerferien in der Schweiz aus. Abgesehen von den Prüfungen passiere nicht viel im Unterricht, ausser unnötiges Spezialprogramm, meint Kinkela gegenüber «20 Minuten». Man solle den Schulbetrieb im Sommer deshalb einstellen.

Die Forderungen stossen beim Lehrerverband auf offene Ohren. Auch auf politischer Ebene wird das Thema diskutiert. Der Sommer in der Schweiz ähnelt denen im Süden, deshalb würde es Sinn machen, drei Monate lange Sommerferien einzuführen, sagt Luzian Franzini, Co-Präsident der Jungen Grünen. SP-Nationalrat Corrado Pardini fordert den Bundesrat auf, Vor- und Nachteile aufzuzeigen.

Ein grosser Nachteil ist bereits klar: Viele Schüler verlernen einiges in den Ferien. Darum sollten die Kinder in der Sommerpause Aufgabendossiers lösen oder betreute Lernphasen in kühler Atmosphäre haben, meint Beat W. Zemp, Präsident des Lehrerverbands. Zudem seien die Sommerferien auf den Beginn der weiterführenden Schulen abgestimmt.

36 Grad

Am Dienstag wird in Basel eine Höchsttemperatur von 36 Grad erwartet – bei meist wolkenlosem Himmel.

Bub (4) aus überhitztem Auto gerettet

Wie «Blick» berichtet, wurde beim Flughafen Catania in Italien ein Bub (4) am Samstagnachmittag bei 40 Grad im Schatten in einem Audi A6 mit Schweizer Nummernschild eingeschlossen. Ein Polizist entdeckte den Jungen und handelte sofort. Er griff zu seiner Pistole und schlug die Fensterscheibe mit seiner Dienstwaffe ein. Gerade noch rechtzeitig, denn der Vierjährige war bereits schweissgebadet und hyperthermisch.

Die Eltern des Jungen, beide ebenfalls Schweizer (28 und 32), wurden wegen der Vernachlässigung von Minderjährigen angezeigt.

An diesem Flughafen wurde der Bub im Auto zurückgelassen. (Bild: Twitter)
Hilfe für Wildtiere

Auch für Wildtiere kann eine anhaltende Hitzewelle lebensbedrohlich werden: Viele Tiere finden in solchen Zeiten kein Wasser und sind auf die Hilfe von Menschen angewiesen. Die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz veröffentlichte Tipps wie Sie Tieren durch den Sommer helfen.

Igel: Viele Igel haben zurzeit Junge, aufgrund des trockenen Wetters und der hohen Temperaturen finden die Igelmütter allerdings kaum Wasser und Futter und schaffen es so auch nicht, genügend Milch für ihre Jungtiere zu produzieren. Ganze Igelfamilien sterben so qualvoll in der Sommerhitze.
Mit einer kleinen Geste können Sie Leben retten: Stellen Sie einen Wassernapf im Garten auf (keine Milch) und geben Sie so Igeln – und auch anderen Tieren – die Möglichkeit, zu Flüssigkeit zu kommen.

Vögel: Auch unsere einheimischen Vögel sind auf Wasser angewiesen und profitieren von einer Wasserstelle. Neben dem lebenswichtigen Trinkwasser, das eine Vogeltränke anbietet, können sie sich dort auch abkühlen und ihr Gefieder pflegen. Wichtig: Flacher Rand, damit die Vögel landen können, aufgerauter Boden, damit die Tiere Halt haben, Tiefe von 2,5 cm am Rand bis 5 oder 10 cm in der Mitte, damit verschiedene grosse Vogelarten baden können.

Insekten: Eine Tränke für Bienen, Hummeln, Falter und andere Insekten ist schnell gebaut und findet auf jedem Balkon Platz. Insekten benötigen Wasser zum Trinken und auch um Nester zu bauen. Da Insekten nicht schwimmen können, benötigen sei einen flachen Zugang zum Wasser und Aussteigemöglichkeiten: Eine flache, mit Steinen gefüllte Schale ist die ideale Insekten-Bar und sieht auch noch hübsch aus. (Achtung: Möglichst windstill platzieren!)

Unia fordert Baustellenschliessungen ab 35 Grad

Die Gewerkschaft Unia warnt vor gefährlichen Folgen der Hitzewelle für die Beschäftigten auf dem Bau. Sie nimmt die Arbeitgeber und Bauherren in die Pflicht und verlangt besondere Schutzmassnahmen, die notfalls bis zur Schliessung von Baustellen gehen.

Die Unia forderte die Bauherren ebenfalls auf, bei Verzug kulant zu sein, damit die Schutzmassnahmen auch wirklich umgesetzt werden können. Termin- und Zeitdruck dürfe nicht die Gesundheit der Arbeitnehmenden gefährden.

Auf den Baustellen muss gemäss Unia Sonnenschutz und genügend Trinkwasser zur Verfügung stehen. «Und die Arbeitszeiten müssen so angepasst werden, dass während der heissesten Zeit nicht gearbeitet wird», lässt sich Bruna Campanello, Co-Leiterin Sektor Gewerbe, in der Mitteilung zitieren.

Nur noch Arbeiten im Schatten

Die Unia fordert, dass Baustellen mit direkter Sonneneinstrahlung, zum Beispiel auf Autobahnen, und auf Baustellen mit starker Rückstrahlung (Teerflächen) bei Temperaturen über 35 Grad geschlossen werden. Steigt das Thermometer über 30 Grad, sollten nur noch Arbeiten am Schatten ausgeführt werden.

Teams der Unia wollen die Einhaltung der geforderten Massnahmen auf den Baustellen kontrollieren, wie es weiter hiess. Arbeitnehmende, die feststellten, dass die Regeln zu ihrem Schutz nicht eingehalten würden, sollten direkt beim Polier intervenieren oder sich bei der Gewerkschaft melden.

Zu den grössten Gefahren beim Arbeiten unter prallster Hitzesonne gehören Dehydrierung, Sonnenstich oder Hitzeschlag. Sie könnten zu schwerwiegenden Gesundheitsfolgen oder gar zum Tod führen, hielt Unia fest. Jedes Jahr erkrankten zudem rund 1000 Arbeitnehmende an Hautkrebs, weil sie bei der Arbeit der brennenden Sonne direkt ausgesetzt sind.

Der Bund erhöht die Hitzewarnstufe auf 4

Für die Region Basel und das Zentralwallis hat der Bund die Hitzewarnstufe von 3 auf 4 erhöht:

So überstehen Mensch und Tier die Hitze in Basel

Damit die Bevölkerung die kommenden Hitze-Tage gut übersteht, haben am Montag der Basler Kantonsarzt und der Basler Kantonstierarzt die wichtigsten Verhaltens-Tipps für die Bevölkerung abgegeben. Beide warnen vor einer besonderen Falle: Kind oder Hund nie im Auto zurücklassen. Der Kantonsarzt verweist zudem auf die spezielle Vorbereitung für allein lebende, ältere Menschen.

Angehörigen von allein lebenden, älteren Menschen sei eine spezielle Vorbereitung auf Hitzeperioden ans Herz gelegt. Dazu Kantonsarzt Thomas Steffen: «Machen Sie tägliche Telefonate, organisieren Sie Besuche und Hilfe von Nachbarn, ebenso genügend Lebensmittel und Getränke.» Bei Bedarf kann während Hitzewellen auch eine Betreuungsmöglichkeit durch Hilfsdienste sichergestellt werden.

Zur Erinnerung noch einmal die wichtigsten Tipps:

  • Viel trinken: mindestens 1,5 Liter am Tag. Geeignet sind Wasser und ungesüsste Getränke, nicht geeignet sind stark gezuckerte oder alkoholische Getränke.
  • Zwischen 11:00 und 15:00 Uhr im Schatten bleiben. Die Sonne ist in den Mittagsstunden am intensivsten. Körperliche Anstrengungen während der heissesten Tageszeit möglichst vermeiden.
  • Luftige Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrille tragen. Leichte und luftige Kleidung ist angenehmer als enge. Zu viele UV-Strahlen schaden nicht nur der Haut, sondern auch den Augen.
  • Sonnenschutzmittel auftragen. Mindestens Lichtschutzfaktor 15 wählen und ein Sonnenschutzmittel nutzen, das vor UVA- und UVB-Strahlen schützt.
  • Räume kühl halten, Körper abkühlen. Nachts und früh am Morgen lüften, tagsüber Fenster schliessen und Sonne fernhalten (Vorhänge / Storen zuziehen). Körper nach Bedarf mit nassen Tüchern auf Stirn und/oder Nacken kühlen, kühlende Fuss- und Handbäder geniessen.
Bund warnt vor Hitzewelle

Das Bundesamt für Meteorologie (MeteoSchweiz) warnt für die kommende Woche vor einer Hitzewelle. Die Woche werde schwülheiss. Das Bundesamt gibt darum eine Hitzewarnung der Stufe 3 heraus. Von Dienstag bis Donnerstag sind lokal 39 Grad möglich.

Die Luftfeuchtigkeit dürfte zwischen 25 und 45 Prozent liegen, heisst es auf der Homepage. Die hohen Temperaturen sind in allen Landesteilen zu erwarten. Für gewisse Bevölkerungsgruppen stellt ein solches Wetter ein Gesundheitsrisiko dar.

Bei erhöhtem Puls, Schwäche, Kopfweh, Verwirrtheit, Schwindel, Übelkeit oder Durchfall ist Handeln angesagt. Wer darunter leidet, muss sich hinlegen und den Körper abkühlen sowie frisches Wasser trinken. Bringt das nichts, ist medizinische Hilfe angezeigt.

Anlauf auf die 30 Grad-Marke

Ab Sonntag beginnen die Temperaturen allmählich zu steigen. Am Nachmittag wird es erst bis zu 27 Grad warm und im Wallis könnte die 30-Grad-Grenze bereits geknackt werden.

Ab Montag treffen dann die warmen Luftmassen aus Nordafrika auf die Schweiz. Bereits zum Wochenbeginn muss laut Meteo News mit 30 Grad gerechnet werden.

In drei Stunden soviel Regen wie sonst in einem Monat

Im neuenburgischen Val-de-Ruz ist in der Nacht auf Samstag soviel Regen niedergegangen wie sonst in einem ganzen Monat. Es waren zwischen 70 und 100 Liter pro Quadratmeter, wie Frédéric Glassey von MeteoNews schätzt.

Beim Unwetter handelte es sich gemäss Glassey um ein heimtückisches und aussergewöhnliches Wetterphänomen. Eine unstabile feuchte Luftmasse sei bei Windstille über der selben Region stehengeblieben und habe sich entladen.

In anderen nahegelegenen Gebieten regnete es derweil nur geringfügig. So wiesen Neuenburg 9 und La Chaux-de-Fonds 21 Liter Regen pro Quadratmeter aus. In La Brévine und Le Locle regnete es gar nicht.

Klimaforscher schlagen Alarm

Die Hitzewelle kommt laut der «Bild» aus der Sahara. Es wird also heiss und trocken. Wie Meteorologe Roger Perret gegenüber «Blick» sagt, bleibe das Gewitterrisiko klein und die Waldbrandgefahr könnte steigen.

Hitzewellen, Gewitter und Stürme

Deutschland könnte es noch härter treffen, denn dort werden gar Temperaturen von bis zu 40 Grad erwartet. Es könnte so heiss werden, dass sogar der Asphalt aufbrechen könnte. Diese Hitzewelle könnte nicht die einzige bleiben. Gemäss Perret häufen sich die Wetterextreme aufgrund der Klimaerwärmung. Nicht nur Hitzewelle werden vermehrt auftreten, auch könnte es zu heftigeren Gewittern und Stürmen kommen.

Um diese Entwicklung zu stoppen bräuchte es strickte Massnahmen, wie Klimaforscherin Dr. Sonia I. Senevirante von der ETH gegenüber «Blick» sagt. Dazu gehöre zum Beispiel den CO2-Ausstoss auf einen Wert von null Prozent gebracht werden. Die hohen Temperaturen bleiben auch nicht ohne Folgen für die Schweiz. So sei vor allem die Landwirtschaft betroffen. Daneben wirkt sich die Hitze auch auf die Gesundheit aus.

 

Bach im Val-de-Ruz tritt über Ufer - Vier Verletzte

Bei heftigen Gewittern sind im Val-de-Ruz im Kanton Neuenburg in der Nacht auf Samstag vier Personen verletzt worden, eine von ihnen schwer. Der Bach zwischen Dombresson und Villiers trat über die Ufer und trug dutzende Autos davon.

Die heftigen Gewitter gingen am Freitag ab 22 Uhr nieder. Der Bach, der die beiden Dörfer Dombresson und Villier sowohl verbindet als auch durchquert trat über die Ufer. Seine angeschwollenen Fluten rissen unterwegs alles mit.

In Dombresson lagen die Strassen mehr als einen Meter unter Wasser, wie Polizeisprecher Pierre-Louis Rochaix am Samstagmorgen auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Dutzende Fahrzeuge wurden mitgerissen. Die schwer verletzte Person wurde ins Inselspital nach Bern gebracht, wie Rochaix weiter sagte. Die anderen drei Verletzten kamen mit leichteren Blessuren davon.

Die Schäden an Gebäuden sind beträchtlich. Unterirdische Garagen und Keller wurden überflutet. Böschungen rutschten ab und die Strasse zwischen Dombresson und Le Pâquier wurde beschädigt. Die von Schutt und weggeschwemmten Autos bedeckte Strasse ist gesperrt und dürfte es noch etliche Stunden bleiben.

Die Behörden warnten die Bevölkerung, sich in Tiefgaragen und ähnliche Räumlichkeiten zu begeben. Auch überschwemmte Strassenstücke sollten keinesfalls befahren werden.

Purzeln Juni Rekord-Werte?

«Nächste Woche kommt eine Hitzewelle auf uns zu», schreibt «srf meteo». Und die Welle soll bereits am Montag ins Rollen kommen. Für Basel sind erneut Spitzenwerte im Hitze-Bereich angekündigt. Und es wird noch heisser. Bereits am Dienstag erwartet der Meteodienst Werte von bis zu 36 Grad. Und Stellenweise könnten sogar die Juni-Rekorde purzeln.

 

40 Notfällungen wegen Hitze

Rund 40 Bäume in Basel werden diese Woche notfallmässig gefällt, nachdem Trockenheit und Hitze sie haben absterben lassen. Weil sie Äste verlieren oder ganz umstürzen können, sind sie zur Gefahr für die Bevölkerung geworden.

40 Notfällungen, welche die Basler Stadtgärtnerei bis Freitag (21. Juni) vornimmt, seien auf den Hitzesommer 2018 zurückzuführen, sagte am Montag deren stellvertretender Leiter Grünflächenunterhalt, Simon Leuenberger, vor den Medien. Die Bäume seien abgestorben, erläuterte er anhand einer kahlen Hagebuche beim Rialto unweit der Heuwaage.

Priorität haben Bäume entlang von Strassen und Trottoirs und in Parks. Zum Beispiel sind beim Zolliparkplatz einige Parkplätze abgesperrt, bis das tote Holz weg und die Gefahr gebannt ist. Solche toten Bäume könnte man «unmöglich stehen lassen», so wie dies tief im Wald möglich sei, sagte Marco Hug, Baumsachverständiger der Stadtgärtnerei Basel.

(Bild: Keystone)
Sommer-Woche angesagt

Nach dem nassen Wochenende sagen die Meteorologen für diese Woche Sommer-Wetter voraus – zumindest bis Donnerstag. Und die Temperaturen steigen von Tag zu Tag.

Frau auf Campingplatz von Baum erschlagen

Ein schweres Unwetter im Osten Frankreichs hat am Samstag ein Menschenleben gefordert. Eine deutsche Urlauberin wurde am Samstag auf einem Campingplatz der französischen Stadt Taninges während eines Sturms von einem Baum erschlagen.

Die 51-Jährige sei in ihrem Wohnwagen gewesen, als der Baum auf das Gefährt krachte, berichtete der Radiosender France Bleu auf seiner Webseite. Taninges liegt wenige Kilometer südlich des Genfer Sees.

Unwetter fordert Todesopfer

Ein Unwetter mit Sturm und Starkregen sowie vereinzelt Hagel ist am Samstag über Teile der Schweiz gefegt. In Genf kam eine Touristin bei einem Bootsunfall ums Leben. In Freiburg rückte die Feuerwehr 40 Mal aus. Zwei Festivals wurden vorsorglich evakuiert.

Der Sturm fegte vom Genfersee durchs Mittelland, über die Zentral- und Ostschweiz bis zum Bodensee, teilweise mit mehr als 110 Kilometern pro Stunde, wie Meteoschweiz mitteilte. Die Regenmengen lagen weitherum bei 20 bis 35 Litern pro Quadratmeter, in Cossonay VD gingen innert zwei Stunden rund 50 Liter nieder.

Auf dem Genfersee vor Vésenaz GE sank laut Angaben der Polizei wegen des Sturms am späten Nachmittag ein Ausflugsboot. Eine Touristin starb. Ein Mann rettete sich mit einem Sprung ins Wasser und schwamm zum nahen Hafen, wo er auf einem anderen Boot ein Notsignal zünden konnte, wie ein Polizeisprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

In Spiez im Berner Oberland hagelte es am frühen Abend grössere Körner, und das Gelände des Musikfestivals Greenfield in Interlaken wurde vorsorglich evakuiert, zwei Konzerte wurden abgesagt.

In Frauenfeld TG wurde das Gelände des Stadtfestes wegen des Sturms ebenfalls vorsorglich geräumt. Dieser beschädigte die Infrastruktur, wie die Veranstalter des Mitsommerfestes mitteilten. Mehrere Bäume ausserhalb des Festgeländes stürzten um. Verletzt wurde niemand. Das Festival soll am Sonntag weitergehen.

Gefahrenstufe 3 für die Region Basel

Hagel, Sturmböen, Starkregen und hohe Blitzaktivität: Der meteorologische Dienst des Bundes warnt vor heftigen Gewittern in der Schweiz. So wird auch für die Region Basel die Gefahrenstufe 3 (von 4) ausgerufen.

Die heftigsten Ereignisse sollen sich in der Region zwischen 18 und 22 Uhr zutragen. Der Wetterdienst empfiehlt Topfpflanzen, Sonnenschirme, Sonnenstoren, leichtes Mobiliar etc. nicht unbefestigt und/oder ungeschützt im Freien stehen lassen und das Auto (wenn möglich) in einer Garage vor möglichen Hagelschäden unterzubringen.

Nächste Gewitterfront im Anmarsch

In der Nacht zum Samstag ist es bedeckt mit einzelnen Aufhellungen. Zu Tagesbeginn zieht das Wetter weiter zu und es bleibt bedeckt, berichtet meteoblue.ch. Am Nachmittag sind lokale Gewitter mit Schauern möglich.

Wie MeteoNews mitteilt, können sich über Frankreich heute Nachmittag wegen der warmen und angefeuchteten Luftmasse, kräftige Gewitter entwickeln. Am Abend ziehen die Gewitter dann quer über die  Schweiz bis zum Bodensee und später in der Nacht nach Deutschland.

Rheinpegel sinkt - Bodenseepegel steigt

Dank des schönen Wetters entspannt sich die Hochwassersituation am Rhein, die Abflussmenge ist gesunken. Wegen der Schneeschmelze wird der Wasserstand des Bodensees in den kommenden Tagen um bis zu 15 Zentimeter steigen.

Das Rheinvorland von der Brücke zwischen Mäder (Bezirk Feldkirch) und Kriessern (CH) flussabwärts blieb am Donnerstag gesperrt. Am Freitag werde die Situation neu beurteilt, sagte ein Sprecher der Internationalen Rheinregulierung (IRR) auf Anfrage.

Noch viel Schnee in den Bergen

Man bleibe dennoch wachsam, denn obwohl die Niederschläge im Einzugsgebiet des Rheins in Graubünden abgeklungen seien, gebe es aufgrund der Schneeschmelze weiter einen hohen Abfluss. Es liege noch viel Schnee in den Bergen, zudem seien steigende Temperaturen in den kommenden Tagen prognostiziert.

Alpenrhein: Gemeinden rüsten sich gegen Hochwasserwelle

Die Niederschläge haben den Pegel des Alpenrheins stark ansteigen lassen. Aus Sicherheitsgründen wurden bei Widnau SG und Lustenau A Fussgänger- und Radwege gesperrt. Das Rheinvorland ist teilweise überflutet.

(Bild: Youtube/VOL.AT – Vorarlberg Online)

Am gesamten Alpenrhein gilt seit Mittwochvormittag die Gefahrenstufe drei. Die neuesten Abflussprognosen zeigten nun eine neue, zweite Hochwasserwelle an, teilte die Internationale Rheinregulierung am Mittwochnachmittag mit.

Im Fussacher Durchstich habe sich flussabwärts der Brücke Höchst-Lustenau auf 50 Metern «ein Bruch der rechten Mittelgerinnewuhre ereignet». Dadurch sei die Hochwassersicherheit aber nicht beeinträchtigt.

Schneeschmelze wirkt sich aus

Das Rheinvorland wurde abwärts der Brücke Mäder-Kriessern und oberer Rheinspitz gesperrt. Die Pächter seien über die Situation informiert worden. (sda)

(Bild: Youtube/VOL.AT – Vorarlberg Online)

Die Niederschläge sollten zwar im gesamten Einzugsgebiet aufhören, Die Nullgradgrenze liege aber bei über 3000 Metern über Meer. Damit werde weiterhin «ein grosser Schneeschmelzanteil abflussrelevant».

In Österreich sind die Feuerwehren entlang des Fussacher Durchstichs auf einen möglichen Einsatz zur Beobachtung des Damms in den Abendstunden flussabwärts von der Brücke Höchst-Lustenau vorbereitet.

Zwei Personen aus PKW gerettet

Starker Regen hat in der Nacht auf Mittwoch Teile des Kantons Graubünden erfasst. In Splügen mussten zwei Personen aus einem Fahrzeug gerettet werden, das in einen Bach geraten war. Diverse Strassen wurden gesperrt, darunter die Nationalstrasse A13.

(Bild: Kantonspolizei Graubünden)

Von Dienstagabend 22 Uhr bis Mittwochmorgen 9 Uhr gingen bei der Einsatzleitzentrale der Kantonspolizei Graubünden über 15 Meldungen zu Ereignissen mit Starkniederschlägen ein. In diversen Teilen des Kantons standen Feuerwehren, das Tiefbauamt und weitere Organisationen im Einsatz.

Besonders betroffen waren laut Polizeiangaben die Regionen Mesolcina und Rheinwald. In Splügen wurde beim oberen Bergbahnparkplatzes ein Auto vom ansteigenden «Hüscherabach» erfasst und in den Bach gerissen.

Mit einem Kranfahrzeug konnten die beiden Insassen unverletzt, jedoch unterkühlt aus dem Fahrzeug geborgen werden. In Cama wurden zwei Familien und in Medels Bewohner eines Hauses sowie deren Tiere aus dem Stall vorsorglich evakuiert

Mehrere Strassen gesperrt

Die Autostrasse A13 sowie die italienische Strasse H13 wurden bei Medels und bei Cabbiolo von Murgängen erfasst oder von den Wassermassen bedroht. Sowohl die A13 zwischen Thusis und Lostallo als auch H13 und der Splügenpass mussten gesperrt werden. Geschlossen werden musste ausserdem der San Bernardinotunnel.

Die A13 wird am Donnerstag morgen um 9 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben, wie es bei der Kantonspolizei Graubünden auf Anfrage hiess. Der Splügenpass bleibt sicher bis Montag geschlossen.

Auf dem übrigen Bündner Kantonsgebiet kam es zu Verkehrsbehinderungen oder Umleitungen. Die Einsatzkräfte nahmen die Aufräum- und Sicherungsarbeiten am Mittwochmorgen mit Hochdruck auf.

Die Matterhorn Gotthard Bahn meldete am Mittwochmittag, dass der Betrieb am Autoverlad Furka, zwischen Oberwald VS und Realp UR, eingestellt worden sei. Der Grund sei ein Erdrutsch auf der Strasse zwischen Realp und Hospental. Ab 18:35 Uhr verkehrten die Züge wieder gemäss Fahrplan.

Regenmengen eines ganzen Monat

Der Wetterdienst Meteonews schrieb am Mittwoch von «teils unwetterartigen Regenmengen» in der Schweiz. Die seit Sonntag gemessenen Mengen hätten teilweise die durchschnittlichen Regenmengen, welche über den ganze Monat Juni verteilt fielen, überstiegen. Für neue Niederschlagsrekorde habe es aber nicht gereicht.

In einer stark ausgeprägten südlichen Höhenströmung wurden seit Sonntag sehr feuchte und labile Luftmassen in den Alpenraum geführt, die kräftige und gewittrig durchsetzte Niederschläge auslösten. Starker Regen prasselte laut Meteonews nieder in der Region Bern, in der Zentralschweiz und in der Ostschweiz. Die Niederschlagsmengen hätten sich auf 30 bis 60 Millimeter summiert.

In der Romandie, entlang des Juras, im Chablais, im Obergoms, im Gotthardgebiet sowie in Teilen der Surselva kamen verbreitet 60 bis 90 Millimeter, stellenweise auch über 100 Millimeter Regen zusammen. Am meisten Niederschlag fiel gemäss Meteonews zwischen der Simplonsüdseite und dem Sopraceneri mit 150 bis knapp 200 Millimetern.

Besser wird das Wetter gemäss den Wetterdiensten am Donnerstag und Freitag, wenn ein Zwischenhoch die Lage bestimmt. Unbeständig soll es dann wieder am Wochenende werden. (sda)

Hinterrhein erreicht Rekordmarke in Fürstenau

Bei der Messstadion Fürstenau knackte der Hinterrhein die Marke der Gefahrenstufe 4 von 5.

#Aktuell 773 m3/s Abfluss beim #Hinterrhein – neuer #Rekord! (Messreihe seit 1974) Bisher lag der höchste gemessene Wert bei 713 m3/s am 27.09.1981. #Rhein #Hochwassergefahr Quelle: BAFU ^ng pic.twitter.com/sbtGCv4QG6

— SRF Meteo (@srfmeteo) 12. Juni 2019

Rhein trat bei St. Margrethen über die Ufer

Bahnstrecke unterbrochen

Die Niederschläge beeinträchtigen auch den Schienenverkehr. Wegen eines Erdrutsches ist die Strecke zwischen Erstfeld und Göschenen unterbrochen. Die Fernverkehrszüge zwischen Erstfeld und Bellinzona fallen auf dem betroffenen Abschnitt aus und werden durch Busse ersetzt. Die Störung dürfte laut den SBB um 12 Uhr behoben sein.

Rhein erreicht Hochwassermarke 1

Die Schweizerischen Rheinhäfen melden am Dienstagmorgen, dass die Hochwassermarke I am Pegel Basel-Rheinhalle überschritten wurde. Der Aktuelle Pegelstand beträge 719 cm.

Unwetter der Stufe Rot

Besonders betroffen waren laut den Unwetterkarten einige Regionen in der Romandie, die Zentralschweiz und der Kanton Graubünden. So erhöhte Meteosuisse in der Nacht auf Dienstag etwa für Gamsen VS die Unwetterwarnstufe auf Orange. Für die Region Chur wurde sogar ein Unwetter der Stufe Rot registriert. Die Meteocentrale schrieb, es bestünde die Gefahr von Hagel, Starkregen und Sturmböen. Die Blitzaktivität sei zudem hoch. Das Zentrum des Gewitters habe im Bereich Innerferrea GR gelegen.

Gotthard wegen Hochwasser gesperrt

Wie TCS Verkehr in der Nacht zudem auf Twitter mitteilte, wurde die A2 am Gotthard zwischen der Verzweigung Altdorf und Amsteg in beiden Richtungen für den Durchgangsverkehr aufgrund von Hochwasser gesperrt. Laut TCS Verkehr gibt es auch im Tessin viel Geröll auf einigen Strassen.

Kritische Pegelstände

Wegen der anhaltenden Niederschläge führt die Reuss im Kanton Uri viel Wasser. Die Pegel überschritten einen Grenzwert, weshalb laut der zuständigen Kantonspolizei in der Nacht auf Dienstag diverse Interventionsmassnahmen eingeleitet werden mussten. Am Sonntagabend ging ausserdem bereits ein Murgang auf die Strasse zwischen Wassen und Meien nieder. Es kam dabei zwar niemand zu Schaden, wie ein Sprecher der Kantonspolizei auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Montagabend sagte. Die Strasse musste dennoch für den Verkehr geschlossen werden.

PKW durch Schlammlawine beschädigt

Obendrein wurde laut der Kantonspolizei Uri die Strasse Gurtnellen UR – Intschi UR wegen Elementarereignissen gesperrt. Im Bereich Gurtnellen, Steintal, ging eine Schlammlawine nieder und habe einen Personenwagen beschädigt. In der Folge mussten laut den Behörden neun Personen aus dem Gefahrenbereich evakuiert werden. Verletzt wurde beim Niedergang aber niemand.

Gegen 5 Uhr habe sich die Lage normalisiert und die A2 wurde für sämtlichen Verkehr wieder geöffnet, hiess es weiter im Communiqué der Kantonspolizei Uri am Dienstagmorgen.

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