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Manfred Möller ist neu Küchenchef im Club de Bâle. (Video: Telebasel)

Basel

Kochen ohne Schnickschnack im Club de Bâle

Der exklusive Club de Bâle am Rheinsprung hat einen neuen Küchenchef. Sternekoch Manfred Möller will den Clubmitgliedern kein Schi Schi vorsetzen.

Bis vor kurzem stand Sternekoch Manfred Möller noch in seinem eigenen Restaurant Martin hinter dem Herd. Gemeinsam mit seiner Frau Claudia führte er seit 2014 das traditionsreiche Haus in Flüh. Bereits nach einem halben Jahr erhielten sie einen Stern des renommierten Restaurantführers Guide Michelin.

Das Kapitel Martin hat Manfred Möller nun aber hinter sich gelassen. Seit dem 1. Juni bekocht er die exklusiven Mitglieder des Club de Bâle. Am Donnerstag präsentierte der Club seinen neuen Küchenchef den Medien. Glam traf Manfred Möller zum Interview.

Ohne Firlefanz und Schäumchenparade

So exklusiv der Club de Bâle auch ist, – die Mitglieder zahlen einen einen Jahresbeitrag von 12’000 Franken pro Jahr – wer molekulare Küche oder sonstigen Schnickschnack auf seinem Teller erwartet, wird enttäuscht. Manfred Möller steht für seine bodenständige Küche.

«Mir war und ist es wichtig, dass meine Produkte frisch und regional sind. Ich will, dass meine Gäste den Geschmack dieser Produkte noch erkennen können.» Sein Ziel sei es, den Clubmitgliedern einen Wohnzimmeratmosphäre zu bieten. Ein Fan von Speisekarten sei er generell nicht. «Wenn Gäste in den Club kommen, gehe ich zu ihnen hin und schlage ihnen ein Menü vor», so Manfred Möller.

Kochen ohne Druck und Stress

Um Sterne kann Manfred Möller im Club de Bâle nicht mehr kochen, da die Lokalität nicht öffentlich ist. Das störe den gebürtigen Bayer aber nicht. «Schauen Sie, wenn mir als Selbständiger in meinem Laden eine Glühbirne kaputt geht, muss ich mich darum kümmern. Und so gibt es viele weitere Aufgaben und Pflichten, die man als Selbständiger halt eben hat. Bei meinem neuen Arbeitsplatz habe ich diesen Stress nicht mehr. Ich kann einfach zur Arbeit kommen und tun, was ich seit 30 Jahren liebe. Kochen», so Manfred Möller.

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