(Bild: Keystone)

Basel

Starke Filme mit starken Frauen

Gute Filme begeistern. Noch mehr Spass macht der Filmgenuss, wenn auf der Leinwand starke Frauen zu sehen sind. Eine kleine Auswahl.

«Die göttliche Ordnung – 2017 »

1971 in einem beschaulichen Schweizer Dorf: Nora, eine junge Hausfrau, lebt zusammen mit ihrem Mann Hans und den zwei Söhnen ein ruhiges Leben. In der behüteten Schweizer Idylle ist noch nichts von den sozialen Umwälzungen zu spüren, die im Rest der Welt seit der 68-Bewegung fortschreiten. Im Gegenteil: Im Dorf herrscht die Meinung Emanzipation sei unnatürlich, einfach gegen die göttliche Ordnung.

Nora möchte wieder anfangen zu arbeiten, doch ihr Mann will es ihr verbieten, jemand müsse sich ja schliesslich um den Haushalt kümmern. Dies lässt in Nora den Widerstand erwachen. Sie und die anderen Frauen im Dorf entdecken ihre politische Stimme – der Dorf-Frieden gerät ins Wanken.

(Video: Youtube/Filmcoopi Zürich)

«Hidden Figures – 2016 »

Das oscarnominierte Drama «Hidden Figures – Unnerkannte Heldinnen» zeigt die Geschichte jener Frauen, die im Hintergrund der NASA halfen, die Berechnungen für die erste erfolgreiche Weltraummission durchzuführen.

Der grosse Handlungsbogen dreht sich um den Wettstreit zwischen den USA und der Sowjetunion, um die Vorherrschaft im Weltraum während der 1950er und 1960er Jahren. Seit den 1940 Jahren beschäftigte die NASA eine Gruppe Afroamerikanerinnen, die sich durch ihre Bildung und ihr Wissen hervorgetan hatten.

Im Verlauf des Filmes lernt der Zuschauer die Hauptfiguren Katherine Johnson (Taraji P. Henson), Mary Jackson (Janelle Monáe) und Dorothy Vaughn (Octavia Spencer) kennen. Der Film zeigt wie die Mathematikerinnen trotz ihren herausragenden Fähigkeiten unter Vorurteilen, Diskriminierung und Ungerechtigkeit leiden müssen – nur wegen ihrer Hautfarbe und Geschlecht.

(Video: Youtube/KinoCheck)

«Persepolis – 2007)

Der Zuschauer wird in die Stadt Teheran von 1978 versetzt. Die Hauptfigur ist die acht-jährige Marjane, welche viel über die Zukunft nachdenkt und ihre Bestimmung in der Rettung der Welt als Prophetin sieht. Sie erlebt behütet von ihren Eltern und Grossmutter, wie Revolution und der Sturz des Schah-Regimes zu Veränderungen der Gesellschaft führen. Plötzlich werden Kleidung und Verhalten durch «Revolutions-Kommissare» kontrolliert und Marjane muss sich verhüllen und einen Schleier tragen. Ihre aufständischen Gedanken und Aktionen führt sie darunter dennoch fort.

(Video: Youtube/Universum Film)

«Marry Poppins – 1964»

Vielen dürften den Klassiker aus dem Jahre 1964 als liebe Kindheitserinnerung im Gedächtnis haben. Der Film rund um das aussergewöhnliche Kindermädchen Marry Poppins (Julie Andrews) schlägt im Hintergrund auch sozialpolitische Töne an. Weil die Mutter Winifred Banks (Glynis Johns) sich als Suffragette für die Frauenrechte in England einsetzt, und der Vater George Banks (David Tomlinsons) konstant in der Bank arbeitet bleiben Haushalt und die Kinder auf der Strecke. Ein Kindermädchen muss her. Die bisherigen Anwärterinnen werfen alle das Handtuch weil sich die Kinder Jane und Michael nichts sagen lassen.

Marry Poppins  übernimmt die offene Stelle und schafft es mit Humor und einer Prise Magie den Kindern soziale Werte zu ermitteln und zeigt dem Familienvater Banks was im Leben wirklich wichtig ist.

(Video: Youtube/TheWorldofTrailers)

«Thelma & Louise – 1991»

Für nur ein Wochenende wollen Thelma (Geena Davis) und ihre Freundin Louise (Susan Sarandon) ihrem Alltag entfliehen. Der legendäre Roadmovie aus dem Jahr 1991 von Regisseur Ridley Scott zeigt einen harmlosen Ausflug ins Blaue der zu einer dramatischen Flucht wird. In einer Country-Bar entgeht Thelma nur knapp einer Vergewaltigung. Louise schiesst den Täter nieder und die zwei Frauen fliehen ohne Rücksicht auf Verluste in Richtung Mexiko und werden bald von der Polizei verfolgt.

Die feministische Botschaft des Films um die Frage der Schuld bei Vergewaltigungen sorgen dafür, dass der Film heute noch so aktuell ist wie vor 28 Jahren.

(Video: Youtube/MGM)

«Desert Flower – 2009»

Der Film zeigt die eindrückliche Biographie von Model Waris Dirie. Die Geschichte begleitet die Reise der jungen Waris die als Nomadenmädchen täglich um Nahrung und Wasser kämpfen muss, beschnitten und als 13-Jährige zwangsverheiratet wird. Waris flüchtet und schafft es durch die Familie ihrer Mutter in der somalischen Botschaft in London eine Stelle als Dienstmädchen zu kriegen. Aber auch dort werden ihrer Freiheit Grenzen gesetzt und sie muss erneut Flüchten als die Botschaft aufgehoben wird.

Die Autorin Waris Dirie kämpft bis heute als  Menschenrechtsaktivistin gegen die Beschneidung von Mädchen auf der ganzen Welt und gründete dafür 2002 ihre eigene Organisation, die «Desert Flower Foundation».

(Video: Youtube/FoxKino)

Die Themenwoche «Alle gleichgestellt?» auf Telebasel: Vom 10. – 15. Juni 2019 in den Telebasel News um 18:30 Uhr und ab 19 Uhr stündlich, sowie im Telebasel Report am 12. Juni 2019 ab 19:40 Uhr stündlich und in einer Spezialsendung am 15. Juni 2019 ab 19:15 Uhr stündlich. Dazu laufend interessante Themen auf telebasel.ch.

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