Weleda steigerte seinen Gewinn im letzten Jahr um 10 Prozent. (Bild: Keystone)

Baselland

Weleda erzielt über 10 Prozent Gewinn

Weleda hat auch 2018 ein zweistelliges Gewinnwachstum erzielt: Unter dem Strich blieben dem Kosmetik- und Arzneikonzern 14,3 Millionen Euro.

Der auf zertifizierte Naturkosmetik und anthroposophische Arzneimittel spezialisierte Konzern Weleda hat einen Gewinn von 14,3 Millionen Euro erzielt – 10,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Beim Betriebsergebnis auf Stufe EBIT konnte Weleda einen Anstieg um 12,6 Prozent auf 21,1 Millionen Euro verbuchen, wie das Unternehmen am Sitz in Arlesheim BL am Donnerstag bekannt gab. Der Umsatz stieg um 2,7 Prozent auf 412,3 Millionen Euro, wie die Firma schon Mitte Februar mitgeteilt hatte.

Gefragte Naturkosmetik

Erneut gut entwickelt hat sich im vergangenen Jahr das Geschäft mit den Naturkosmetika, die drei Viertel des Gesamtumsatzes ausmachen. Vorab dank der Internationalisierung über die Kernmärkte Schweiz, Deutschland und Österreich hinaus stiegen die Verkaufe in dieser Sparte um 5,2 Prozent auf 307,6 Millionen Euro zu.

Nicht vom Fleck kommt Weleda dagegen mit seinen weiterhin defizitären Heilmitteln für die anthroposophische Medizin. Bei diesen resultierte ein Umsatzrückgang von 3,6 Prozent auf 104,7 Millionen Euro. Immerhin wurden in Südamerika zweistellige Zuwachsraten verzeichnet.

Für diesen Bereich sucht Weleda weiterhin nach einem erfolgreicheren Geschäftsmodell. Anfang 2019 wurde das Sortiment gestrafft – von 1000 auf 750 Medikamente, wie es an der Medienkonferenz hiess.

Keine Schulden mehr

Weleda war noch vor wenigen Jahren ein Sanierungsfall. 2012 schaffte das Unternehmen nach zwei Jahren mit Millionenverlusten und einem Schuldenberg von 116 Millionen Euro jedoch den Turnaround. 2018 hatte das Unternehmen keine Schulden mehr, und es verfügte über flüssige Mittel in der Höhe von rund 40 Millionen Euro. Überdies stieg die Eigenkapitalquote von 46,7 auf 51,7 Prozent.

Auf dieser finanziellen Grundlage sieht sich Weleda nach Angaben der Verantwortlichen gut gerüstet für Investitionen in eine nachhaltige Zukunft. Grösster Brocken in der Unternehmensgeschichte ist ein Logistikzentrum für rund 100 Millionen Euro, das Weleda nächstes Jahr in seiner deutschen Niederlassung Schwäbisch Gmünd in Angriff nehmen will.

Mehr Geld will Weleda zudem in Forschung und Entwicklung stecken. Dieser Bereich sei in den letzten Jahrzehnten vernachlässigt worden, stellte Verwaltungsratspräsident Paul Mackay vor den Medien fest. Innovation sei insbesondere auch nötig, weil immer mehr Hersteller von konventionellen Kosmetika in den Markt von Weleda drängten.

Pilotprojekt mit «City-Spas»

Als drittes Standbein neben Kosmetika und Medikamenten liebäugelt Weleda derzeit mit einem neuen Bereich «Services». Erstes Projekt sind so genannte City-Spas, wie sie bereits in drei niederländischen Städten in Betrieb sind. Als nächste Standorte folgen Stuttgart und Hamburg. Läuft das Geschäft gut, sollen weitere Städte in ganz Europa folgen.

Weleda-Proukte werden in mehr als 50 Ländern auf allen Kontinenten vermarktet. In der Schweiz konnte das Unternehmen seinen Umsatz letztes Jahr um 1,5 Prozent auf 37,4 Millionen Franken steigern. Die Zahl der Mitarbeitenden stieg hierzulande um 3 Angestellte auf 329. Weltweit erhöhte sich die Zahl der Mitarbeitenden um 3,7 Prozent auf 2335.

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