Basel

Rotblaue (Fehl-)Entscheidungen

Eine erneut turbulente FCB-Saison ist zu Ende. Telebasel blickt noch einmal zurück. Heute auf die umstrittenen Entscheidungen der Führungsetage.

Nicht nur das Gezeigte auf dem Platz erhitzte in dieser Saison die Gemüter. Auch die diskutablen Entscheidungen und Vorkommnisse neben dem Rasen sorgten für rote Köpfe. Während das Thema E-Sports bis heute den Fans ein Dorn im Auge ist, hat das auch Engagement von Rotblau in Indien für Kopfschütteln gesorgt.

Bollywood-Eskapaden

Der Gegenwind von Seiten der Fans war vorprogrammiert. Auch weil der FCB auf kommunikativer Ebene einen entscheidenden Fehler macht. Rotblau will die Sache geheim halten. Anstatt einfach zu sagen: Das machen wir und aus diesem Grund. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion wurde dieser Deal mit Chennai City über die Bühne gebracht. Blöd nur, wenn die eigene Sippschaft die Vorhaben durch die indischen Medien erfahren. Diese blasen die Story in alle Himmelsrichtungen. Es braucht nicht lange, bis die Neuigkeit das Rheinknie erreicht.

Der Vorwurf der Heimlichtuerei nimmt mit solchen Faux-Pas automatisch wieder an Fahrt auf. Doch das ist nicht die einzige Baustelle bei Rotblau. Auch in der Kabine kriselt es bedenklich. Aufstand. Spieler-Revolte. Alle gegen Marcel Koller. Diese Schlagzeilen liest man in den Medien.

Spieler-Revolte gegen Koller

Es ging sogar soweit, dass die Spieler sich beim Präsidenten persönlich über den Basler Übungsleiter beschwerten. Die Führung musste eingreifen. Alle Parteien an einen Tisch setzen. Wie viel Geschirr endgültig zerbrochen wurde. Ob die Kluft zwischen Spieler und Trainer noch reparabel ist, ist unklar.

Etwas, was man beim FC Basel aber bis heute nicht mehr macht: Dem Trainer den Rücken stärken in der Öffentlichkeit. Zu gross ist die Angst vor einem erneuten Szenario à la Raphael Wicky. Nur wenige Stunden nach dem Bekenntnis durch die sportliche Führung, musste der Walliser nämlich die Koffer packen.

Bleibt Koller oder nicht?

Dieses Bild zieht sich durch die gesamte Saison. Bis heute. Trotz dem Sieg im Cup. Trotz ausgezeichneter Rückrunde und wiedergefundener Stabilität. Der Trainerstuhl von Marcel Koller wackelt bedenklich. Intern werden Analysen gemacht und Gespräche geführt. In der Öffentlichkeit äussert man sich zwar zum Thema –  gesagt wird aber nicht wirklich etwas.

Das Recht am Ende der Saison eine Analyse zu tätigen, ist völlig nachvollziehbar. Ob nun Marcel Koller kommende Saison an der Seitenlinie steht oder nicht. Das wird sich vermutlich bis zum Trainingsstart übernächste Woche entscheiden. Sicher ist aber auch: Rotblau hat seine Lehren aus der Kündigung von Raphael Wicky gezogen. Der FCB wird kaum den selben Fehler noch einmal machen, den Trainer nur wenige Wochen nach Beginn der Saison auf’s Abstellgleis zu stellen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel

Auch interessant